Heideflächen mittleres Lüßplateau

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NSG Heideflächen mittleres Lüßplateau

IUCN-Kategorie IV – Habitat-/Species Management Area

Heideblüte in Tiefental im NSG (2007)

Heideblüte in Tiefental im NSG (2007)

Lage Südheide, Niedersachsen, Deutschland
Fläche 2,93 km²
Kennung NSG LÜ 212
WDPA-ID 163582
Natura-2000-ID DE-3126-331
FFH-Gebiet 2,783 km²
Geographische Lage 52° 49′ N, 10° 10′ OKoordinaten: 52° 48′ 50″ N, 10° 9′ 46″ O
Heideflächen mittleres Lüßplateau (Niedersachsen)
Heideflächen mittleres Lüßplateau
Meereshöhe von 88 m bis 115 m
Einrichtungsdatum 16.07.1995
Verwaltung NLWKN

Die Heideflächen mittleres Lüßplateau sind ein Naturschutzgebiet in der Gemeinde Südheide im niedersächsischen Landkreis Celle. Das Naturschutzgebiet besteht seit 1995 und umfasst drei räumlich voneinander getrennte Teilflächen mit einer Gesamtgröße von etwa 293 Hektar: die Misselhorner Heide, die Heide am Schillohsberg und die Heideflächen am Weesener Weg. Die zuständige Naturschutzbehörde ist der Landkreis Celle.

Die beiden größeren Teilflächen des Naturschutzgebiets liegen außerdem im FFH-Gebiet „Heiden und Magerrasen in der Südheide“ (Landes-Nr. 277, Kennung DE-3126-331), das noch mehrere andere Flächen umfasst. Diese Teilflächen sind dadurch Bestandteil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000.

Gebietsbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Misselhorner Heide mit einem Teilgebiet, das „Tiefental“ genannt wird, hat eine Größe von ca. 209 ha. Es beginnt 2 km östlich von Hermannsburg und besteht überwiegend aus Heideflächen. Diese sind fast ausschließlich mit der Besenheide (Calluna vulgaris) bewachsen. Nur vereinzelt findet man auf den feuchteren Standorten auch die Glocken-Heide (Erica tetralix). Auf einigen kleineren moorigen Flächen und Wasserflächen finden sich Wasserschläuche (Utricularia), eine im Wasser treibende fleischfressende Pflanzenart, die im deutschen Raum gefährdet und teilweise stark gefährdet ist, sowie den ebenfalls geschützten Mittleren Sonnentau (Drosera intermedia), auch eine fleischfressende Pflanze. Weiter finden wir hier das geschützte Wald-Läusekraut (Pedicularis sylvatica), das sich auch auf der Roten Liste der gefährdeten Gefäßpflanzen Deutschlands befindet, und den seltenen Lungen-Enzian (Gentiana pneumonanthe). Ganz vereinzelt findet man auch noch Wollgräser auf diesen Flächen.

Gedenkstein zur Missionsfeier

Hier im „Tiefental“ befindet sich ein Gedenkstein, der 1999 anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Hermannsburger Mission gesetzt wurde. Der Stein soll daran erinnern, dass an dieser Stelle in früheren Zeiten das Missionsfest gefeiert wurde. Es existiert ein Gemälde, datiert auf 1855, das den Gründer der Mission Ludwig Harms hier unter freiem Himmel predigend darstellt.

Heidschnucken in der Misselhorner Heide

Die andere Fläche des Naturschutzgebietes, die „Heide am Schillohsberg“ hat eine Flächengröße von ca. 73 ha. Sie liegt östlich von Lutterloh. Es ist eine reine Heidefläche, ebenso wie die „Heideflächen am Weesener Weg“ mit einer Größe von ca. 11 ha, die unmittelbar nördlich von Lutterloh liegen.

Durch das Gebiet führen verschiedene sowohl regionale als auch internationale Wanderwege. Unter anderem der Europäische Fernwanderweg E1, der Heidschnuckenweg und der deutsche Jakobsweg Via Scandinavica[1].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heideflächen mittleres Lüßplateau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Jakobswege Übersicht