Heike Raab

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Heike Raab, 2014

Heike Raab (* 8. April 1965 in Cochem) ist eine deutsche Politikerin (SPD) und Staatssekretärin sowie Mitglied im Europäischen Ausschuss der Regionen.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1984 absolvierte Raab das Abitur in Koblenz und machte eine Ausbildung als Krankengymnastin an der RWTH Aachen. 1988 bis 1992 studierte sie Politikwissenschaften, Öffentliches Recht und Spanisch an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und schloss mit dem Magister Artium ab. Während eines Auslandsaufenthaltes in Madrid am Instituto de Relaciones Europeo-Latinoamericanas arbeitete sie über die wirtschaftlichen Beziehungen der EU und Lateinamerika.

Politische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1989 trat Raab in die SPD ein und wurde Mitglied des Kreisvorstands in Cochem-Zell, dessen stellvertretende Vorsitzende sie heute ist. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Bundestag wurde sie 1993 persönliche Referentin des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Rudolf Scharping. Von 1994 bis 1998 arbeitete sie in dieser Funktion und als Referentin für Mittelstandspolitik in der SPD-Bundestagsfraktion. Von 1999 bis 2001 war sie Referatsleiterin für wirtschaftliche Beziehungen in der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Ebenfalls im Jahre 1999 kandidierte Raab als Landrätin in Cochem-Zell, mit 48,5 % verfehlte sie knapp den Wahlsieg. Im Jahr 2000 wurde sie zur Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Cochem-Zell gewählt. Von 2001 bis 2011 und von März bis Mai 2016 war sie über die Landesliste der SPD Mitglied im Landtag von Rheinland-Pfalz. Von 2001 bis 2006 war sie Medienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. Im Jahr 2004 wurde sie Mitglied des Kreistags in Cochem-Zell und SPD-Fraktionsvorsitzende. Von Mai 2006 bis 2011 war Raab Generalsekretärin der SPD Rheinland-Pfalz. Seit dem 17. November 2015 ist sie Mitglied im Europäischen Ausschuss der Regionen.[1] Seit 2018 ist sie gemeinsam mit Carsten Brosda Vorsitzende der Medien- und Netzpolitischen Kommission des Parteivorstands der SPD.

Landesregierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Landtagswahl 2011 wurde Raab Staatssekretärin im Ministerium des Innern, für Sport und Infrastruktur Rheinland-Pfalz (ISIM) und IT-Beauftragte der Landesregierung, CIO und in dieser Funktion Mitglied des IT-Planungsrates. Sie war für den Innenbereich zuständig und ständige Vertreterin des Ministers in der Innenministerkonferenz.

Sie war vier Jahre lang Vorsitzende der Atlantischen Akademie mit Sitz in Kaiserslautern.[2]

Am 1. Juli 2015 wurde sie als Nachfolgerin von Jacqueline Kraege zur Bevollmächtigten beim Bund und für Europa, Medien und Digitales in die Staatskanzlei berufen.[3] In dieser Funktion koordiniert sie die Rundfunkkommission der Länder für die Vorsitzende, Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Darüber hinaus ist sie Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur und im Fernsehrat des ZDF. Am 1. Juli 2019 übernahm sie für ein Jahr den Vorsitz der Europaministerkonferenz der Länder.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Raab hat zwei Kinder.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Heike Raab – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Member Profile. In: Die Versammlung der Regional- und Kommunalvertreter der EU. cor.europa.eu, abgerufen am 30. September 2019 (englisch).
  2. Wechsel an der Spitze des Vorstands der Atlantischen Akademie. Atlantische Akademie Rheinland-Pfalz e. V., 1. Dezember 2015, abgerufen am 28. Februar 2020.
  3. Staatskanzlei Rheinland-Pfalz: Heike Raab folgt schwer erkrankter Staatssekretärin Jacqueline Kraege (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)