Heart

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Heart (Begriffsklärung) aufgeführt.
Heart
Nancy und Ann Wilson (2007)
Nancy und Ann Wilson (2007)
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hard Rock, Popmusik
Gründung 1973[1]
Website http://www.heart-music.com
Gründungsmitglieder
Ann Wilson
Nancy Wilson
Gitarre, Mandoline
Roger Fisher (bis 1979)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Flöte, Gitarre, Bass, Autoharfe, Keyboard
Ann Wilson
Gitarre, Mandoline, Keyboard, Gesang, Mundharmonika
Nancy Wilson
Gitarre
Craig Bartok (seit 2003)
Ben Smith (seit 2002)
Bass
Mike Inez (seit 2002)
Keyboard
Debbie Shair (seit 2004)
Ehemalige Mitglieder
Gitarre, Keyboard, Synthesizer
Howard Leese (1975–1995)
Bass
Steve Fossen (1975–1982)
Schlagzeug
Michael Derosier (1975–1982)
Bass
Mark Andes (1983–1993)
Schlagzeug
Denny Carmassi (1983–1991)
Bass
Fernando Saunders (1993–1995)
Schlagzeug
Denny Fongheiser (1993–1995)

Heart ist eine US-amerikanische Rockband, die 1973 in Seattle aus der Vorgängerband The Army (später White Heart) hervorging. Den größten weltweiten Erfolg hatte die Gruppe im Sommer 1987 mit dem Album Bad Animals und der Auskopplung Alone.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Die von den beiden Schwestern Ann und Nancy Wilson gegründete Band spielte zunächst melodische Rockmusik. Aus der Genrebezeichnung „Hardrock“ adaptierten die beiden Schwestern in Bezug auf den Gruppennamen seinerzeit das ähnlich klingende »Heartrock«. Bereits mit ihrem Debütalbum Dreamboat Annie erzielten sie im Frühjahr 1976 einen Kassenschlager in Kanada und den USA. Die ersten Singleauskopplungen waren How deep it goes und Magic Man (Platz neun in den USA). Crazy on You erreichte die Top 40 der amerikanischen Charts. Das Album erhielt Platin.

Das Nachfolgealbum Little Queen erschien Mitte 1977 und war ähnlich erfolgreich. Mit Barracuda enthielt es einen Single-Hit, der in den USA nur knapp die Top 10 verfehlte und in Deutschland Platz 8 belegte. Ebenfalls Platin erreichte im darauf folgenden Jahr das Album Dog and Butterfly.

Ab 1981 verblasste der Erfolg der Gruppe. Die Wilson-Schwestern wechselten daraufhin ihre Bandmitglieder, änderten den Stil in leichtgängigen, mehr radiotauglichen Pop-Rock, spielten auch Popballaden und gelegentlich Coverversionen. Das im Sommer 1985 erschienene Album Heart wurde das erfolgreichste der Bandgeschichte und erreichte die Spitze der Charts. Es verkaufte sich allein in den USA über 5 Millionen Mal und war auch in Europa sehr erfolgreich. Von fünf Single-Auskopplungen erreichten allein vier die Top 10. Auch das Nachfolgealbum Bad Animals konnte Mitte 1987 fast nahtlos an den Erfolg anknüpfen. Bereits die erste Singleauskopplung Alone erreichte in den USA die Spitze der Charts. Auch die beiden Nachfolgesingles Who Will You Run To und There’s the Girl waren sehr erfolgreich.

Im Frühjahr 1990 erschien das Album Brigade, das sich allein in den USA 2 Millionen Mal verkaufte und mit dem Titel All I Wanna Do Is Make Love to You wieder einen großen Hit verbuchte. Ende 1993 erschien Desire Walks On, das in den USA nur über 500.000-mal verkauft wurde und mit der Single Will You Be There (In the Morning) gerade die Top 40 erreichte. Im Herbst 1995 wurde mit The Road Home ein Livealbum und im Frühjahr 1997 ein Greatest-Hits-Album mit den frühen Hits der Band der 1970er- und 1980er-Jahre veröffentlicht.

Erst Mitte 2004 erschien mit Jupiter´s Darling ein Nachfolgealbum mit neuem Material, das allerdings nicht annähernd an die früheren Erfolge anknüpfen konnte. Das im Sommer 2010 veröffentlichte Red Velvet Car erreichte erstmals wieder die Top 10 der Charts.

Insgesamt konnte die Band über 30 Millionen Tonträger absetzen, platzierte 18 Alben und 29 Singles in den US-Billboard-Charts sowie neun Alben und 13 Singles in der deutschen und/oder englischen Hitparade.

Die Band wurde 2012 mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame gewürdigt[2] und am 18. April 2013 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.[3]

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Heart/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4][5][6] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1977 Dreamboat Annie 36
(5 Wo.)
7 Platin
(100 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Februar 1976
1977 Little Queen 34
(6 Wo.)
34
(4 Wo.)
9 3-fach-Platin
(41 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Mai 1977
1978 Magazine 17 Platin
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1978
1979 Dog & Butterfly 17 Doppelplatin
(36 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1978
1980 Bébé Le Strange 5 Gold
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Februar 1980
1982 Private Audition 77
(2 Wo.)
25
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Juni 1982
1983 Passionworks 39
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1983
1985 Heart 57
(4 Wo.)
19 Silber
(43 Wo.)
1 5-fach-Platin
(92 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Juli 1985
1987 Bad Animals 17
(21 Wo.)
30
(2 Wo.)
5
(18 Wo.)
7 Platin
(56 Wo.)
2 3-fach-Platin
(50 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. Mai 1987
1990 Brigade 14
(19 Wo.)
11
(18 Wo.)
3 Gold
(20 Wo.)
3 Doppelplatin
(49 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. März 1990
1993 Desire Walks On 46
(2 Wo.)
32
(2 Wo.)
48 Gold
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. November 1993
2004 Jupiter’s Darling 94
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Juni 2004
2010 Red Velvet Car 10
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. August 2010
2012 Fanatic 24
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. September 2012

Quellen[Bearbeiten]

  1. Fakten und Werke
  2. CNN (englisch)
  3. Rolling Stone
  4. Chartquellen: Singles Alben UK US1 US2
  5. The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7
  6. Gold-/Platin-Datenbanken: UK US

Weblinks[Bearbeiten]