Heikendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heikendorf
Heikendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heikendorf hervorgehoben
Koordinaten: 54° 22′ N, 10° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Plön
Amt: Schrevenborn
Höhe: 19 m ü. NHN
Fläche: 14,72 km2
Einwohner: 8150 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 554 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 24226,
24232 (Kählen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 0431
Kfz-Kennzeichen: PLÖ
Gemeindeschlüssel: 01 0 57 025
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfplatz 2
24226 Heikendorf
Webpräsenz: www.heikendorf.de
Bürgermeister: Alexander Orth (SPD)
Lage der Gemeinde Heikendorf im Kreis Plön
Karte
Luftaufnahme (2003) von Heikendorf mit dem U-Boot-Ehrenmal Möltenort im Vordergrund. Blickrichtung Süden; rechts die Kieler Förde.

Heikendorf ist eine Gemeinde im Kreis Plön in Schleswig-Holstein. Heikendorf liegt am Ostufer der Kieler Förde zwischen Mönkeberg und Laboe.

Sichtbares Wahrzeichen ist das direkt an der Kieler Förde gelegene U-Boot-Ehrenmal für die deutschen U-Boot-Fahrer beider Weltkriege, das von der Bronzeplastik eines überlebensgroßen Seeadlers überragt wird. Die alte Bronzefigur wurde im Jahr 2001 durch einen Neuguss, gespendet von der Witwe eines U-Boot-Kommandanten, ersetzt.

Das Fischerdorf Heikendorf war in der Vergangenheit Sitz einer Künstlerkolonie, die mit ihren Arbeiten den Grundstein für das im Jahre 2000 eröffnete Künstlermuseum legte. Auch Adolf Brütts „Fischer“ erinnert an die Blütezeit der Malerkolonie.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heikendorf liegt am Ostufer der Kieler Förde und grenzt an die Nachbargemeinden Laboe, Brodersdorf, Probsteierhagen, Schönkirchen und Mönkeberg. Die Gemeinde besteht aus fünf Ortsteilen: Altheikendorf, Möltenort, Kitzeberg, Schrevenborn und Neuheikendorf.

Durch Heikendorf führt die Bundesstraße 502. Von dieser führen 2 Abfahrten nach Heikendorf, die Abfahrt Heikendorf-Süd und Heikendorf-Nord. An den öffentlichen Personennahverkehr ist Heikendorf durch die Kieler Verkehrsgesellschaft, die Verkehrsbetriebe Kreis Plön und die Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel, die allesamt im Verkehrsverbund Region Kiel zusammengeschlossen sind, angeschlossen. [2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heikendorf ist urkundlich seit 1233 als „Dorf des Heike“ nachgewiesen. Etwas später wurden dann die Ortsteile Schrevenborn (1290), Neuheikendorf (1479) und Möltenort (1613), besiedelt.

Schon 1767 wurde durch den Gutsherrn Karl-Friedrich von Mewius die Wandlung der Gutswirtschaft in selbstständige bäuerliche Betriebe begonnen. Damit fand frühzeitig die Umsetzung der liberalen Ideen des neuen Zeitalters in Heikendorf statt. Dieses erklärt auch die Gründung der Möltenorter Gilde von 1655, der Altheikendorfer Gilde von 1709 und der Neuheikendorfer Gilde von 1824.

1913 wurden Alt Heikendorf und Möltenort zur Gemeinde Heikendorf vereinigt. 1928 wurde aus Heikendorf, Neu Heikendorf und dem aufgelösten Gutsbezirk Schrevenborn die Gemeinde in ihrer heutigen Form gebildet.

Seit 1967 ist Heikendorf staatlich anerkanntes Seebad.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 1. Januar 2007 bildete das bis dahin amtsfreie Heikendorf mit den Nachbargemeinden Schönkirchen und Mönkeberg das Amt Schrevenborn mit Heikendorf als Verwaltungssitz.

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den 24 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 neun Sitze, die Wählergemeinschaft UWH hat fünf, die SPD fünf, die Grünen vier Sitze und die FDP hat einen Sitz.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 22. August 1960 genehmigt.

Blasonierung: „In Blau ein oben von zwei goldenen Eichenblättern begleiteter silberner Sparren, innerhalb dessen ein goldenes Pflugeisen; darunter in silbernem, durch Wellenschnitt abgeteiltem Schildfuß ein blauer Fisch.“[3]

Der Fisch im Wappen der Gemeinde Heikendorf repräsentiert das alte Fischerdorf Möltenort mit seinem Fischereihafen an der Kieler Förde. Die Pflugschar steht für die früheren Bauerndörfer Alt und Neu Heikendorf, in denen die Landwirtschaft vorherrschende Erwerbsgrundlage war. 1913 wurden Alt Heikendorf und Möltenort zur Gemeinde Heikendorf vereinigt. 1928 beschlossen Heikendorf und Neu Heikendorf ihre Zusammenlegung unter Einbeziehung des aufgelösten Gutsbezirks Schrevenborn unter dem Namen Heikendorf. Der umfangreiche, teils sehr alte Eichenbestand im Gut Schrevenborn und im Ortsteil Kitzeberg ist mit den Eichenblättern im Wappen angedeutet. Der Sparren symbolisiert gleichsam das gemeinsame Dach der heutigen Gemeinde, unter dem die Ortsteile zusammengeschlossen sind, und zugleich die in allen noch heute anzutreffende Form des niederdeutschen Fachhallenhauses.

Das Wappen wurde von dem Brunsbütteler Heraldiker Willy „Horsa“ Lippert gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge wurde am 18. März 1963 genehmigt und zeigt im Liek den Inhalt des Gemeindewappens ohne Schild, das fliegende Ende von Weiß und Blau neunmal geteilt.

Gewerbe und Handel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufkleber an einem Mitgliedsbetrieb des Handels- und Gewerbeverein Heikendorf e.V.

In Heikendorf befindet sich das Gut Schrevenborn. Es macht im landwirtschaftlichen Bereich den größten Anteil in Heikendorf aus. Daneben gibt es in Heikendorf noch ein Gewerbegebiet mit verschiedenen Handwerks- und Dienstleistungs­betrieben.[4] Im Ortskern ist ein breites Spektrum an Einzelhandels- und Dienstleistungsangebot zu finden.[4] Unter anderem sind dies Restaurants und Cafés sowie jeweils eine Filiale der Förde Sparkasse und der Kieler Volksbank am Dorfplatz, wo sich auch das Rathaus befindet.

Momentan sind 88 Betriebe[5] im Handels- und Gewerbeverein Heikendorf e.V. (HGV Heikendorf) Mitglied. Gegründet am 9. Juni 1986 ist der Verein laut Eigendarstellung verantwortlich für die Wahrung und der Förderung der wirtschaftlichen Belange der Mitglieder und der Förderung der allgemeinen Interessen der Gemeinde Heikendorf und ihrer Umgebung.[6] Vorsitzender des Vereins ist der Apotheker Thomas Pekrun.[7]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Heikendorf befindet sich das Künstlermuseum Heikendorf – Kieler Förde.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Heinrich-Heine-Schule in Heikendorf ist ein Gymnasium, das seit 1973 besteht und derzeit zur öffentlichen Ganztagsschule ausgebaut wird. Die Schule unterhält Partnerschaften zu Schulen in Großbritannien, Frankreich, Estland und Dänemark. Der Schriftsteller und Literaturkritiker Christopher Ecker unterrichtet an der Schule Deutsch und Philosophie. Seit 2008 existiert die Grund- und Regionalschule Heikendorf, eine Fusion aus der ehemaligen Grund- und Hauptschule und der Realschule Heikendorf. 2013 wurde die Regionalschule in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Herrenmannschaft des Heikendorfer SV ist 2007 nach mehreren Anläufen in die Fußball-Verbandsliga Schleswig-Holstein aufgestiegen. Mit der neuen Aufteilung der Ligen hat sich die Herrenmannschaft des HSV nun für die Schleswig-Holstein-Liga qualifiziert. 2014 musste man jedoch nach dem Abstieg in der Verbandsliga Nord-Ost antreten.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2015 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Heikendorf / Öffentlicher Personennahverkehr. Abgerufen am 23. Oktober 2016.
  3. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  4. a b Gemeinde Heikendorf / Wirtschaft. Abgerufen am 23. Oktober 2016.
  5. Mitgliederliste. HGV Heikendorf, abgerufen am 23. Oktober 2016.
  6. Wir über uns - Der Verein. HGV Heikendorf, abgerufen am 23. Oktober 2016.
  7. Impressum. HGV Heikendorf, abgerufen am 23. Oktober 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heikendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien