Heidenfeld

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Heidenfeld
Gemeinde Röthlein
Koordinaten: 49° 57′ 59″ N, 10° 12′ 17″ O
Einwohner: 1463 (31. Dez. 2016)
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Heidenfeld (Bayern)
Heidenfeld

Lage von Heidenfeld in Bayern

Panorama von Heidenfeld
Das Kloster „Maria Hilf“

Heidenfeld ist ein Dorf im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt. Die ehemals selbstständige Gemeinde bildet seit der Gebietsreform, die am 1. Mai 1978 wirksam wurde, mit Hirschfeld und Röthlein die neue Gemeinde Röthlein.[1]

Heidenfeld hat 1.463 mit Hauptwohnung gemeldete Einwohner (Stand 31. Dezember 2016)[2].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde „Heidenvelt“ im Jahre 1069 durch die Gründung des Klosters Heidenfeld. Bei der Säkularisation des Klosters zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die selbstständige Pfarrei St. Laurentius mit ca. 450 Einwohnern gegründet. Etwa zur gleichen Zeit wurde auch eine politische Gemeinde etabliert.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zählte man in Heidenfeld 564 Einwohner und 111 Anwesen. 1928 war die Einwohnerzahl auf 680 angewachsen. Das Dorf Heidenfeld mit Kloster hatte damit seinen bisherigen Einwohnerhöchststand erreicht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den umliegenden Wäldern befinden sich keltische Hügelgräber, deren Entstehungszeit auf 1200 v. Chr. geschätzt wird.

Das Kloster Maria Hilf wurde nach den Plänen von Balthasar Neumann gebaut.

In der Pfarrkirche St. Laurentius ruhen die Gebeine des seliggesprochenen Märtyrers Liborius Wagner. Für viele Wallfahrer sind diese Gebeine der Grund für ihren Besuch.

Berühmte Heidenfelder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein namhafter Sohn Heidenfelds war Kardinal Michael von Faulhaber. Er hat den späteren Papst Benedikt XVI. gefirmt und zum Priester geweiht.

Hubert Franz Maria Graf von Andlau-Homburg wurde am 7. Juni 1868 in Heidenfeld geboren. Er war Senator von Elsass-Lothringen und von 1902−1935 Bürgermeister von Stotzheim (Elsass); dort ist er auch am 3. November 1959 verstorben.

Vereine und Verbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Vereine und Verbände sind unter anderen hier ansässig:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kunstdenkmäler des Königreiches Bayern, III,17, Stadt und Bezirksamt Schweinfurt. München 1917. (Nachdruck München, 1983, ISBN 3-486-50471-1), S. 165 mit Abb. 125–126 (Pfarrkirche)
  • Johannes Zimmermann: Heidenfeld – Pfarrei und Dorf, 1141-1991. Pfarramt Heidenfeld 1995. Rezension: Würzburger Diözesangeschichtsblätter 58 (1996), S. 295–296 (Stefan Römmelt)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 753.
  2. Gemeinde Röthlein: Zahlen & Fakten