Heike Jochum

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Heike Jochum (2015)
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Heike Jochum (* 1. Juni 1968 in Rodalben) ist Direktorin des Osnabrücker Instituts für Finanz- und Steuerrecht und Autorin zahlreicher Publikationen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heike Jochum wuchs in Pirmasens auf, wo sie noch heute lebt. Nach dem Abschluss einer Ausbildung zur Bankkauffrau arbeitete sie fünf Jahre im Firmenkundengeschäft. Nachdem sie sich zur Bankfachwirtin fortgebildet hatte, studierte sie seit 1994 Rechtswissenschaften an der Universität des Saarlandes. Im Anschluss an ihr erstes juristisches Staatsexamen war sie als wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl von Rudolf Wendt tätig. Sie war Rechtsreferendarin am pfälzischen Oberlandesgericht.

Jochum wurde im Jahr 2000 promoviert und legte im selben Jahr das zweite juristische Staatsexamen ab. Ihre Tätigkeit am Lehrstuhl von Wendt behielt sie bei. 2001 begann sie ein Aufbaustudium an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer, welches sie im April 2002 mit einer Magisterprüfung abschloss. Im Jahr 2004 habilitierte sie sich und wurde kurz darauf zur Oberassistentin am Lehrstuhl von Wendt ernannt.

Von 2006 bis 2018 leitete sie an der Universität Osnabrück das Institut für Finanz- und Steuerrecht. Ihre Forschungsschwerpunkte sind das Steuerrecht und das Finanz- und Haushaltsrecht.

Auf Ihre Initiative hin wurde gemeinsam mit den Universitäten in Tilburg und Münster die Deutsch-Niederländische Forschungsstelle „Steuern im Grenzgebiet“ eingerichtet.[1]

Verbands- und Gremientätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 wurde Jochum in den Vorstand des Osnabrücker Steuerforums an der Universität Osnabrück berufen. Ebenfalls 2006 wurde sie in den Finanz- und Steuerausschuss der IHK Osnabrück-Emsland berufen. Sie ist Mitglied des Landesjustizprüfungsamtes im Niedersächsischen Justizministerium. Von 2007 bis 2012 gehörte sie dem Wissenschaftlichen Beirat der Niedersächsischen Verwaltungsblätter an. Sie ist Mitglied der Study Group European Universities Cooperation on Taxes (EUCOTAX), der European Association of Tax Law Professors (EATLP) und der International Fiscal Association (IFA). 2012 wurde sie in den Senat der Universität Osnabrück gewählt. Sie ist als Steuerberaterin zugelassen und Aufsichtsratsmitglied verschiedener deutscher Unternehmen.

Kinder- und Jugendhilfestiftung Rainer Jochum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 1. Januar 2011 errichtete Jochum zusammen mit ihrer Schwester die Kinder- und Jugendhilfestiftung Rainer Jochum mit Sitz in ihrer Heimatstadt Pirmasens. Zweck der Stiftung sind Förderung, Ausbau und Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe in Pirmasens.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Stiftungspreis der Dr. Feldbausch-Stiftung
  • 2010: Hans-Mühlenhoff-Preis für gute Lehre

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zur Frage der Verfassungsmäßigkeit des Lizenzversagungsgrundes § 6 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 PostG – (ISBN 978-3428104482) Duncker & Humblot, Berlin 2001
  • Verwaltungsverfahrensrecht und Verwaltungsprozessrecht (ISBN 3-16-148540-8) Mohr Siebeck, Tübingen 2004
  • Grundfragen des Steuerrechts. Eine verfassungsrechtliche und methodische Einführung für Lehre und Praxis (ISBN 978-3-16-152047-1) Mohr Siebeck, Tübingen 2012
  • Introduction to German Tax Law, zusammen mit Philipp Thiele (ISBN 978-3415051133) Boorberg, Stuttgart 2013
  • Grenzüberschreitende Unternehmen: Direktinvestitionen, Beteiligungen und Hybride Gesellschaften nach dem neuen DBA Deutschland – Niederlande (ISBN 978-3-415-05445-5) Boorberg, Stuttgart 2015 (zweisprachig Deutsch-Englisch)
  • Taxing German - Dutch crossborder business activities, legal comparison and the goal of harmonisation and simplification, Hrsg. Jochum/Essers/Englisch (ISBN 978-3981489477) Schöpe, Nordhorn 2015
  • Freiheit, Gleichheit, Eigentum - Öffentliche Finanzen und Abgaben, Festschrift für Rudolf Wendt, Hrsg. Jochum/Elicker/Lampert/Bartone, (ISBN 978-3428140176) Duncker & Humblot, Berlin 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsch - Niederländische Forschungsstelle "Steuern im Grenzgebiet" der Universitäten Osnabrück, Tilburg und Münster. Webpräsenz der Universität Osnabrück, abgerufen 8. März 2017
  2. Stiftungen. Abgerufen am 16. Oktober 2018.