Hautwiderstand

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Der Hautwiderstand ist das Maß für die elektrische Leitfähigkeit der Haut. Der Kehrwert wird als Hautleitwert bezeichnet. Der Hautwiderstand ist Bestandteil des Körperwiderstandes.

Die Hautleitfähigkeit wird in erster Linie von der Aktivität der Schweißdrüsen beeinflusst. Die Schweißsekretion wird durch das vegetative Nervensystem gesteuert und ist somit bewusst nicht beeinflussbar, oder nur indirekt durch spezielle, erlernbare Techniken. Wird Schweiß produziert, steigt die Fähigkeit der Haut, als Stromleiter zu fungieren, und damit auch der Hautleitwert an.

Der Hautwiderstand wird zum Beispiel im Rahmen von Biofeedback-Trainings, beim Lügendetektor und im Rahmen von psychophysiologischen Experimenten gemessen, um den Erregungszustand bezogen auf einen bestimmten Reiz zu messen, siehe dazu Elektrodermale Aktivität (Psychogalvanische Hautreaktion).

Akupunkturpunkte zeigen eine höhere elektrische Leitfähigkeit der Haut, zehn bis tausendmal stärker als andere Punkte der Haut.[1] Veränderungen dieser Leitfähigkeitswerte nutzt die Akupunktur(diagnostik) nach Voll.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rainer Schandry: Lehrbuch der Psychophysiologie BeltzPVU, 1998, Seite 187, ISBN 978-3621274166.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bergman, Wooley-Hart: Am.J.Acupunct., 1(1973),27 und vier andere Studien zitiert bei Roeland Van Wijk, Kwang-Sup Soh, Eduard P.A. Van Wijk: Anatomic characterization of acupuncture system and ultra-weak photon emission, pdf-Datei, Seite 5, zuletzt aufgerufen am 2. Juni 2012
  2. Stiftung Warentest:Elektroakupunktur nach Voll