Heavy Metal Payback

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Heavy Metal Payback
Studioalbum von Bushido

Veröffent-
lichung(en)

2008

Label(s) ersguterjunge/Sony BMG

Format(e)

CD

Genre(s)

Hip-Hop/Deutscher Rap

Titel (Anzahl)

19/ 23/ 27

Laufzeit

1 h 13 min 46 s/1 h 29 min 09 s/1 h 45 min 32 s

Besetzung Bushido

Chakuza
Bizzy Montana
Kay One
Cassandra Steen
Nyze
Karel Gott
Oliver Pocher
Summer Cem

Produktion

Martin Stock/ 83 Sound/ Beatlefield / Gee Futuristic / X-plosive Beats

Studio(s)

ersgutesstudio, Berlin

Chronologie
7
(2007)
Heavy Metal Payback Carlo Cokxxx Nutten 2
(mit Fler)
(2009)

Heavy Metal Payback ist das sechste Soloalbum des Berliner Rappers Bushido. Das Album erschien in drei verschiedenen Versionen am 10. Oktober 2008 über Bushidos Label ersguterjunge und erreichte in Deutschland Platz eins der Albumcharts.[1] In Österreich und der Schweiz stieg das Album auf Platz 2 ein. Den Schallplattenauszeichnungen zufolge hat sich das Album über 110.000 Mal verkauft.[2]

Gastauftritte haben auf dem Album die Rapper Nyze, Kay One, Bizzy Montana, Chakuza und Summer Cem sowie die Sängerin Cassandra Steen, der Schlagersänger Karel Gott und der Komiker Oliver Pocher.[3] Ein Teil der Aufnahmen wurde von einem 80-köpfigen Orchester in Bratislava eingespielt.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Titel des Albums sagte Bushido: „Heavy Metal Payback hat für mich etwas Endgültiges. Das ist meine ganz persönliche Abrechnung. […] Mit diesem Album begrabe ich Deutsch-Rap ein für alle Mal!“ Mit dem Münchner Komponisten Martin Stock schrieb und komponierte er acht Songs selbst. Weiter sagte er, dass es für ihn eine neue Erfahrung war: „Mit den Partituren sind wir dann nach Bratislava gefahren und haben unsere Ideen vom slowakischen Nationalorchester neu einspielen lassen. Herr Stock hat dirigiert und 80 Musiker haben dazu gespielt. Ich hatte Gänsehaut – der reine Wahnsinn!“[4]

Insbesondere die Zusammenarbeit mit Karel Gott wurde medial beachtet. Die Idee dazu hatte Bushido im November 2007 während eines Fernsehauftritts von Karel Gott, bei dem er eine deutschsprachige Coverversion von AlphavillesForever Young“ sang und, so Bushido, „aus dem Staunen nicht mehr hinaus“ kam. Zum Zustandekommen sagte Bushido: „Wir tranken Espresso und ich erklärte ihm von meinem Vorhaben. Ich erzählte von meiner Mutter, ihrer Krankheit, meinem Leben, meiner öffentlichen Wahrnehmung und rechnete, wie so oft, mit einer Absage. Doch Herr Gott gab mir die Hand wie ein Gentleman und antwortete kurz und knapp: ‚Bushido, ich bin dabei‘.“[5]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den mit sechs Produktionen größten Anteil an der Entstehung des Albums trägt Bushido selbst, indem er in Zusammenarbeit mit Martin Stock die Titel Gangsta, Flug LH3516, Ich hoffe, es geht dir gut, Jenny, Hai Life und Mann im Spiegel produzierte. Letzteres entstand in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Max Mostley, der außerdem die Titel Merk dir eins und Autorität (Limited Box Edition) produzierte. Einen weiteren Anteil der Beats produzierten Gee Futuristic und X-plosive, die in Zusammenarbeit die Songs Hunde, die bellen, beißen nicht, Es kommt wie es kommt und Boomerang beisteuerten. Des Weiteren produzierte Gee Futuristic in Kooperation mit Cassandra Steen den Titel Bonnie und Clyde und zusammen mit Yeebrass den Titel Apres Ski, welcher auf der Premium Edition enthalten ist. Das Produzentenduo Beatlefield, bestehend aus den Künstlern Chakuza und DJ Stickle, steuerte die musikalische Untermalung der Stücke Paragraph 117, 4, 3, 2, 1 (Vielen Dank Aggro Berlin) und die erste Singleauskopplung Ching Ching bei. Zusätzlich produzierten sie die Beats der Stücke Kennst du die Stars und Hass auf der Premium Edition. Jeweils ein Titel wurde zudem von Srewaholic (Heavy Metal), Bizzy Montana (Die Träne fällt), O.C. Beats (Rolling Stone), Microphono (Outro), Auditory (Und sie dachten auf der Limited Box Edition) und Daniel Ward Melendez (So Ghetto auf der Premium Edition) produziert. Dabei ist anzumerken, dass Bizzy Montana außerdem die Songs Es gibt kein wir und Es klickt auf der Limited Box Edition produzierte.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Standard Edition beinhaltet 19 Lieder, die Premium Edition 23 und die Limited Deluxe Box 27. Auf der Premium Edition sind vier Zusatzlieder, eine Dokumentation und das Video für die erste Single Ching Ching, welche auch auf der Deluxe Box sind, zusätzlich vier weitere Bonuslieder und ein limitiertes T-Shirt mit dem Albumtitel.

Standard Edition

  1. Gangsta – 4:08
  2. Hunde, die bellen, beißen nicht – 4:03
  3. Paragraph 117 – 4:02
  4. Die Träne fällt (feat. Nyze) – 3:44
  5. Flug LH3516 – 4:12
  6. Merk dir eins – 3:44
  7. 4, 3, 2, 1 (Vielen Dank Aggro Berlin) – 3:49
  8. Ching Ching – 4:17
  9. Heavy Metal (feat. Kay One) – 3:26
  10. Ich hoffe, es geht dir gut (feat. Bizzy Montana) – 4:04
  11. Bonnie und Clyde (feat. Cassandra Steen) – 4:16
  12. Jenny – 3:44
  13. Hai Life – 3:54
  14. Es kommt wie es kommt – 3:26
  15. Für immer jung (feat. Karel Gott) – 4:29
  16. Rolling Stone – 4:02
  17. Boomerang – 3:54
  18. Mann im Spiegel – 4:44
  19. Outro – 1:48

Premium Edition (CD + DVD)

  1. Apres Ski – 3:45
  2. So Ghetto – 4:20
  3. Kennst du die Stars? (feat. Oliver Pocher) – 3:12
  4. Hass (feat. Chakuza) – 4:06

Limited Deluxe Box (2 CDs + DVD)

  1. Es gibt kein wir – 4:45
  2. Es klickt – 3:38
  3. Und sie dachten – 3:45
  4. Autorität (feat. Summer Cem) – 4:15

DVD von der Premium Edition sowie der limitierten Deluxe Box

  1. Dokumentation
  2. Fotoshooting Heavy Metal Payback
  3. Making of Ching Ching
  4. Extras[6][7][8]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommerzieller Erfolg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Album stieg auf Anhieb auf Platz eins der deutschen Charts ein, was Bushido, nach dessen Vorgängeralbum 7, zum zweiten Mal schaffte. In Österreich und der Schweiz erreichte das Album in der ersten Verkaufswoche jeweils Platz zwei.[9] In Deutschland erhielt das Album 2010 für über 100.000 verkaufte Einheiten eine Goldene Schallplatte. In Österreich wurde Heavy Metal Payback ein Jahr später für 10.000 verkaufte Einheiten mit derselben Auszeichnung bedacht.[2]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Professionelle Bewertungen
Kritiken
Quelle Bewertung
Laut [3]
Allmusic [10]
hiphop-jam.net [11]
rappers.in [12]

Das Black-Music-Portal rap2soul urteilte, dass „Heavy Metal Payback in der Summe überzeugt“, kritisiert jedoch „Ausreißer nach unten“. Neben viel Battle-Rap, bei dem Bushido zur Hochform auflaufen würde, zeige er auch seine gefühlvolle Seite und „teilweise überraschend offen seinen Abstand zum Ghetto-Leben, das er allerdings auf genügend Tracks weiter feiert“.[13]

Max Brandl urteilt auf laut.de, dass Bushido „seit geraumer Zeit nicht mehr die alte, selbst gelegte Messlatte […] erreicht“, jedoch „noch nie […] so tief […] darunter durchgerauscht“ sei. Angesichts der Tatsache, dass der letzte Split länger zurückliege, bleibe die „Vermutung, dass der gute alte Beef schlicht aus Mangel an guten Ideen herhalten muss“. Bushido solle sich „endlich seiner Straßen-Fesseln entledigen, zu dem stehen, was er inzwischen ist, und seine Musik seinem Kontostand und Lifestyle anpassen“ und sich, so sein Fazit, vom Gangsta-Rap abwenden.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Offizielle Deutsche Charts - Offizielle Deutsche Charts. Abgerufen am 18. April 2019.
  2. a b Auszeichnungen für Schallplattenverkäufe: DE AT
  3. a b c laut.de-Kritik, „Ich hab’ Deutschrap kaputt gemacht!“, Review von Max Brandl
  4. Kurz vor Heavy Metal Payback! Neues Bushido Album am 10. Oktober Rap2Soul vom 2. Oktober 2008
  5. Bushido trifft Karel Gott „Für immer jung“ rap2soul vom 7. Oktober 2008
  6. Premium-Edition
  7. Limited Deluxe Box (Memento vom 19. Juli 2011 im Internet Archive)
  8. discogs.com: Bushido (2) - Heavy Metal Payback
  9. Chartquellen: DE (Memento des Originals vom 29. Juni 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.musicline.de AT CH
  10. Allmusic: Review: Bushido - Heavy Metal Payback. Abgerufen am 21. Januar 2014.
  11. hiphop-jam.net: Review: Bushido - Heavy Metal Payback. Abgerufen am 21. Januar 2014.
  12. Bewertung: rappers.in
  13. Bushido – Heavy Metal Payback Kritik der rap2soul-Redaktion am 29. Oktober 2008