Haya bint al-Hussein

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Prinzessin Haya (2017)

Prinzessin Haya von Jordanien (arabisch هيا بنت الحسين Haya bint al-Hussein, DMG Hayā bint al-Ḥusain; * 3. Mai 1974) ist eine Tochter des verstorbenen jordanischen Königs Hussein I.

Sie entstammt seiner Ehe mit seiner dritten Frau Alia al-Hussein von Jordanien. Ab 2004 war sie die sechste Nebenfrau von Muhammad bin Raschid Al Maktum, dem Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate. Am 2. Dezember 2007 gebar sie die gemeinsame Tochter Al Jalila und am 7. Januar 2012 einen Sohn, Zayed.

Prinzessin Haya absolvierte ihre schulische Ausbildung in Großbritannien, zunächst an der Badminton School for Girls in Bristol, dann an der Bryanston School in Dorset. Sie studierte am St Hilda’s College der Universität Oxford, das sie mit einem Bachelor/Master mit Auszeichnung in Politikwissenschaften, Philosophie und Wirtschaft abschloss.

Mit einer Bronzemedaille in der Einzelwertung der Springreiter im Jahr 1992 ist Prinzessin Haya die einzige Frau, die jemals eine Medaille bei den Panarabischen Reiterspielen gewonnen hat. Im Jahr 2000 startete sie als Springreiterin bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney und war bei der Eröffnungsfeier Fahnenträgerin der jordanischen Mannschaft. 2002 in Jerez war sie die erste arabische Frau, die an den Weltreiterspielen teilnahm.[1]

Von 2006 bis 2014 war sie gewählte Präsidentin der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI). Als solche eröffnete sie am 20. August 2006 die Weltreiterspiele in Aachen. Im Jahr 2010 wurde sie von der FEI-Generalversammlung mit großer Mehrheit wiedergewählt.[2] Während ihrer Amtszeit wurden bei den Distanzpferden ihres Mannes Mohammed Al Maktum zahlreiche Dopingfälle bekannt.[3] Bei ihrer Wahl zur Präsidentin war sie sich des Interessenkonfliktes zwischen ihrer Position als Ehefrau und ihren Aufgaben in der FEI bewusst, weshalb sie früh Befugnisse an die Vizepräsidenten und an den Vorstand delegierte.[4] Prinzessin Haya ist ferner Mitglied des Ehrenkomitees der Spanischen Hofreitschule.

Seit Anfang 2011 ist Prinzessin Haya Repräsentantin der Fegentri, des Weltdachverbandes der Amateurrennreiter.[5][6]

Prinzessin Haya ist Athletenbotschafterin der Entwicklungshilfeorganisation Right to Play.

Im Juli 2019 wurde berichtet, dass sie und ihre zwei Kinder nach Europa geflohen seien und ein Scheidungsverfahren zwischen ihr und dem Emir von Dubai laufe.[7][8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Princess Haya bint Al Hussein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Profil auf der offiziellen Webseite (Memento des Originals vom 30. September 2005 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.princesshaya.net, abgerufen am 13. Oktober 2010
  2. FN-aktuell, Nr. 37/2010 (PDF; 354 kB), Seite 3, abgerufen am 13. Dezember 2010
  3. Distanzsport: Unerlaubte Medikamente in Gestüt von Scheich Mohammed entdeckt (Memento des Originals vom 27. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cavallo.de Diana Maier, Cavallo, 19. September 2013
  4. Pippa Cuckson: Pierre Arnould's anti-doping stance in endurance racing is backed on forums around the world. In: The Telegraph, 21. Oktober 2013 (englisch).
  5. News-Beitrag zu Prinzessin Haya, Fegentri, abgerufen am 25. September 2015
  6. Prinzessin Haya übernimmt Fegentri Schirmherrschaft, GaloppOnline.de, abgerufen am 25. September 2015
  7. Susanne Koelbl, Raniah Salloum: Prinzessin Hayas Sehnsucht nach einem freien Leben. In: Spiegel Online. 5. Juli 2019, abgerufen am 5. Juli 2019.
  8. Christian Weisflog: Wo ist die Prinzessin von Dubai? In: Neue Zürcher Zeitung. 2. Juli 2019, abgerufen am 4. Juli 2019.