Hawker Siddeley Harrier

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Hawker Siddeley Harrier
DN-SC-87-05770.JPEG
FRS.Mk 1 Sea Harrier der Royal Navy
Typ: VTOL-Erdkampfflugzeug
Entwurfsland:
Hersteller:
Erstflug: 28. Dezember 1967
Indienststellung: 1. April 1969
Produktionszeit: 1967 bis in die 1970er-Jahre
Stückzahl: 718

Die Hawker Siddeley Harrier ist ein einstrahliges senkrechtstartendes Kampfflugzeug aus britischer Produktion. Benannt wurde die Maschine nach der Greifvogelgattung Weihen (englisch harrier) und ihrem Entwickler Hawker Siddeley. Die Harrier basiert auf dem Versuchsflugzeug und Erprobungsträger Hawker P.1127.

Eine umfassende Weiterentwicklung stellt die McDonnell Douglas AV-8 Harrier II dar. Sie wird auch als die zweite Generation der Harrier bezeichnet.

Entwicklung und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prototyp der Harrier, die Hawker P.1127

Das Design der Hawker Siddeley Harrier leitet sich maßgeblich von der Hawker P.1127 ab. Noch vor ihrer Entwicklung arbeitete Hawker Aircraft an der Hawker P.1121, die die Hawker Hunter ersetzen sollte. Nachdem die britische Regierung das 1957 Defence White Paper veröffentlicht hatte, das vorsah, Entwicklungen im Rüstungsbereich von bemannten Flugzeugen zu Raketen zu verlagern, wurde das P.1121-Programm jedoch gestrichen. Die neue Strategie führte auch zur Beendigung anderer Entwicklungsprojekte im Bereich der Kampfflugzeuge.[1] Hawker Aircraft versuchte nun, neue Projekte zu realisieren und widmete sich der Entwicklung von VTOL-Flugzeugen, die nicht auf lange Start- und Landebahnen angewiesen waren. Laut dem damaligen Air Chief Marshal Sir Patrick Hyne könne die Suche nach einem V-/STOL-Erdkampfflugzeug für die Royal Air Force im Rahmen des Air Staff Requierment 345 diese Entwicklung begünstigt haben.[2]

Die Planungsarbeiten zur P.1127 begannen im Jahr 1957 und wurden durch Sydney Camm und Ralph Hooper von Hawker Aircraft sowie Stanley Hooker von der Bristol Engine Company eingeleitet.[3] Die enge Zusammenarbeit zwischen Hawker Aircraft (hauptsächlich für die Entwicklung des Rumpfs verantwortlich) und dem Triebwerkshersteller Bristol Engine waren nach Aussage des Projektingenieurs Gordon Lewis für die Entwicklung der Harrier trotz aller technischen Schwierigkeiten und politischen Einflussfaktoren entscheidend.[4] Die P.1127 verfügte mit dem Pegasus-Triebwerk über ein innovatives Mantelstromtriebwerk mit Schubvektorsteuerung. Das Pegasus-I-Triebwerk erreichte eine Leistung von 40 kN und wurde im September 1959 erstmals getestet.[5] Im Juni 1960 wurde ein Vertrag zur Produktion von zwei Prototypen unterzeichnet. Der Erstflug der P.1127 erfolgte im Oktober 1960. Von den sechs Prototypen stürzten drei ab; einer davon während einer Flugshow auf der Pariser Luftfahrtschau 1963.

US-Prototyp XV-6A Kestrel

Im Jahr 1961 vereinbarten das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Staaten und die Bundesrepublik Deutschland, insgesamt neun Maschinen zu beschaffen, um die Leistungsfähigkeit und das Potential von V-/STOL-Flugzeugen zu ermitteln. Diese Flugzeuge trugen die Bezeichnung Kestrel FGA.1.[6] Bei der Kestrel handelte es sich um eine reine Erprobungsmaschine und um Kosten zu sparen, wurde das Pegasus-5-Triebwerk nicht wie geplant entwickelt; so lieferte es lediglich 67 kN anstatt der ursprünglich geplanten 81 kN. Zehn Piloten (jeweils vier aus dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten sowie zwei aus Deutschland) bildeten das Team der Testpiloten für diese Evaluierung. Der Erstflug der Kestrel erfolgte am 7. März 1964.[7]

Bis zum Ende der Evaluierung im November 1965 erfolgten insgesamt 1366 Starts und Landungen.[8] Während der Tests wurde ein Flugzeug zerstört, sechs weitere wurden unter der Bezeichnung XV-6A Kestrel in die Vereinigten Staaten überführt und weiteren Tests unterzogen.[9] Die beiden verbliebenen britischen Kestrels wurden ebenfalls weiteren Testphasen in der militärischen Forschungseinrichtung RAE Bedford zugewiesen, wobei eine der beiden Maschinen mit dem Pegasus-6-Triebwerk ausgerüstet wurden.[10]

Die Hawker Siddeley Harrier wurde von Hawker Siddeley unter Leitung von Sidney Camm im Regierungsauftrag entwickelt. Der Erstflug der ersten von sechs Vorserienmustern fand im August 1966, der des ersten Serienflugzeuges GR1 im Dezember 1967 statt. Mitte 1969 wurde die erste Staffel (No.1 der Royal Air Force in Wittering) aufgestellt.[11] Die Harrier verfügt über ein Düsentriebwerk im Flugzeugrumpf, dessen Abgasstrahl durch Schubvektorsteuerung nach unten bzw. nach hinten geleitet wird. In der Regel startet das Flugzeug nicht senkrecht, sondern mit einer kurzen Anlaufstrecke (STOVL) oder auf Flugzeugträgern über eine Rampe, jedoch ohne Katapulthilfe – so kann erheblich mehr zugeladen werden. Die Landung – mit dann in der Regel nur noch halbem Startgewicht – kann dagegen wieder senkrecht ablaufen.

Drei der vier Harrier-Einsatzstaffeln der Royal Air Force gehörten zur RAF Germany. Die No. 3, 4 und 20 Squadron lagen bis 1977 in RAF Wildenrath und anschließend bis 1992 in RAF Gütersloh. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten wurden die nominell 36 Flugzeuge dort auf nur zwei Staffeln verteilt, die No. 3 und 4 Squadron. Die No. 3 und 4 Squadron wurden von 1992 bis 1999 in RAF Laarbruch (Weeze) stationiert, anschließend nach England verlegt und einige Jahre später außer Dienst gestellt. Während des Falkland-Krieges erwies sich die Harrier den reinen Jagdflugzeugen, wie der von den argentinischen Streitkräften eingesetzten Dassault Mirage III, im Luftkampf als ebenbürtig. Dies teils wegen der von den Vereinigten Staaten gelieferten AIM-9L Sidewinder-Luft-Luft-Raketen, hauptsächlich aber, weil das so nie vorgesehene Schwenken der Schubdüsen während des Fluges bisher nicht für möglich gehaltene Manöver ermöglichte. Für den anfangs geplanten Einsatzzweck als Jagdbomber zur Luftnahunterstützung war die Harrier jedoch zu schwach gepanzert.

Die erste Generation der Harrier (GR.1/T.2/GR.3/T.4/T.8), zu der auch die Sea Harrier (FRS.1, FA.2, FRS.51) zählen, fliegt, nachdem die Indien seine Sea Harrier FRS.1 2016 außer Dienst gestellt hat, nur noch die thailändische Marine[12]. Alle übrigen Nutzer verwenden die von der US-Firma McDonnell Douglas weiterentwickelte Version AV-8B Harrier II.

Am 15. Dezember 2010 starteten von der RAF Cottesmore Air Station 16 Harrier zu einem letzten Flug in einer Diamant-Formation; damit endete die Ära der Hawker Siddeley Harrier in Großbritannien.[13]

Im Luftwaffenmuseum der Bundeswehr in Berlin-Gatow stehen die XV278 und in der Flugausstellung Hermeskeil die XZ998.

Mediale Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Varianten aus britischer Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgestellte Harrier GR.3 im Bletchley Park, England
Schubvektorsteuerung der Harrier

Zu den Baureihenbezeichnungen siehe die Informationen über das Bezeichnungssystem britischer Luftfahrzeuge sowie das Bezeichnungssystem für Luftfahrzeuge der US-Streitkräfte.

Harrier GR.1
Die Hawker Siddeley Harrier GR.1 war das erste aus der Kestrel entwickelte Serienmodell. Ihr Erstflug erfolgte am 28. Dezember 1967. Sie wurde von der Royal Air Force (RAF) am 1. April 1969 in Dienst gestellt. Die Sprungschanzen-Technik (nach oben gebogene Enden des Flugdecks) für den STOVL-Start der Harrier auf den Flugzeugträgern der Royal Navy (RN) wurde auf dem Royal-Navy-Flugplatz RNAS Yeovilton (HMS Heron) in Somerset getestet.
Harrier GR.1A
Die GR.1A war eine verbesserte Version der GR.1. Der größte Unterschied war das verbesserte Pegasus-Mk-102-Triebwerk. 58 GR.1As stellte die RAF in Dienst, wovon 17 neu produziert sowie 41 GR.1s umgebaut wurden.
Harrier T.2
Für die RAF wurden elf Stück dieser bewaffneten Trainervariante gebaut. Die erste Maschine hatte im April 1969 ihren Erstflug und wurde im Jahr 1970 ausgeliefert.
Harrier T.2A
Verbesserte Version der T.2 mit Pegasus-Mk-102-Triebwerk für die RAF. Vier Stück wurden neugebaut und 1972/1973 geliefert, der Rest waren umgerüstete T.2.
Harrier GR.3
Die einsitzige Harrier GR.3 besaß gegenüber der GR.1/GR.1A verbesserte Sensoren wie einen Laser-Entfernungsmesser in der verlängerten Nase, eine Ausrüstung für elektronische Gegenmaßnahmen und ein weiter verbessertes Pegasus-Mk.-103-Triebwerk. Sie war die leistungsfähigste Variante der ersten Harrier-Generation. Dieses Modell wurde auch im Falklandkrieg eingesetzt. 40 Stück wurden als GR.3 neu gebaut, der Rest waren modernisierte GR.1/GR.1A. Die RAF bestellte insgesamt 118 Stück der GR.1/GR.3-Variante der Harrier.
Harrier T.4/T4.A
Zweisitzige Trainerversion für die RAF ähnlich dem GR.3-Standard der Einsitzer. Die RAF erhielt zwischen 1976 und 1983 zwölf neugebaute sowie modernisierte T.2 und T.2A.
Harrier T.4N
Zweisitzige Trainerversion für die RN. Diese erhielt ab 1983 je zwei neue und zwei T.4/T.4A aus Beständen der RAF.
Harrier T.8
Zweisitzige Trainerversion für die RN. Die fünf Maschinen waren modernisierte T.4 und T.4N.
Harrier T.52
Einzelner Prototyp des Herstellers aus dem Jahr 1971.
Harrier T.60
Zweisitzige Trainerversion für Sea Harrier FRS.51 der Indischen Marine, die zwischen 1984 und 1992 vier Stück erhielt.
Sea Harrier FRS.1
Auf der GR.3 basierendes Muster für den Fleet Air Arm der RN zum Flugzeugträgereinsatz, jedoch mit in der Sicht verbessertem Cockpit, verbessertem Radar und seetauglichen Materialien. Ab 1978 wurden insgesamt 57 Stück in Dienst gestellt.
Sea Harrier FA.2
Verbesserte Version der FRS.1, die die gesammelten Erfahrungen aus dem Falklandkrieg umsetzte. Die Umbauten wurden anfangs als FRS.2-Upgrade bezeichnet. So wurden neue radargelenkte Luft-Luft-Lenkflugkörper AIM-120, ein verbessertes Blue-Vixen-Radar mit look-down-Fähigkeiten und ein verbessertes Cockpit eingesetzt. Weiter wurde die Reichweite erweitert. Der Erstflug erfolgte im Jahr 1988. Es wurden Aufträge für 34 umgebaute und 19 neue Flugzeuge durch die Royal Navy erteilt.
Sea Harrier FRS.51
Für die Indische Marine änderte der Hersteller die Sea Harrier FRS.1 ab. So wurden unter anderem die Luft-Luft-Lenkflugkörper Matra R550 Magic integriert. Zwischen 1984 und 1992 erhielt Indien 23 Stück für den Flugzeugträgereinsatz.

Varianten aus US-Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AV-8A im alternativen Farbschema des USMC
AV-8S Matador der spanischen Marine
AV-8A Harrier
Einsitzige Bodenangriffsversion für den Einsatz in der Luftnahunterstützung und als Aufklärer. Die AV-8A des United States Marine Corps (USMC) waren der frühen GR.1-Version sehr ähnlich, aber mit dem Triebwerk der GR.3 ausgerüstet. 113 Flugzeuge wurden für das USMC und die spanische Marine bestellt. Die AV-8A war mit zwei 30-mm-ADEN-Kanonengondeln unter dem Rumpf und zwei Luft-Luft-Raketen AIM-9 Sidewinder bewaffnet. Das Flugzeug wurde von einem Rolls-Royce-Pegasus-Mk-103-Triebwerk mit 95,6 kN Schub angetrieben. Der Typ war sehr wendig und konnte im Unterschallbereich als leistungsfähiger Jagdbomber alle damaligen Kampfflugzeuge ausmanövrieren. Die Herstellerbezeichnung lautete Harrier Mk.50.
AV-8C Harrier
Verbesserte AV-8A mit veränderter Zelle, Pegasus Mk. 15 und superkritischem Tragflächenprofil. AV-8C war nur eine provisorische Bezeichnung, wurde später in XV-16 umbenannt und hat keine Beziehung zur Harrier II. AV-8B wurde zu dieser Zeit für die Trainerversion, die spätere TAV-8A freigehalten. Das Projekt wurde nicht weiter verfolgt, da die als Kunde vorgesehene United States Navy stattdessen allein die Rockwell XFV-12 favorisierte.[14]
AV-8S Matador
Exportversion der AV-8A Harrier für die spanische Marine, Armada Española, später an die Royal Thai Navy (RTN) verkauft. Die Bezeichnung der spanischen Marine lautet VA-1 Matador, die Herstellerbezeichnung Harrier Mk.53 für die erste Produktionscharge und Harrier Mk.55 für die zweite Charge.
TAV-8A Harrier
Zweisitzige Trainerversion für das USMC. Herstellerbezeichnung: Harrier Mk.54.
TAV-8S Matador
Exportversion der TAV-8A Harrier für die spanische Marine. Später ebenfalls an die RTN verkauft. Die Bezeichnung der spanischen Marine lautet VAE-1 Matador, die Herstellerbezeichnung Harrier Mk.54.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cockpit der Harrier
Sea Harrier FA.2 im Landeanflug
Kenngröße Daten der Harrier GR.3 Daten der Sea Harrier FA.2
Länge 13,87 m 14,17 m
Spannweite 7,70 m 7,70 m
Tragflügelfläche 18,69 m² 18,69 m²
Tragflächenbelastung
  • minimal (Leergewicht): 299 kg/m²
  • nominal (normales Startgewicht): 607 kg/m²
  • minimal (Leergewicht): 352 kg/m²
  • nominal (normales Startgewicht): 636 kg/m²
Höhe 3,45 m 3,71 m
Leermasse 5.579 kg 6.580 kg
Normale Startmasse 11.340 kg 11.884 kg
Höchstgeschwindigkeit 1186 km/h 1190 km/h
Dienstgipfelhöhe 15.240 m 15.545 m
Einsatzradius 490 km ca. 550 km
Bewaffnung Außenlasten bis zu 2268 kg Außenlasten bis zu 3630 kg
Besatzung 1 1
Triebwerk ein Mantelstromtriebwerk Rolls-Royce Pegasus Mk 103 ein Mantelstromtriebwerk Rolls-Royce Pegasus Mk 106
Schubkraft 95,65 kN 96,73 kN
Schub-Gewicht-Verhältnis
  • maximal (Leergewicht): 1,75
  • nominal (normales Startgewicht): 0,86
  • maximal (Leergewicht): 1,50
  • nominal (normales Startgewicht): 0,83

Bewaffnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Unterrumpfbehältern montierbare Rohrwaffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bewaffnung bis zu 2268 kg an fünf externen Außenlaststationen unter den beiden Tragflächen und unter dem Rumpf

Luft-Luft-Lenkflugkörper

Luft-Boden-Lenkwaffen

Ungelenkte Luft-Boden-Raketen

  • 4 × Raketen-Rohrstartbehälter MATRA 155 für je 18 × ungelenkte SNEB-(TDA)-Luft-Boden-Raketen, Kaliber 68 mm
  • 4 × Raketen-Rohrstartbehälter MATRA 116M für je 19 × ungelenkte SNEB-Luft-Boden-Raketen, Kaliber 68 mm
  • 4 × Raketen-Rohrstartbehälter LAU-10C/A für je 4 × ungelenkte ZUNI-Luft-Boden-Raketen, Kaliber 127 mm

Gelenkte Bomben

Ungelenkte britische Bomben

  • 7 × Hunting Engineering BL755 (264-kg-Panzerbekämpfungs-Streubombe mit 7 × 21 Bomblets)
  • 5 × Royal Ordnance MC/GP Mk.10 (1.000-lb-/454-kg-Freifallbombe)
  • 5 × Royal Ordnance MC/GP Mk.20 (540-lb-/245-kg-Freifallbombe)
  • 2 × Lepus (80-kg-Leuchtbombe, erzeugt Beleuchtung mittels Magnesium, Fall verzögert durch Fallschirm)
  • 1 × WE.177 (fallschirmverzögerte 10-kt-Nuklearbombe)

Ungelenkte amerikanische Bomben

  • 6 × Mark 81 LDGP (119-kg-Freifallbombe)
  • 6 × Mark 82 LDGP (227-kg-Freifallbombe)
  • 2 × Mark 83 LDGP (460-kg-Freifallbombe)
  • 5 × Mk.77 Mod 5 (235-kg-/520-lb-Napalm-Brandbombe)
  • 4 × Mark 20 „Rockeye II“ /CBU-100 (220-kg-Streubombe)

Zusatzbehälter

  • 2 × abwerfbarer Zusatztank für 455 Liter Kerosin
  • 2 × abwerfbarer Zusatztank für 854 Liter Kerosin (nur Sea Harrier)
  • 2 × Aufklärungsbehälter Port Facing Oblique (PFO) mit einem F.95-Fotoapparat

Selbstverteidigungssysteme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Radarwarner Ab der Harrier GR.3 sowie der SeaHarrier FA.2 wurden Radarwarngeräte eingebaut.

Täuschkörperwerfer Kurz vor dem Falklandkrieg ließ die RN in ihre SeaHarrier Täuschkörperwerfer vom Typ BAe AN/ALE-40 einbauen.

Nutzer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nutzerstaaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

IndienIndien IndienIndian Navy

  • 57 × Sea Harrier FRS51
  • 4 × Harrier T60

ItalienItalien ItalienMarina Militare

  • 14 × AV-8B+ (ursprünglich 16)
  • 2 × TAV-8B

SpanienSpanien SpanienArmada Española

  • 10 × AV-8S (VA.1)
  • 2 × TAV-8S Matador (VAE.1)

ThailandThailand ThailandRoyal Thai Navy

  • 7 × AV-8S
  • 2 × TAV-8S Matador

Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich Royal Air Force

  • 118 × Harrier GR1/GR1A/GR3
  • 15 × T2/T2A
  • 14 × T4/T4A

Royal Navy

  • 49 × Harrier T4N/T8
  • 76 × Sea Harrier FRS1/FA2

Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten United States Marine Corps

  • 113 × AV-8A/C Harrier
  • 8 × TAV-8A Harrier

Stationierungsorte in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkung: Die Anzahl der Staffeln wurde bei der Verlegung der Harrier Force nach Gütersloh wegen der dortigen örtlichen Gegebenheiten reduziert; die Anzahl der Maschinen insgesamt – nominal 36 Stück – blieb jedoch über die zwei Jahrzehnte nahezu konstant. Ab Ende 1990 wurden bei Gütersloh Station Flight (GTF) noch einige T4 weiter geflogen, da es von der mittlerweile bei den beiden Einsatz-Staffeln geflogenen zweiten Harrier-Generation damals noch keinen Zweisitzer gab.

Erhaltene Maschinen der RAF Germany in deutschen Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flugausstellung Hermeskeil besitzt die XW927 (eine T.4) und das Luftwaffenmuseum der Bundeswehr in Berlin-Gatow die XV278 (eine GR.1).

Weitere senkrechtstartende Kampfflugzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Serienmodelle
Prototypen

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hawker Siddeley Harrier – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. C. G. Jefford (Hrsg.): The RAF Harrier Story. Royal Air Force Historical Society, London 2006, ISBN 0-9530345-2-6, S. 11.
  2. C. G. Jefford (Hrsg.): The RAF Harrier Story. Royal Air Force Historical Society, London 2006, ISBN 0-9530345-2-6, S. 11.
  3. C.G. Jefford (Hrsg.): The RAF Harrier Story. Royal Air Force Historical Society, London 2006, ISBN 0-9530345-2-6, S. 26 f.
  4. C. G. Jefford (Hrsg.): The RAF Harrier Story. Royal Air Force Historical Society, London 2006, ISBN 0-9530345-2-6, S. 23.
  5. C. G. Jefford (Hrsg.): The RAF Harrier Story. Royal Air Force Historical Society, London 2006, ISBN 0-9530345-2-6, S. 24.
  6. C. G. Jefford (Hrsg.): The RAF Harrier Story. Royal Air Force Historical Society, London 2006, ISBN 0-9530345-2-6, S. 39.
  7. C. G. Jefford (Hrsg.): The RAF Harrier Story. Royal Air Force Historical Society, London 2006, ISBN 0-9530345-2-6, S. 41.
  8. C. G. Jefford (Hrsg.): The RAF Harrier Story. Royal Air Force Historical Society, London 2006, ISBN 0-9530345-2-6, S. 47.
  9. A. Evans: American Harrier – Part One. Model Aircraft Monthly. Vol. 8/4. S. 36–39.
  10. Kenneth J. Mason, Charles R. Rosburg: USAF Evaluation of the Harrier GR Mk 1. – AD0855032. Air Force Flight Test Center Edwards AFB, Juni 1969. S. 419 f.
  11. FliegerRevue Mai 2011, S. 24–28, Farewell Joint Force Harrier
  12. Defense News, 21. März 2016: Indian Navy Retires Sea Harriers
  13. RAF Cottesmore Air Station – Letzter Einsatz der Harrier in Großbritannien
  14. British Aerospace/McDonnell Douglas Harrier. In: World Airpower Journal, Vol. 6, Summer 1991, S. 74