Hausen bei Würzburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hausen b.Würzburg
Hausen bei Würzburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hausen b.Würzburg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 56′ N, 10° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Höhe: 272 m ü. NHN
Fläche: 21,98 km2
Einwohner: 2429 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97262
Vorwahlen: 09367, 09722
Kfz-Kennzeichen: WÜ, OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 143
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Fährbrücker Str. 5
97262 Hausen b.Würzburg
Webpräsenz: www.hausen-wzbg.de
Bürgermeister: Bernd Schraud (CSU)
Lage der Gemeinde Hausen b.Würzburg im Landkreis Würzburg
Landkreis Main-Spessart Landkreis Schweinfurt Landkreis Kitzingen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Baden-Württemberg Irtenberger Wald Irtenberger Wald Guttenberger Wald Guttenberger Wald Gramschatzer Wald Würzburg Winterhausen Uettingen Sommerhausen Remlingen (Unterfranken) Reichenberg (Unterfranken) Altertheim Zell am Main Waldbüttelbrunn Waldbrunn (Unterfranken) Veitshöchheim Unterpleichfeld Leinach Thüngersheim Theilheim Tauberrettersheim Sonderhofen Rottendorf Röttingen Riedenheim Randersacker Prosselsheim Ochsenfurt Oberpleichfeld Eisenheim Neubrunn (Unterfranken) Margetshöchheim Kürnach Kleinrinderfeld Kist Kirchheim (Unterfranken) Holzkirchen (Unterfranken) Höchberg Hettstadt Helmstadt Hausen bei Würzburg Güntersleben Greußenheim Giebelstadt Geroldshausen Gerbrunn Gelchsheim Gaukönigshofen Frickenhausen am Main Estenfeld Erlabrunn Eisingen (Bayern) Eibelstadt Bütthard Bieberehren Bergtheim Aub Landkreis Ansbach RimparKarte
Über dieses Bild

Hausen bei Würzburg (amtlich: Hausen b.Würzburg) ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hausen liegt in der Planungsregion Würzburg am Rand des Gramschatzer Waldes.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hausen bei Würzburg gliedert sich in sieben Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Hausen, Erbshausen-Sulzwiesen und Rieden.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Namen Hausen liegt eine Pluralform von althochdeutsch hûs (Haus, Gebäude) zugrunde. In der Schreibweise von 1200 ist die lateinische Präposition ad (bei) mit dem Anlaut verschmolzen. Zur Unterscheidung von weiteren gleichnamigen Orten wurden die Namenszusätze bei Gramschatz, bei Rieden, bei Arnstein und bei Würzburg hinzugefügt.[3]

Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1114 Husun
  • 1200 Adhusun
  • 1290 Husen
  • 1327 Hausen
  • 1362 Hausen iuxta Cramsneit
  • 1362 Hausen bi Rieden
  • 1964 Hausen bei Arnstein
  • 1991 Hausen bei Würzburg

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche St. Wolfgang

Als Teil des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Hausen 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel. 1818 entstand die politische Gemeinde Hausen.

Namensänderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. Oktober 1978 wurde der Gemeindename Hausen bei Arnstein amtlich in Hausen bei Würzburg geändert.[4]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Erbshausen und Rieden eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1768 Einwohner[4]
  • 1970: 1754 Einwohner[4]
  • 1987: 1954 Einwohner
  • 1991: 2193 Einwohner
  • 1995: 2260 Einwohner
  • 2000: 2290 Einwohner
  • 2005: 2332 Einwohner
  • 2010: 2373 Einwohner
  • 2015: 2429 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Bernd Schraud (Christliche Wählerunion und offene Liste Rieden).

Bei der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl am 2. März 2008 wurde Winfried Strobel wiedergewählt. Er stand dem neuen Gemeinderat vor, der sich aus je vier Räten der Allgemeinen Christlichen Wählergemeinschaft Erbshausen, des Christlichen Wählerblocks Hausen und der Christlichen Wählerunion Rieden sowie zwei Räten aus den Reihen der erstmals angetretenen SPD zusammensetzt.

Im Jahr 2009 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 1.331.000 Euro, davon waren 255.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Seit 2001 besteht eine Gemeindepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Villerville, Département Calvados in der Normandie.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Burgstall Erbshausen zwischen Erbshausen und Unterhof (Turmhügel und Halsgraben von Süden aus noch gut sichtbar)

Die Wallfahrtskirche Fährbrück wurde 1685 bis 1697 von Barockbaumeister Antonio Petrini erbaut.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2009 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 74 und im Bereich Handel und Verkehr 159 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 54 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 975. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe (2010). Im Jahr 2007 bestanden zudem 41 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von mindestens zwei Hektar, die eine Fläche von insgesamt 1168 ha bewirtschafteten; davon waren 1085 ha Ackerfläche und 81 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Erbshausen befindet sich die Autobahnanschlussstelle Gramschatzer Wald (Nr. 100) an der Bundesautobahn 7 FlensburgFüssen. Östlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 19 durch den Nachbarort Bergtheim..

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2010):

  • In drei Kindergärten, je einer in den Ortsteilen Hausen, Erbshausen und Rieden, mit insgesamt 142 Kindergartenplätzen werden 120 Kinder betreut und gefördert.
  • Es gibt Grundschulen im Schulhaus Erbshausen und Schulhaus Rieden

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hausen bei Würzburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Ortsdatenbank Bayerische Landesbibliothek online (BLO)
  3. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 96 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. a b c d Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 756 und 757.