Heil (Film)

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Filmdaten
OriginaltitelHeil
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2015
Länge104 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
Stab
RegieDietrich Brüggemann
DrehbuchDietrich Brüggemann
ProduktionMichael Lehmann,
Katrin Goetter
MusikDietrich Brüggemann
KameraAlexander Sass
SchnittVincent Assmann
Besetzung

Heil ist ein deutscher Satire-Film des Regisseurs Dietrich Brüggemann aus dem Jahr 2015. Das von Brüggemann verfasste Drehbuch nimmt auf satirische Weise Ansichten, Vorurteile und Methoden Rechtsextremer und Neonazis auf und parodiert gleichzeitig kritisch die Ansichten und Methoden anderer, wie z. B. linker Gegendemonstranten, Polizisten, Journalisten, Verfassungsschutz und bürgerlicher Beobachter.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schriftsteller Sebastian Klein ist Sohn eines afrikanischen und eines deutschen Elternteils und einer der berühmtesten Autoren Deutschlands. Um sein neuestes Buch zu bewerben, bereist er Deutschland, um Lesungen zu halten, und besucht so auch die kleine Stadt Prittwitz. Dort angekommen, bekommt er von dortigen Neonazis einen Schlag auf den Kopf und verliert dadurch sein Langzeitgedächtnis. Er wiederholt nun papageienartig fast alles, was andere Leute ihm vorsprechen. Sven, der politische Anführer einer modernen national-demokratischen Partei, erkennt die Gelegenheit und nutzt Sebastian als Werbesprecher gegen Integration, insbesondere bei öffentlichen Auftritten, zu denen Sebastian regelmäßig Einladungen erhält. Als Sebastians hochschwangere Freundin Nina ihn erst im Fernsehen und dann real auf einer solchen Veranstaltung sieht, ist sie schockiert und folgt ihm mit Sascha, der seinen Job als Polizist wegen der lokalen Nazis aufgegeben hat, um Sebastian vor den Neonazis zu retten.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Erscheinen des Films nahmen sich viele Print- und Online-Medien Brüggemanns Films an, kommentierten Darstellung und Hintergründe und übten Kritik. So bekam der Film von der Tageszeitung negative Kritik.[2] Vor allem wird die vereinfachende Darstellung kritisiert, Irrelevanz bezüglich heutiger politischer Entwicklungen um rechtsextreme Themen und fehlender echter Humor bescheinigt. Auch weitere Medien wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Der Spiegel entwerfen eine ausführliche Kritik, die sich den Beziehungen und Hintergründen des Films aus heutiger politischer Sicht in Deutschland widmet.[3][4]

Andere Filmjournalisten äußerten sich jedoch auch positiv über Brüggemanns Film, zum Beispiel Andreas Busche auf kinofenster.de, wo die Satire für die pädagogische Arbeit an Schulen empfohlen wurde: „Da Brüggemann aber nicht mit vorgefassten Argumenten arbeitet, stellt Heil trotz seines teils grobschlächtigen Humors eine gute Diskussionsgrundlage dar, um im Unterricht die Verbreitung rechtsextremen Gedankenguts im gesellschaftlichen Mainstream, die Mechanismen medialer Diskurse und die Anforderungen an eine moderne Zivilgesellschaft zu behandeln.“[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Heil. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2015 (PDF; Prüf­nummer: 152 522 K).
  2. [1] in: Die Tageszeitung, abgerufen am 24. Januar 2016.
  3. [2] in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, abgerufen am 24. Januar 2016.
  4. [3] in: Spiegel Online, abgerufen am 24. Januar 2016.
  5. [4] in: Kinofenster.de, abgerufen am 4. Februar 2016.
  6. filmportal.de: Die Schnitt Preis Gewinner 2016. Artikel vom 25. Oktober 2016, abgerufen am 4. November 2016.