Heilongjiang

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Dieser Artikel behandelt die Provinz Heilongjiang. Zum Fluss Heilong Jiang siehe Amur, zum Asteroiden Heilongjiang siehe (2380) Heilongjiang.
黑龙江省
Hēilóngjiāng Shěng
Abkürzung: (Pinyin: Heī)
Hauptstadt Harbin
Fläche

 – Gesamt
 – Anteil an der
VR China

Rang 6 von 33

460.000 km²
4,79 %
 

Bevölkerung

 – Gesamt 2010
 – Dichte

Rang 15 von 33

38.260.000 Einwohner
80 Einwohner/km²

Verwaltungstyp Provinz
Gouverneur Lu Hao
Bangladesch Bhutan Nepal Myanmar Laos Vietnam Thailand Philippinen Japan Nordkorea Südkorea Kirgisistan Kasachstan Mongolei Afghanistan Usbekistan Tadschikistan Pakistan Indien Russland de-facto Pakistan (von Indien beansprucht) de-facto Indien (von Pakistan beansprucht) de-facto Indien (von China als Teil Tibets beansprucht) Republik China (von China beansprucht) de-facto Provinz Xinjiang, China (von Pakistan beansprucht) de-facto Provinz Tibet, China (von Pakistan beansprucht) Macau Hongkong Hainan Guangdong Guangxi Hunan Yunnan Fujian Shanghai Jiangxi Zhejiang Jiangsu Hubei Anhui Guizhou Chongqing Shaanxi Henan Shanxi Shandong Hebei Peking Tianjin Ningxia Liaoning Jilin Sichuan Autonomes Gebiet Tibet Heilongjiang Gansu Qinghai Xinjiang Innere MongoleiLage von Hēilóngjiāng Shěng in China
Über dieses Bild
ISO-3166-2-Code CN-23
Bezirksebene 12 Städte, 1 Regierungsbezirk
Kreisebene 64 Stadtbezirke, 45 Kreise, 18 Städte, 1 Autonomer Kreis
Gemeindeebene 485 Großgemeinden, 354 Gemeinden, 384 Straßenviertel, 55 Nationalitäten-Gemeinden

Heilongjiang (chinesisch 黑龍江省 / 黑龙江省, Pinyin Hēilóngjiāng Shěng ‚Provinz des Schwarzen Drachenfluss‘, ugs.: 黑龍江 / 黑龙江, Hēilóngjiāng ‚Schwarzer Drachenfluss‘) ist eine Provinz im Nordosten der Volksrepublik China. Sie grenzt im Norden und Osten an Russland, im Süden an die Provinz Jilin und im Westen an die Innere Mongolei. Ihre Hauptstadt ist Harbin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Provinz war 1931 von der Kaiserlich Japanischen Armee erobert worden. Diese hatte sie der Marionettenregierung von Mandschukuo zugeschlagen. Im Zweiten Weltkrieg richtete Japan hier die Einheit 731, eine geheime Einrichtung der Kwantung-Armee, ein. Sie nahm hier Experimente an lebenden Menschen vor und tötete auf diese Weise mehrere Tausend Menschen. Bei Kriegsende 1945 wurden bei der Zerstörung der Produktionsstätten durch die japanische Armee mit Pest infizierte Ratten freigelassen, die in der Provinz und auch in Jilin eine Epidemie mit über 20.000 Todesopfern auslösten.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtigster Flüsse ist der Amur, dessen chinesische Bezeichnung Heilong Jiang namensgebend dür die Provinz ist. Weitere bedeutende Flüsse sind der Songhua Jiang und der Ussuri. Wichtige Gebirge sind das Große Hinggan-Gebirge im äußersten Nordwesten und das Kleine Hinggan-Gebirge im Norden und Nordosten.

Die Provinz ist in zwölf bezirksfreie Städte und einen Regierungsbezirk untergliedert:

Demographie und Autonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa 95 % der Bevölkerung sind Han-Chinesen, etwa 0,3 % der Bevölkerung sind muslimische Hui-Chinesen. Die Mandschu machen knapp 3 % der Bevölkerung aus, Koreaner etwa 1 %, jedoch haben nur die 0,4 % Mongolen einen autonomen Kreis in Dorbod (Daqing).

Zwischen den beiden Weltkriegen gab es eine bedeutende Gemeinde von Exilrussen in Harbin. Unter den Russen wiederum gab es einige Tausend aus Russland geflohener Juden, deren Führer Dr. Abraham Kaufman ebenso wie die russischen „Weißen“ mit den Japanern kollaborierte. Der diesbezügliche Fugu-Plan scheiterte jedoch an japanischen Repressionen gegen die jüdischen Emigranten in Harbin.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Stadtbild der Provinzhauptstadt Harbin verleihen russische Restaurants und Brotbäckereien ein wenig russisches Flair: Ende des 19. Jahrhunderts und nach der Oktoberrevolution lebten hier viele Russen.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eislaternenfest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden Chinas ist Harbin heute bekannt als Eisstadt, denn seit 1963 findet alljährlich am 5. Januar das Eislaternenfest statt. Aus Eisblöcken werden Skulpturen geschaffen und farbig ausgeleuchtet.

Koordinaten: 48° N, 126° O