Heim kroatischer bildender Künstler

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Das Heim Kroatischer Künstler

Das Heim Kroatischer Bildender Künstler (kroatisch Dom hrvatskih likovnih umjetnika), im Volksmund auch als Moschee (Džamija) oder Meštrović-Pavillon (Meštrovićev paviljon) bezeichnet, ist eine 1938 vom internationalen Architekten Ivan Meštrović entworfene Ausstellungshalle, ehemalige Moschee und der heutige Sitz der 1868 gegründeten Kroatischen Künstlervereinigung. Es befindet sich am „Platz der Opfer des Faschismus“ im Zentrum der Hauptstadt Zagreb. Die ehemalige Moschee gilt als ein Avantgarde-Projekt der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und stellt einen Vorläufer bekannter Gebäude der modernen Architektur auf der ganzen Welt dar, etwa des Solomon R. Guggenheim Museums in New York City.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich für eine Statue für den jugoslawischen König Peter I. vorgesehen, wurde auf dem Platz von Ivan Meštrović das Haus der Feinen Künste „Peter der Große Befreier“ errichtet, welches am 1. Dezember 1938 eröffnet wurde. Das Konzept dafür wurde 1933 entworfen. Das Bauwerk ist kreisrund und hat eine große sowie eine kleinere Halle mit Kuppel in der Mitte sowie ein Vestibül.

In der Zeit der Kollaboration der Kroaten mit dem nationalsozialistischen Deutschland wurde die Kunstgalerie 1941 in eine Moschee umgewandelt. Die Regierung des Unabhängigen Staates Kroatien beauftragte den Architekten Zvonimir Požgaj mit der Umgestaltung des Innenraumes zu einem moslemischen Gebetsraum, während Stjepan Planić dem Bauwerk drei Minarette mit jeweils 45 Metern höhe und Bleistiftspitze hinzufügte.

Das Gebäude blieb bis zur Machtübernahme der Kommunisten 1945 eine Moschee, danach wurden 1947 bis 1949 die drei Minarette abgerissen und die aufwändige Dekoration zerstört. Der Architekt Vjenceslav Richter entwarf hier die Umgestaltung zum Museum der Revolution, welches am 15. April 1955 eröffnete und den Partisanen im Zweiten Weltkrieg gewidmet war.

Während des Kroatienkrieges im Zuge des Zusammenbruchs Jugoslawiens zog die Kroatische Künstlervereinigung 1993 hier an ihren Ursprungsort zurück.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heim Kroatischer Bildender Künstler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien