Heikendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heikendorf
Heikendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heikendorf hervorgehoben
54.37222222222210.20805555555619Koordinaten: 54° 22′ N, 10° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Plön
Amt: Schrevenborn
Höhe: 19 m ü. NHN
Fläche: 14,72 km²
Einwohner: 8096 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 550 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 24226,
24232 (Kählen)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 0431
Kfz-Kennzeichen: PLÖ
Gemeindeschlüssel: 01 0 57 025
Adresse der Amtsverwaltung: Dorfplatz 2
24226 Heikendorf
Webpräsenz: www.heikendorf.de
Bürgermeister: Alexander Orth (SPD)
Lage der Gemeinde Heikendorf im Kreis Plön
Karte
Luftaufnahme (2003) von Heikendorf mit dem U-Boot-Ehrenmal Möltenort im Vordergrund. Blickrichtung Süden; rechts die Kieler Förde.

Heikendorf ist eine Gemeinde im Kreis Plön in Schleswig-Holstein. Heikendorf liegt am Ostufer der Kieler Förde zwischen Mönkeberg und Laboe.

Sichtbares Wahrzeichen ist das direkt an der Kieler Förde gelegene U-Boot-Ehrenmal für die deutschen U-Boot-Fahrer beider Weltkriege, das von der Bronzeplastik eines überlebensgroßen Seeadlers überragt wird. Die alte Bronzefigur wurde im Jahr 2001 durch einen Neuguss, gespendet von der Witwe eines U-Boot-Kommandanten, ersetzt.

Das Fischerdorf Heikendorf war in der Vergangenheit Sitz einer Künstlerkolonie, die mit ihren Arbeiten den Grundstein für das im Jahre 2000 eröffnete Künstlermuseum legte. Auch Adolf Brütts „Fischer“ erinnert an die Blütezeit der Malerkolonie.

Geschichte[Bearbeiten]

Heikendorf ist urkundlich seit 1233 als „Dorf des Heike“ nachgewiesen. Etwas später wurden dann die Ortsteile Schrevenborn (1290), Neuheikendorf (1479) und Möltenort (1613), besiedelt.

Schon 1767 wurde durch den Gutsherrn Karl-Friedrich von Mewius die Wandlung der Gutswirtschaft in selbständige bäuerliche Betriebe begonnen. Damit fand frühzeitig die Umsetzung der liberalen Ideen des neuen Zeitalters in Heikendorf statt. Dieses erklärt auch die Gründung der Möltenorter Gilde von 1655, der Altheikendorfer Gilde von 1709 und der Neuheikendorfer Gilde von 1824.

1913 wurden Alt Heikendorf und Möltenort zur Gemeinde Heikendorf vereinigt. 1928 wurde aus Heikendorf, Neu Heikendorf und dem aufgelösten Gutsbezirk Schrevenborn die Gemeinde in ihrer heutigen Form gebildet.

Seit 1967 ist Heikendorf staatlich anerkanntes Seebad.

Politik[Bearbeiten]

Zum 1. Januar 2007 bildete das bis dahin amtsfreie Heikendorf mit den Nachbargemeinden Schönkirchen und Mönkeberg das Amt Schrevenborn mit Heikendorf als Verwaltungssitz.

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Von den 24 Sitzen in der Gemeindevertretung hat die CDU seit der Kommunalwahl 2013 neun Sitze, die Wählergemeinschaft UWH hat fünf, die SPD fünf, die Grünen vier Sitze und die FDP hat einen Sitz.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 22. August 1960 genehmigt.

Blasonierung: „In Blau ein oben von zwei goldenen Eichenblättern begleiteter silberner Sparren, innerhalb dessen ein goldenes Pflugeisen; darunter in silbernem, durch Wellenschnitt abgeteiltem Schildfuß ein blauer Fisch.“[2]

Der Fisch im Wappen der Gemeinde Heikendorf repräsentiert das alte Fischerdorf Möltenort mit seinem Fischereihafen an der Kieler Förde. Die Pflugschar steht für die früheren Bauerndörfer Alt und Neu Heikendorf, in denen die Landwirtschaft vorherrschende Erwerbsgrundlage war. 1913 wurden Alt Heikendorf und Möltenort zur Gemeinde Heikendorf vereinigt. 1928 beschlossen Heikendorf und Neu Heikendorf ihre Zusammenlegung unter Einbeziehung des aufgelösten Gutsbezirks Schrevenborn unter dem Namen Heikendorf. Der umfangreiche, teils sehr alte Eichenbestand im Gut Schrevenborn und im Ortsteil Kitzeberg ist mit den Eichenblättern im Wappen angedeutet. Der Sparren symbolisiert gleichsam das gemeinsame Dach der heutigen Gemeinde, unter dem die Ortsteile zusammengeschlossen sind, und zugleich die in allen noch heute anzutreffende Form des niederdeutschenFachhallenhauses.

Das Wappen wurde von dem Brunsbütteler Heraldiker Willy „Horsa“ Lippert gestaltet.

Flagge[Bearbeiten]

Die Flagge wurde am 18. März 1963 genehmigt.

Die Flagge der Gemeinde Heikendorf zeigt im Liek den Inhalt des Gemeindewappens ohne Schild, das fliegende Ende von Weiß und Blau neunmal geteilt.

Kultur[Bearbeiten]

In Heikendorf befindet sich das Künstlermuseum Heikendorf – Kieler Förde.

Bildung[Bearbeiten]

Die Heinrich-Heine-Schule in Heikendorf ist ein Gymnasium, das seit 1973 besteht und derzeit zur öffentlichen Ganztagsschule ausgebaut wird. Die Schule unterhält Partnerschaften zu Schulen in Großbritannien, Frankreich, Estland und Dänemark. Der Schriftsteller und Literaturkritiker Christopher Ecker unterrichtet an der Schule Deutsch und Philosophie. Seit 2008 existiert die Grund- und Regionalschule Heikendorf, eine Fusion aus der ehemaligen Grund- und Hauptschule und der Realschule Heikendorf. 2013 wurde die Regionalschule in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Die Herrenmannschaft des Heikendorfer SV ist 2007 nach mehreren Anläufen in die Fußball-Verbandsliga Schleswig-Holstein aufgestiegen. Mit der neuen Aufteilung der Ligen hat sich die Herrenmannschaft des HSV nun für die Schleswig-Holstein-Liga qualifiziert. 2014 musste man jedoch aufgrund des Abstieges den Gang zurück in die Verbandsliga Nord-Ost antreten.

Im selben Jahr stieg auch die U 23 des Heikendorfer SV von der Kreisliga Kiel in die Kreisklasse A ab. Deutlich besser sieht es in der Jugendabteilung des Vereins aus. Dort spielt die A- bzw. B-Jugend jeweils in der Verbandsliga Nord-Ost.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heikendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien