Heiligenkreuz im Lafnitztal

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Marktgemeinde
Heiligenkreuz im Lafnitztal
Wappen Österreichkarte
Wappen von Heiligenkreuz im Lafnitztal
Heiligenkreuz im Lafnitztal (Österreich)
Heiligenkreuz im Lafnitztal
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Jennersdorf
Kfz-Kennzeichen: JE
Fläche: 23,78 km²
Koordinaten: 46° 59′ N, 16° 16′ OKoordinaten: 46° 59′ 18″ N, 16° 15′ 36″ O
Höhe: 243 m ü. A.
Einwohner: 1.262 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 53 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7561
Gemeindekennziffer: 1 05 03
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Untere Hauptstraße 1
7561 Heiligenkreuz im Lafnitztal
Website: www.heiligenkreuz-lafnitztal.at
Politik
Bürgermeister: Eduard Zach (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2017)
(19 Mitglieder)
10
6
3
10 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Heiligenkreuz im Lafnitztal im Bezirk Jennersdorf
Deutsch KaltenbrunnEltendorfHeiligenkreuz im LafnitztalJennersdorfKönigsdorfMinihof-LiebauMogersdorfMühlgrabenNeuhaus am KlausenbachRudersdorfSankt Martin an der RaabWeichselbaumBurgenlandLage der Gemeinde Heiligenkreuz im Lafnitztal im Bezirk Jennersdorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Heiligenkreuz im Lafnitztal von Südosten
Heiligenkreuz im Lafnitztal von Südosten
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Heiligenkreuz im Lafnitztal (ungarisch: Rábakeresztúr) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Jennersdorf im Burgenland in Österreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im südlichen Burgenland im Lafnitztal an der Grenze zu Ungarn. Der Markt liegt rund 15 Kilometer südöstlich von Fürstenfeld und zehn Kilometer südwestlich von Güssing.[1] Im Ortsgebiet befindet sich auch der Grenzübergang Heiligenkreuz/Rábafüzes bei Szentgotthárd.

Über fünfzig Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, fast dreißig Prozent sind bewaldet.[2] Fünfundzwanzig Hektar sind für die Ansiedlung von Betrieben gewidmet.[3]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[4]):

  • Heiligenkreuz im Lafnitztal (830) samt Heiligenkreuzer Bergen, Neuheiligenkreuz und Schmalzgraben
  • Poppendorf im Burgenland (432) samt Poppendorfer Bergen

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Heiligenkreuz im Lafnitztal und Poppendorf im Burgenland.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neustift (Bezirk Güssing) Güssing (Bezirk Güssing)

Inzenhof (Bezirk Güssing)

Eltendorf Nachbargemeinden Ungarn
Weichselbaum Mogersdorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort gehörte, wie das gesamte Burgenland, bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Rábakeresztúr verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Marktgemeinde ist Heiligenkreuz im Lafnitztal seit 1971.[5]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Heiligenkreuz im Lafnitztal

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fußballverein Heiligenkreuz (2. Liga Süd)
  • Tennisclub Heiligenkreuz
  • Eisstockverein Heiligenkreuz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es 69 Landwirtschaften, wovon neun Haupterwerbsbetriebe sind (Stand 2010).[6] Im Produktionssektor beschäftigten 27 Betriebe 422 Arbeitnehmer, über 350 mit der Herstellung von Waren. Der Dienstleistungssektor gab 230 Menschen Arbeit, jeweils knapp ein Drittel im Sektor Verkehr und soziale Dienste (Stand 2011).[7][8]

Im Süden des Gemeindegebietes befindet sich der grenzüberschreitende Businesspark Heiligenkreuz/Szentgotthard. Er hat einen eigenen Bahnanschluss und ist Standort von rund zwanzig Firmen.[3]

Heiligenkreuz im Lafnitztal liegt am Schnittpunkt der Gleisdorfer Straße B65 und der Güssinger Straße B57.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
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30
20
10
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50,93 %
(+4,18 %p)
29,51 %
(+2,57 %p)
19,55 %
(+2,62 %p)
n. k. %
(−8,2 %p)
n. k. %
(−1,17 %p)
2012

2017


Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen im Burgenland 1997 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 6 SPÖ, 2 FPÖ, und 2 NL. JANISCH.
  • Mit den Gemeinderatswahlen im Burgenland 2002 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 7 SPÖ, und 2 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen im Burgenland 2007 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 6 SPÖ, 3 FBL, und 1 Grüne.
  • Mit den Gemeinderatswahlen im Burgenland 2012 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 SPÖ, 5 ÖVP, 3 FBL, und 1 Grüne.
  • Mit den Gemeinderatswahlen im Burgenland 2017 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 SPÖ, 6 ÖVP, und 3 FBL.[9]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1938–1941 Karl Wollinger
  • 1945–1951 Franz Beutl (ÖVP)
  • bis 2007 Franz Mahr (ÖVP)
  • 2007–2012 Anton Györy (ÖVP)
  • seit 2012 Eduard Zach (SPÖ)[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 13. Juni 1971 verliehen. Die offizielle Blasonierung lautet: „Im grünen Schild ein schwebendes silbernes Kreuz.“ Das Kreuz steht redend für den Ortsnamen. Die Gemeindefarben sind Grün und Silber.[11] In der öffentlichen Darstellung (Außenbild der Gemeinde) ist kein Wappen mit heraldischem Wappenschild gebräuchlich, sondern ein Logo bzw. eine Gebrauchsgrafik.[12] Eine Beschreibung der Gebrauchsgrafik könnte lauten: „In Grün ein schwebendes silbernes Tatzenkreuz.“

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Wollinger (1877–1945), Politiker und Mühlenbesitzer, setzte sich für den Anschluss der deutschsprachigen Gebiete West-Ungarns an Österreich ein
  • Franz Beutl (1905–1971), Politiker und Landwirt
  • Franz Kurz (1920–2003), Politiker und Landwirt
  • Dietmar Kühbauer (* 1971), Fußballspieler und -trainer

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andrea Brugner: Marktgemeinde Heiligenkreuz im Lafnitztal. Beschreibung und Analyse der Siedlungsstrukturen. Diplomarbeit, Universität für Bodenkultur Wien 1993.
  • Martina Planer: Heiligenkreuz im Lafnitztal im Wandel der Zeit. Diplomarbeit, Universität Wien 2000.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Heiligenkreuz im Lafnitztal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Entfernungsrechner - Entfernung berechnen und darstellen. Abgerufen am 21. Oktober 2020 (deutsch).
  2. Ein Blick auf die Gemeinde Heiligenkreuz im Lafnitztal, Flächennutzung. Statistik Austria, abgerufen am 21. Oktober 2020.
  3. a b Businesspark Heiligenkreuz - Heiligenkreuz im Lafnitztal. Abgerufen am 21. Oktober 2020.
  4. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  5. Kultur und Geschichte - Heiligenkreuz im Lafnitztal. Abgerufen am 21. Oktober 2020.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Heiligenkreuz im Lafnitztal, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 21. Oktober 2020.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Heiligenkreuz im Lafnitztal, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 21. Oktober 2020.
  8. Ein Blick auf die Gemeinde Heiligenkreuz im Lafnitztal, Beschäftigte. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 21. Oktober 2020.
  9. Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2017. (PDF) Amt der Burgenländischen Landesregierung, S. 61, abgerufen am 21. Oktober 2020.
  10. Kontakt - Heiligenkreuz im Lafnitztal. Abgerufen am 21. Oktober 2020.
  11. Kultur und Geschichte, Wappen. Abgerufen am 19. Mai 2016.
  12. Vgl. die Logos/Gebrauchsgrafiken an Gebäuden und in Vereinen: Gemeindeamt, Feuerwehrhaus, Eisstockschützen, Fußballverein (Memento des Originals vom 19. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.geomix.at. Internet. Abgerufen: 19. Mai 2016. 18:29:48 Uhr.