Heiko Schaffartzik

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Basketballspieler
Heiko Schaffartzik
Schaffartzik 2014
Spielerinformationen
Geburtstag 3. Januar 1984
Geburtsort Berlin, Deutschland
Größe 183 cm
Position Point Guard
Vereinsinformationen
Verein FrankreichFrankreich Limoges CSP
Liga LNB Pro A
Vereine als Aktiver
000000000 DeutschlandDeutschland TuS Lichterfelde
2002–2004 DeutschlandDeutschland Alba Berlin
2004–2005 DeutschlandDeutschland Gießen 46ers
2005–2006 DeutschlandDeutschland Sellbytel Baskets Nürnberg
2006–2007 DeutschlandDeutschland EWE Baskets Oldenburg
000 0 2007 DeutschlandDeutschland Central Hoops Berlin
2007–2008 DeutschlandDeutschland EnBW Ludwigsburg
2008–2009 DeutschlandDeutschland LTi Gießen 46ers
2009–2010 DeutschlandDeutschland New Yorker Phantoms
000 0 2010 TurkeiTürkei Türk Telekomspor
2011–2013 DeutschlandDeutschland Alba Berlin
2013–2015 DeutschlandDeutschland FC Bayern München
Seit 2015 0 FrankreichFrankreich Limoges CSP
Nationalmannschaft1
Seit 2009 0 DeutschlandDeutschland Deutschland 115 Spiele[1]
1Stand: 16. September 2015

Heiko Schaffartzik (* 3. Januar 1984 in Berlin) ist ein deutscher Basketballspieler. Aktuell steht er beim französischen Meister Limoges CSP unter Vertrag.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Basketball-Karriere begann Schaffartzik in Berlin in der Jugend des TuS Lichterfelde und später beim Kooperationspartner Alba Berlin. 2003 konnte er mit Alba sowohl deutscher Meister als auch deutscher Pokalsieger werden.

Zur Saison 2004/05 wechselte Schaffartzik zum Ligakonkurrenten Gießen 46ers. Nach dem Ende der Saison wurde er bei einer Dopingkontrolle des Marihuanakonsums überführt. Die Probe stammte vom 10. Juni, drei Tage nach dem letzten Spiel der Gießen 46ers in den Playoffs gegen Bamberg. Die Basketball-Bundesliga sperrte ihn daraufhin für vier Spiele, sein damaliger Verein aus Gießen löste seinen Vertrag sofort auf.[2]

In der Saison 2005/06 spielte Schaffartzik beim Aufsteiger Sellbytel Baskets Nürnberg. Die folgende Saison ging Schaffartzik für die EWE Baskets Oldenburg auf Körbejagd. In der Saison 2007/08 spielte Schaffartzik bei EnBW Ludwigsburg und nahm im Januar 2008 am BBL All-Star Game für das Team Süden teil, bei dem er neun Punkte erzielte. Nach der Saison wechselte er zu den LTi Gießen 46ers.

Nach dem für ihn erfolgreich verlaufenden EM-Sommer 2009 spielte Schaffartzik in der Saison 2009/10 für die New Yorker Phantoms aus Braunschweig. In dieser Saison erzielte er durchschnittlich 10,9 Punkte und etablierte sich als bester deutscher Aufbauspieler. Außerdem nahm er erneut am All-Star Game teil und stand in der Starting Five des Teams Norden.[3] Zur folgenden Saison wechselte er in die Türkei zu Türk Telekomspor. Bereits zur Mitte der Saison kehrte er allerdings nach Deutschland zurück und unterschrieb in seiner Heimatstadt Berlin.

Schaffartzik spielte von Januar 2011 bis Mai 2013 bei Alba Berlin. Mit Alba konnte er 2011 das Meisterschaftsfinale erreichen, Alba unterlag jedoch den Brose Baskets. In der folgenden Saison schied man schon früh aus den Playoffs aus.

Von 2013 bis 2015 spielte er bei Bayern München, mit denen er in der Saison 2013/14 deutscher Meister wurde. In der Finalserie gegen seinen ehemaligen Verein Alba Berlin trug Schaffartzik mit durchschnittlich 11,5 Punkten entscheidend zum Gewinn der Meisterschaft bei. In der folgenden Saison unterlag man im Meisterschaftsfinale den Brose Baskets Bamberg und wurde Vizemeister. Im Sommer 2015 lehnte Schaffartzik eine Vertragsverlängerung ab, da er mit der angebotenen Rolle und weniger Spielzeit nicht einverstanden war.[4]

Ende September 2015 wurde bekannt, dass Schaffartzik zur Saison 2015/16 nach Frankreich zum französischen Meister Limoges CSP wechselt.[5]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der damalige Bundestrainer Dirk Bauermann berief Schaffartzik zunächst für die Länderspiele am 7. und 8. August 2009 in die deutsche Nationalmannschaft. Bei seinem Debüt am 7. August 2009 gegen die Niederlande erzielte er auf Anhieb 13 Punkte. Anschließend schaffte er den Sprung in den Kader für die Europameisterschaft 2009 in Polen und war er mit 12,7 Punkten pro Spiel bester deutscher Werfer. Schaffartzik fiel insbesondere durch seine Treffgenauigkeit in den EM-Länderspielen gegen Griechenland (23 Punkte) und Kroatien (18 Punkte) auf, die er beide mit einer hundertprozentigen Trefferquote abschloss.[6]

Mit der Nationalmannschaft nahm Schaffartzik in den Folgejahren an der Weltmeisterschaft 2010, der Europameisterschaft 2011 und der Europameisterschaft 2013 teil. Beim 4-Nationen-Turnier im italienischen Trento bestritt er am 30. Juli 2015 sein 100. Länderspiel.[7]

Bei der Europameisterschaft 2015, deren Vorrunde u.a. in Schaffartziks Geburtsstadt Berlin ausgetragen wurde, stand der zwischenzeitlich vereinslose Schaffartzik ebenfalls im Kader der deutschen Nationalmannschaft. Deutschland schied vor eigenem Publikum jedoch bereits in der Vorrunde aus.[8]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Alter von 13 Jahren erkrankte Schaffartzik an Leukämie und musste für einige Zeit vom Basketball pausieren.[9]

Am 3. Dezember 2011 trat er bei Wetten, dass..? auf[10] und verlor gegen die Kandidatin, die deutsche Golf-Nationalspielerin Ann-Kathrin Lindner, die Wette.

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heiko Schaffartzik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]
  2. Schaffartzik vier Spiele gesperrt (Zugriff am 1. Oktober 2015)
  3. Schaffartzik und Theis am Samstag beim Allstar Game 2010 (Zugriff am 1. Oktober 2015)
  4. Abschied von Heiko Schaffartzik: Zu gut für die Frührente (Zugriff am 1. Oktober 2015)
  5. Basketball: Schaffartzik wechselt nach Frankreich (Zugriff am 29. September 2015)
  6. Heiko Schaffartzik bei der Europameisterschaft 2009 (Zugriff am 1. Oktober 2015)
  7. DBB Herren mit erfolgreichem Auftakt (Zugriff am 30. Juli 2015)
  8. EuroBasket: Aus für DBB-Herren nach Wahnsinns-Kampf (Zugriff am 16. September 2015)
  9. Tagesspiegel.de: Heiko Schaffartzik: "Basketball wird mein Leben sein", Artikel von Dietmar Wenck im Tagesspiegel vom 23. Dezember 2000, abgerufen am 18. Juli 2010
  10. Heiko Schaffartzik Alba-Star wirft bei "Wetten, dass..?" Körbe (Zugriff am 4. Dezember 2011)