Heißer Sommer (Film)

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Filmdaten
OriginaltitelHeißer Sommer
ProduktionslandDDR
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr1968
Länge97 Minuten
Stab
RegieJoachim Hasler
DrehbuchMaurycy Janowski
Joachim Hasler
Dieter Scharfenberg (Dramaturgie)
ProduktionDEFA, KAG „Johannisthal“
Horst Dau (Produktionsleitung)
MusikGerd Natschinski
Thomas Natschinski
KameraJoachim Hasler
Roland Dressel
SchnittAnneliese Hinze-Sokoloff
Besetzung

Die Jungen:

Die Mädchen:

Erwachsene:

Heißer Sommer ist ein vom DEFA-Studio für Spielfilme, „Gruppe Johannisthal“[1] produzierter komödiantischer Musikfilm aus dem Jahr 1968. Er war – nach Zuschauerzahlen – einer der erfolgreichsten Filme der DDR.[2] Im Mai 2016 veröffentlichte die regionale Tageszeitung Freie Presse das Ergebnis der Umfrage nach dem beliebtesten DEFA-Film aller Zeiten, der Kino-Erfolg Heißer Sommer wurde von den Lesern auf den ersten Platz gewählt.[3]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Trampen nach Norden kreuzen sich immer wieder die Wege von elf Oberschülerinnen aus Leipzig und zehn Oberschülern aus Karl-Marx-Stadt. Schließlich landen alle in einem kleinen Dorf an der Ostsee. Gegenseitig spielen sich die Gruppen immer wieder Streiche, und auch die ersten Liebeleien lassen nicht lange auf sich warten.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde in Ost-Berlin, Leipzig, Greifswald (Wieck) und auf Rügen und Usedom gedreht. Er hatte seine Premiere am 21. Juni 1968 auf der Rostocker Freilichtbühne und kam am 28. Juni 1968 in die DDR-Kinos.

Neben Frank Schöbel und Chris Doerk singen im Film Gerti Möller, die die Gesangspassagen für Regine Albrecht übernahm, und Ingo Graf in den Gesangspassagen für Hanns-Michael Schmidt. Die Liedertexte stammen von Jürgen Degenhardt und Hartmut König. Musikalisch werden die Songs vom Tanzorchester des Berliner Rundfunks unter Leitung von Günter Gollasch begleitet.

2003 wurde der Film auf DVD veröffentlicht und von der FSK als „freigegeben ab 0 Jahren“ eingestuft.

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1968 erschien auf AMIGA (AMIGA 8 55 099) die Filmmusik unter dem gleichnamigen Titel „Heißer Sommer“.

Seite 1

  1. Heißer Sommer
  2. Das darf nicht wahr sein
  3. Männer, die noch keine sind
  4. Wir
  5. Tanz am Strand
  6. Woher willst du wissen, wer ich bin?

Seite 2

  1. Was erleben
  2. Ein Sommerlied
  3. Fang doch den Sonnenstrahl - Frank Schöbel mit Gerti Möller
  4. Ich fand die eine
  5. Es war mal ein Mädchen - Ingo Graf
  6. Einmal muß ein Ende sein
  7. Finale „Heißer Sommer“

Neuaufführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 erlebte das Musical als Bühnenstück am Volkstheater Rostock eine Wiederkehr. Die Fassung wurde geschrieben von Axel Poike mit den Komponisten Gerd Natschinski und Thomas Natschinski sowie Thomas Bürkholz als musikalischem Leiter. Vom 12. Juli 2009 bis 9. August 2009 wurde eine neu arrangierte Bühnenfassung auf der Regattastrecke Berlin-Grünau unter der Leitung von Wolfgang Bordel aufgeführt.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lexikon des internationalen Films: „Die Erlebnisse von Oberschülern und -schülerinnen während ihres Ferienaufenthaltes an der Ostsee dienen als dünner Handlungsfaden für teils etwas naive Musik- und Tanzeinlagen. Mit den Schlagerstars Chris Doerk und Frank Schöbel prominent besetzt, avancierte die heiter-unverbindliche Sommergeschichte, die Gemeinschaftsgeist propagiert und egoistischen Haltungen eine Abfuhr erteilt, zum Kultfilm.“[4]
  • Renate Holland-Moritz, Die Eule im Kino, 1981: „Das dürftige Gerippe scheint von Maurycy Janowski vor allem als Beschäftigungstherapie für eine Schar jugendlicher Anfänger erdacht worden zu sein.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Filmographie der Künstlerischen Arbeitsgruppe "Johannisthal", auf Internet Movie Database
  2. Die erfolgreichsten Filme der DDR, auf insidekino.com mit Zuschauerzahlen
  3. Freie Presse - Umfrage: 1. Platz: "Heißer Sommer". Chris Doerk als Stupsi und Frank Schöbel als Kai in dem Streifen, der von Kritikern verrissen und vom Publikum geliebt wurde.
  4. Heißer Sommer. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 5. März 2017.