Heckenbeck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Heckenbeck
Koordinaten: 51° 53′ 9″ N, 9° 57′ 44″ O
Höhe: 164 (164–172) m
Einwohner: 500 (Jan. 2019)
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 37581
Vorwahl: 05563
Heckenbeck (Niedersachsen)
Heckenbeck

Lage von Heckenbeck in Niedersachsen

Heckenbeck und Hilprechtshausen aus der Luft
Heckenbeck und Hilprechtshausen aus der Luft

Heckenbeck ist ein Stadtteil der niedersächsischen Stadt Bad Gandersheim im Landkreis Northeim. Es ist mit etwa 495 Einwohnern der drittgrößte Ortsteil Bad Gandersheims.

Die Besonderheit des kleinen Dorfes ist, dass es ganz im Gegensatz zum drastischen Bevölkerungsrückgang im ländlichen Gebiet seit Jahren einen enormen Zuwachs der Einwohnerzahl registriert, sodass mittlerweile freier Wohnraum knapp bis gar nicht vorhanden ist.[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil liegt etwa vier Kilometer nordwestlich von Bad Gandersheim abseits größerer Durchgangsstraßen im Tal am Bachlauf der Mahmilch, umrahmt von den bewaldeten Höhenzügen des Hellebergs (298 Meter), des Steinbrinks (227 Meter) und des Wadenbergs (249 Meter). Angebunden an die Kreisstraße 641 befindet sich Heckenbeck unweit der B64, welche Bad Gandersheim mit Kreiensen verbindet. Zwei Kilometer nördlich befindet sich das ebenfalls zu Heckenbeck gehörende Gut Hilprechtshausen.

Etwa ein Kilometer nördlich der Ortschaft verläuft die ehemalige Grenze des Herzogtums Braunschweigs zum Königreich Hannover (und später Preußen), und stellt heute die Landkreisgrenze zwischen dem Landkreis Northeim und dem Landkreis Hildesheim dar.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt.[2]

Am 1. März 1974 wurde die vorher eigenständige Gemeinde Heckenbeck in die Stadt Bad Gandersheim eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher von Heckenbeck
Zeitraum Ortsvorsteher
bis 2011 Horst-Günter Frenzel
2011 – 2015 Ricarda Polzin
2015 – 2016 Sabine Gehrke
seit 2016 Niklas Kielhorn

Ortsvorsteher ist seit November 2016 Niklas Kielhorn.[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft bietet eine besondere wirtschaftliche Infrastruktur, unter anderem mit einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis, einer Hebammenpraxis, dem Kulturzentrum „Weltbühne Heckenbeck“, der Freien Schule, einem Kindergarten, einem Bioladen und einer Tischlerei. Weiterhin verfügt die Freiwillige Feuerwehr über 30 aktive Kameraden und zählt etwa 120 fördernde Mitglieder. Die örtliche Feuerwehr gewann im Jahre 2017 die Abschnittsswettkämpfe im Brandabschnitt Nord/Ost des Landkreises Northeim als beste TSF-Gruppe.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die „Zwillingsbuche“ (ein Kilometer südlich der Ortschaft entfernt) ist ein Naturdenkmal.

Heckenbeck hat durch seinen enormen Zuwachs eine Vielzahl von traditionellen[5] und anderen[6] dörflichen Aktivitäten.

Die Kirche wurde 1741 anstelle des Vorgängerbaus erbaut und 1914 und 1994 umgebaut.

Der 1964 gegründete Schützenverein „Horrido Heckenbeck“ zählt ca. 120 Mitglieder. Durch die Umrüstung auf elektronische Auswertung verfügt der Verein über einen der modernsten Schießstände in der Region. Eine Besonderheit des örtlichen Schützenvereins ist die starke Jugendabteilung die über den Kreis hinaus Bekanntheit genießt.[7]

Der 1948 gegründete Sportverein „SV Heckenbeck“ ist mit ca. 330 Mitgliedern größter Verein im Dorf.

Heckenbeck gewann 2011 auf Landkreisebene den Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft und zusätzlich den Sonderpreis des Landkreises für besondere Initiativen gegen den demografischen Wandel und für den Klimaschutz.[8] Darüber hinaus nahm der Ort Heckenbeck an dem Wettbewerb "Unser Dorf fährt elektrisch" teil und konnte sich auf dem zweiten Platz im Landkreis Northeim positionieren und dadurch E-Ladesäulen gewinnen.[9]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albert Methfessel, † 1869 in Heckenbeck

Auf dem Friedhof steht das Grabdenkmal des Komponisten und „Altmeisters der Liederkunst“ Albert Methfessel, der am 23. März 1869 hier gestorben ist. Der Ort wird deshalb auch „Methfesseldorf“ genannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heckenbeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beitrag im Netzwerk Ländliche Räume (Memento des Originals vom 15. Juni 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.netzwerk-laendlicher-raum.de
  2. a b Heckenbeck. Stadt Bad Gandersheim, abgerufen am 9. April 2017.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart u. a. 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 269.
  4. Konstantin Mennecke: Wettkämpfe: Heckenbeck und Altgandersheim siegen. Abgerufen am 27. April 2018.
  5. Offizielle Webseite von Heckenbeck
  6. Übersicht über die Projekte „Netzwerk/Gemeinschaft in Heckenbeck“
  7. Schützenverein Horrido Heckenbeck e.V. Abgerufen am 27. April 2018.
  8. Pressemeldung der Stadt Bad Gandersheim „Heckenbeck holt Preisgeld für den ersten Platz“@1@2Vorlage:Toter Link/www.bad-gandersheim-online.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. Die Dörfer Schlarpe, Eisdorf und Klein Schneen erhalten Geld für Elektro-Autos. In: www.HNA.de. 9. November 18, abgerufen am 28. Januar 2019.