Bügelmaschine

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Professionelle Heißmangel (1956)
Bügelmaschine in einem privaten Haushalt (1957)

Eine Bügelmaschine, auch Heißmangel (Zylindermangel, Muldenmangel) oder Walzbügler genannt, ist ein Gerät aus der Wäschereitechnik und dient der Textilpflege. Dienstleistungsbetriebe, die für Privathaushalte Wäsche mangeln, werden oft allgemein als Heißmangelbetriebe bezeichnet. Historische Vorgänger der Heißmangeln sind die Kaltmangeln. Im Oberbegriff der Mangel (beziehungsweise Wäschemangel) werden Heißmangel und Kaltmangel zusammengefasst.

Arbeitsweise und Verwendungsbereich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Textilien werden mittels einer großen, stoffbespannten Rolle eingezogen und dabei unter hohem Anpressdruck durch eine aus Metall bestehende, beheizte Mulde gezogen. Je nach Variante hebt und senkt sich dabei entweder die Mulde oder die Rolle. Die Drehgeschwindigkeit der Walze und die Arbeitstemperatur können variiert werden. Textilien werden so in einem Arbeitsgang geglättet und getrocknet. Das Verfahren eignet sich vor allem für Flachwäsche wie Laken, Bettbezüge, Kopfkissenbezüge, Tischdecken oder Geschirrtücher. Das Bügeln von Kleidungsstücken bedarf besonderer Vorsicht und Erfahrung, da die Maschine sie zerknittern oder sogar beschädigen kann. Daher werden Kleidungsstücke im Allgemeinen nicht mit einer Bügelmaschine gebügelt.

Konstruktive Details[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schemazeichnung einer Zylindermangel

Gewerbliche Muldenmangeln werden vorwiegend in Wäschereien mittlerer und gehobener Größe eingesetzt. Es gibt Mangeln verschiedener Bauarten, die sich durch Breite, Art der Wäschezuführung, Heiztechnik, Anzahl und Aufbau der Walzen unterscheiden. Heute übliche Größen gehen von 800 Millimeter bis 2000 Millimeter Walzendurchmesser und Arbeitsbreiten von bis zu 4000 Millimeter. Die Anzahl der Walzen pro Muldenmangel ist dabei üblicherweise auf vier Stück begrenzt. Die Beheizung erfolgt bei solchen Gewerbemaschinen über Dampf oder Thermo-Öl, welches direkt in der Maschine mittels Gasbrenner erwärmt wird. Der entstehende Wasserdampf wird mit Ventilatoren über eine eventuell vorhandene Wärmerückgewinnung ins Freie geführt.

Auch Haushaltsbügelmaschinen können mehr als 100 cm breite Walzen haben. Für leichtere Lagerung sind sie häufig zusammenklappbar und können hochkant stehend aufbewahrt werden. Moderne Varianten besitzen zusätzlich einen eingebauten Boiler. In diesem wird Wasserdampf erzeugt, der durch einen Spalt oder über eine kleine zusätzliche Rolle an die Textilien gebracht wird – das erlaubt eine Art des Dampfbügelns. Es kann die Mulde oder die Walze beheizt werden. Früher wurde oft mit Gas, heute meist elektrisch geheizt.[1] Die Mulde kann auch mit Dampf oder Thermo-Öl beheizt werden.[2] Bei Zylindermangeln wird die Wäsche mit „Bügelbändern“ (oder Gurten) und Anpressrollen an einem beheizbaren, rotierenden Zylinder vorbeigeführt.

Hersteller[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bügelmaschine aus einem alten Gemeinschafts-Waschhaus in Klausen/Remscheid

Bügelmaschinen werden von Herstellern von Haushaltsgeräten und für den professionellen Bereich von Unternehmen der Textilmaschinenindustrie, der Wärmetechnik und des Maschinenbaues hergestellt. Modelle für den Hausgebrauch kosten etwa 600 bis 2000 Euro. Für großtechnische Anwendungen können die Maschinen über 22.000 Euro kosten.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lajos Joos: Praxis der Gasanwendungstechnik in Haushalt und Gewerbe Vulkan-Verlag, Essen 2002, ISBN 3-8027-3506-4, Seite 296ff.
  2. Artikel Wäschemangeln. auf www.hauswirtschaft.info (abgerufen am 10. August 2016)