Hedda Hopper

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Hedda Hopper (1929)

Hedda Hopper, geborene Elda Furry, (* 2. Mai 1885[1] in Hollidaysburg, Pennsylvania, USA; † 1. Februar 1966 in Hollywood, USA) war eine US-amerikanische Schauspielerin, die ab den 1930er-Jahren zu einer bekannten und einflussreichen Gesellschaftskolumnistin in Hollywood wurde.

Leben[Bearbeiten]

Hedda Furry wurde als Tochter eines Fleischers in Pennsylvania geboren. Bereits in jungen Jahren kam sie nach New York, wo sie mit eher bescheidenem Erfolg am Broadway arbeitete. Von 1913 bis zu ihrer Scheidung 1922 war sie mit dem bekannten Theaterschauspieler DeWolf Hopper (1858–1935) verheiratet. Der 1915 geborene Schauspieler William Hopper, bekannt als Darsteller aus der Fernsehserie Perry Mason, war der Sohn Hoppers. Nach der Scheidung von ihrem Ehemann, dessen Nachnamen sie allerdings behielt, zog sie mit ihrem Sohn nach Hollywood.

In den 1920er und 1930er Jahren arbeitete Hedda Hopper zunächst als Nebendarstellerin in Filmen, so in Alice Adams mit Katharine Hepburn und Wie Du mich wünschst mit Greta Garbo. Häufig war sie in ihren Filmen auf die Rolle der angesehenen High-Society-Dame festgelegt, als Hauptdarstellerin konnte sie sich aber nicht durchsetzen. Unzufrieden mit der Verlauf ihrer Karriere, entschied sich Hopper 1936 zum Wechsel in das journalistische Fach. Sie trat jedoch gelegentlich weiterhin in Filmen auf, so spielte Hopper sich selbst in einem Gastauftritt in Billy Wilders Boulevard der Dämmerung (1950). Hopper etablierte sich als Konkurrentin von Louella Parsons als eine der führenden Gesellschaftskolumnistinnen des Landes. Aus Hollywood berichtete sie über viele Jahre für ein breites Publikum in Zeitungen, Kurzfilmen oder Radiosendungen.

Hedda war bekannt für ihre teilweise extravaganten Hüte und ihre jahrelangen, in der Öffentlichkeit ausgetragenen Streitereien mit Elsa Maxwell und der Schauspielerin Constance Bennett. Sie war nicht zimperlich, wenn es darum ging, ihr missliebige Personen zu diskreditieren. Eine bevorzugte Zielscheibe von ihr war Orson Welles und vor allem dessen Film Citizen Kane, den sie im Auftrag von William Randolph Hearst, für dessen Zeitschriften sie teilweise exklusive Kolumnen schrieb, heftig angriff. Gegen Ende der 1940er Jahre begann ihr Einfluss zu schwinden. Ein neuer, sehr viel aggressiverer Journalismus, wie ihn das Magazin 'Confidential' verkörperte, verdrängte rasch die herkömmlichen medisanten, aber meist inhaltsarmen Geschichten aus Hollywood. Nicht wenige behaupten, sie habe dem damaligen FBI-Chef J. Edgar Hoover Informationen zugespielt. Während der McCarthy-Ära soll Hopper zahlreiche Schauspieler sogenannter „unamerikanischer Umtriebe“ bezichtigt haben, so gehörte auch der als Kommunist verdächtigte Charlie Chaplin zu ihren Zielscheiben. Politisch stand die Republikanerin Ronald Reagan nahe.

Hopper nahm für sich in Anspruch, Claudette Colbert 1944 zu der Hauptrolle Als du Abschied nahmst überzeugt zu haben. Obwohl sie durchaus eine bedeutende Stellung in Hollywood hatte, darf ihr tatsächlicher Einfluss, wie auch der ihrer Kollegen, insgesamt nicht überschätzt werden. Die Studios schützten ihre Stars vor der Veröffentlichung wirklich brisanter Enthüllungen. Die meisten Geschichten von Hopper drehten sich um mehr oder weniger erfundene Romanzen und Modefragen. Sie war gut mit Joan Crawford bekannt, die ihr viele 'exklusive' Geschichten zuspielte. 1966 verstarb sie im Alter von 80 Jahren an einer Lungenentzündung.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

In Filmen[Bearbeiten]

  • Hedda Hopper wurde 1985 von Jane Alexander in dem Fernsehfilm Malice in Wonderland gespielt. Elizabeth Taylor, die selbst oft unter den Klatschreporterinnen von Hollywood zu leiden hatte, verkörperte Hoppers Rivalin Louella Parsons.
  • Hedda Hopper wurde 1995 von Katherine Helmond in dem Fernsehfilm Liz: The Elizabeth Taylor Story gespielt.
  • Hedda Hopper wurde 2001 von Joanne Linville in dem Fernsehfilm James Dean gespielt.

Weblinks[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. lt. Findagrave: 1890