Heidesee

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heidesee
Heidesee
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heidesee hervorgehoben

Koordinaten: 52° 15′ N, 13° 46′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Höhe: 35 m ü. NHN
Fläche: 135,67 km2
Einwohner: 7091 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 52 Einwohner je km2
Postleitzahl: 15754
Vorwahlen: 033763, 033767, 033768
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 217
Gemeindegliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lindenstraße 14b
15754 Heidesee
Website: www.heidesee-online.de
Bürgermeister: Björn Langner (Bürger für Bürger)
Lage der Gemeinde Heidesee im Landkreis Dahme-Spreewald
Alt Zauche-WußwerkBerstelandBestenseeByhleguhre-ByhlenDrahnsdorfEichwaldeGolßenGroß KörisHalbeHeideblickHeideseeJamlitzKasel-GolzigKönigs WusterhausenKrausnick-Groß WasserburgLieberoseLübbenLuckauMärkisch BuchholzMärkische HeideMittenwaldeMünchehofeNeu ZaucheRietzneuendorf-StaakowSchlepzigSchönefeldSchönwaldSchulzendorfSchwerinSchwielochseeSpreewaldheideSteinreichStraupitz (Spreewald)TeupitzUnterspreewaldWildauZeuthenBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Heidesee (niedersorbisch Wysoki jazor) ist eine amtsfreie Gemeinde im Nordosten des Landkreises Dahme-Spreewald in Brandenburg in Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heidesee liegt etwa 30 Kilometer südöstlich des Stadtzentrums von Berlin und zehn Kilometer östlich der ehemaligen Kreisstadt Königs Wusterhausen in einer Heidelandschaft mit Wäldern (vorwiegend Kiefernwäldern), Seen, Flüssen und Kanälen. Die Ortsteile umschließen die Blossiner Heide. Die Gemeinde liegt zwischen dem Wolziger See, dem Fluss Dahme und dem Oder-Spree-Kanal am Südrand des Berliner Urstromtals. Die Landschaft wurde durch die Weichseleiszeit (vor etwa 10000 bis 20000 Jahren) geformt.

Die Gemeinde Heidesee reicht im Norden von der Bundesautobahn 12 und der Grenze des Landkreises Dahme-Spreewald bis zur Bundesstraße 246 im Süden und von der Bundesstraße 179 im Westen bis zur Grenze des Landkreises Dahme-Spreewald im Osten.

Nachbargemeinden

An Heidesee grenzen folgende Gemeinden: Storkow (Mark), Tauche, Münchehofe, Groß Köris, Bestensee und Königs Wusterhausen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heidesee untergliedert sich nach seiner Hauptsatzung[2] in elf Ortsteile und vier bewohnte Gemeindeteile:[3][4]:

Dazu kommen folgende Wohnplätze: Bergschäferei, Bindow-Dorf, Bindow-Süd, Dudel, Forsthaus Dubrow, Forsthaus Frauensee, Forsthaus Prieros, Forsthaus Sauberg, Kolberger Ablage, Neubrück-West, Neustadt, Pläns, Prieros-Ziegelei, Prierosbrück, Prieroser Mühle, Sandschäferei, Schliebenbusch, Siedlung am Dolgenhorst, Siedlung Uhlenhorst, Siedlung Waldfrieden, Streganz-Pechhütte, Streganzberg und Wolziger Kolonie.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutigen Ortsteile der Gemeinde gehörten seit 1817 zum Kreis Beeskow-Storkow (Gräbendorf und Gussow zum Kreis Teltow) in der preußischen Provinz Brandenburg. Im Jahr 1952 wurden die Orte in den Kreis Königs Wusterhausen im DDR-Bezirk Potsdam eingegliedert. Seit 1993 liegen sie im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald.

Die Gemeinde Heidesee entstand im Zuge der Gebietsreform am 26. Oktober 2003 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Bindow, Blossin, Dannenreich, Friedersdorf, Kolberg und Prieros.[5] Die Gemeinden Dolgenbrodt, Gräbendorf, Gussow, Streganz und Wolzig wurden zum selben Datum per Gesetz in die neu gebildete Gemeinde Heidesee eingegliedert. Gleichzeitig wurde das von 1992 bis 2003 existierende Amt Friedersdorf aufgelöst.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2003 7 069
2004 7 021
Jahr Einwohner
2005 7 035
2006 7 078
2007 7 082
2008 7 041
2009 7 058
Jahr Einwohner
2010 7 039
2011 6 946
2012 6 903
2013 6 864
2014 6 828
Jahr Einwohner
2015 6 889
2016 7 071
2017 7 140
2018 7 140
2019 7 091

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[7][8][9]: Stand 31. Dezember, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2019
Wahlbeteiligung: 66,0 %
 %
30
20
10
0
20,7 %
17,7 %
15,9 %
15,9 %
12,8 %
9,1 %
8,0 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Unabhängige Wählergruppe Heidesee
b Bürger für Bürger
g Unabhängige Wählergemeinschaft Friedersdorf

Die Gemeindevertretung von Heidesee besteht aus 18 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 ergab folgende Sitzverteilung:[10]

Partei / Wählergruppe Sitze
Unabhängige Wählergruppe Heidesee 4
Bürger für Bürger 3
AfD 3
Die Linke 3
CDU 2
SPD 2
Unabhängige Wählergemeinschaft Friedersdorf 1

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003–2019: Siegbert Nimtz[11]
  • seit 2019: Björn Langner (Bürger für Bürger)

Langner wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 22. September 2019 mit 53,9 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren[12] gewählt.[13]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 3. Juni 2004 genehmigt.

Blasonierung: „Schräggeteilt von Gold und Blau, oben ein geädertes, grünes Eichenblatt mit Frucht, unten ein stehender silberner Reiher.“[14]

Die Gemeinde Heidesee hat als Wappen das Wappen der vormals eigenständigen Gemeinde Gräbendorf übernommen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimatmuseum in Prieros

In der Liste der Baudenkmale in Heidesee und in der Liste der Bodendenkmale in Heidesee stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Naturdenkmale

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heidesee liegt mit seinen Ortsteilen Gräbendorf und Prieros an der Bundesstraße 246 zwischen Zossen und Storkow. Die Anschlussstelle Friedersdorf der Bundesautobahn 12 Berlin–Frankfurt (Oder) befindet sich auf dem Gemeindegebiet.

Der Bahnhof Friedersdorf liegt an der Bahnstrecke Königs Wusterhausen–Grunow und wird von der Regionalbahnlinie 36 Königs Wusterhausen–Beeskow–Frankfurt (Oder) bedient.

Im Ortsteil Friedersdorf befindet sich ein Segelflugplatz (ICAO-Code EDCF)

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet gibt es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten, insbesondere für Kinder- und Jugendreisen[15]:

  • Kinder- und Jugenderholungszentrum KiEZ Frauensee im OT Gräbendorf
  • Kinder- und Jugenderholungszentrum KiEZ Hölzerner See im OT Gräbendorf
  • Jugendbildungszentrum im OT Blossin
  • Pfauenhof im OT Kolberg
  • Kinder-, Jugend- u. Familiennaherholung im OT Prieros
  • Gästehäuser der Berliner Stadtmission OT Gussow
  • Kinderbauernhof im OT Gussow
  • Ferien- und Freizeitzentrum im OT Blossin
  • Fuchsbau im OT Prieros
  • Kunterbuntehof im OT Streganz
  • CVJM-Heim im OT Gussow

Mit diesen Einrichtungen hat Heidesee, gemessen an den Gesamtübernachtungszahlen, wohl den größten Anteil von Kinder- und Jugendreisen an den Gesamtübernachtungszahlen in Deutschland.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedersdorf

Gräbendorf

Prieros

Wolzig

  • Arthur Koetz (1896–1953), Schriftsteller, lebte in Wolzig
  • Lutz Jahoda (* 1927), Sänger und Entertainer, lebt seit 1964 in Wolzig[17]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Heidesee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2019 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Lesefassung der Hauptsatzung der Gemeinde Heidesee. Abgerufen am 5. Juli 2019.
  3. a b Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg – Gemeinde Heidesee
  4. ISBN 3-515-08664-1 Die Ortsnamen des Kreises Beeskow-Storkow; Seiten 226 bis 228
  5. Bildung einer neuen Gemeinde Heidesee. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 15. Mai 2002. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 13. Jahrgang, Nummer 22, 29. Mai 2002, S. 562 PDF
  6. Sechstes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree und Spree-Neiße (6.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003, Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S. 93
  7. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald, S. 14–17
  8. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  9. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  10. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  11. Kommunalwahlen 26. Oktober 2003. Bürgermeisterwahlen, S. 23
  12. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
  13. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 22. September 2019
  14. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  15. Marketingplan Dahme-Seenland 2013. Abgerufen am 26. Dezember 2015.
  16. Abriss eines Sommerhauses – hier lebte mal Anna Seghers. In: Märkische Allgemeine, 3. August 2018
  17. Lutz Jahoda. In: Biographische Datenbank der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur