HeK (Haus der elektronischen Künste Basel)

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Das Haus für elektronische Künste auf dem Dreispitzareal

Das HeK (Haus der elektronischen Künste Basel), ehemals Haus für elektronische Künste Basel,[1] ist «ein Zentrum für zeitgenössische Kunst, die elektronische Medien verwendet und ihren Gebrauch reflektiert». Es wurde 2011 eröffnet und befindet sich auf dem Dreispitzareal in Basel/Münchenstein.

Struktur und Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das HeK (Haus der elektronischen Künste Basel) ist das nationale Schweizer Kompetenzzentrum für Kunstformen, die sich durch neue Technologien und Medien ausdrücken und diese reflektieren. Mit seiner interdisziplinären Ausrichtung ermöglicht das HeK einer breiten Öffentlichkeit Einblicke in Kunstproduktionen unterschiedlicher Gattungen in der Auseinandersetzung von Kunst, Medien und Technologie.

Das HeK widmet sich der digitalen Kultur und den neuen Kunstformen des Informationszeitalters. Es ist ein Ort, an dem kreative und kritische Diskurse über die ästhetischen, gesellschaftspolitischen und ökonomischen Auswirkungen von Medientechnologien stattfinden. Das HeK zeigt zeitgenössische Kunst, die neue Technologien erforscht und gestaltet; es fördert eine ästhetische Praxis, die Informationstechnologien als Medium nutzt, anschaulich macht und aktiv in deren Prozesse eingreift. Damit stellt sich das HeK den drängenden Fragen zur Kultur des 21. Jahrhunderts und trägt aktiv zu deren Gestaltung bei.

Als interdisziplinärer Ort befasst sich die Institution spartenübergreifend mit dem aktuellen Kunstgeschehen in der bildender Kunst, Musik, Theater, Tanz, Performance und Design. Dabei bietet sie einer breiten Öffentlichkeit Einblicke in Kunstproduktionen an der Schnittstelle von Kunst, Medien und Technologien. In einem vielfältigen Programm bestehend aus Ausstellungen, kleineren Festivalformaten, Performances, Konzerten und Vermittlungsangeboten greift das Haus aktuelle gesellschaftliche Themen und Fragestellungen auf, die durch die zunehmende Digitalisierung entstehen.

Neben der kontinuierlichen Veranstaltungs- und Ausstellungstätigkeit beschäftigt sich das HeK mit der Sammlungsmethodik von digitaler Kunst. Mit diesen Aufgaben nimmt das HeK eine singuläre Position und Vorreiterrolle in der Schweiz ein. In enger Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern, Forscherinnen und Forschern sowie verwandten Initiativen und Institutionen im In- und Ausland versteht sich das Haus als lebendiger Ort für die Auseinandersetzung mit elektronischer Kunst und digitaler Kultur – als Kompetenzzentrum für Medienkunst in der Schweiz mit Anbindung an globale Diskurse.

Die junge Institution, gegründet 2011, gehört zu den Pionieren auf dem Dreispitzareal, einem ehemaligen Zollfreilager in Basel / Münchenstein. Im Oktober 2014 bezog das HeK die jetzigen Räumlichkeiten am Freilager-Platz 9. Die Neueröffnung des Hauses fand am 21. November 2014 statt.

Entstanden ist das HeK aus einem Zusammenschluss von [ plug.in ] Forum für neue Medien, einem Raum für zeitgenössische Kunst und der Auseinandersetzung mit Medienkulturen, der von 2000 bis 2011 existierte, und Shift – Festival der elektronischen Kunst, das von 2007 bis 2011 jährlich stattfand. Seit 2018 werden im HeK die Pax Art Awards verliehen.

Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben seiner Ausstellungstätigkeit und dem Organisieren verschiedener Veranstaltungen hat das HeK eine Sammlung von Kunstwerken. Die Fragen wie digitale Arbeiten konserviert werden können spielt hierbei eine entscheidende Rolle[2]. Der Augenmerk liegt bei der Auswahl von Werken für die Sammlung nicht spezifisch auf technischen Formaten, sondern auf inhaltlichen Fragestellungen, die mit einer sich digitalisierenden Welt zusammenhängen. Unter anderem sind Arbeiten von folgenden Künstler*innen in der Sammlung des HeKs: Philipp Gasser, Yves Netzhammer, Hervé Graumann, Studer / van den Berg, Esther Hunziker, collectif_fact und Mélodie Mousset.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] 'www.tageswoche.ch'
  2. HeK: HeK - Sammlung_intro. Abgerufen am 15. Januar 2020.

Koordinaten: 47° 33′ 17″ N, 7° 36′ 5,8″ O; CH1903: 612268 / 267125