Heimbach (Landkreis Birkenfeld)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Heimbach
Heimbach (Landkreis Birkenfeld)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Heimbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 37′ N, 7° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Birkenfeld
Verbandsgemeinde: Baumholder
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 6,78 km2
Einwohner: 1033 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 152 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55779
Vorwahl: 06789
Kfz-Kennzeichen: BIR
Gemeindeschlüssel: 07 1 34 036
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Weiherdamm 1
55774 Baumholder
Webpräsenz: www.vgv-baumholder.de
Ortsbürgermeister: Bernd Alsfasser
Lage der Ortsgemeinde Heimbach im Landkreis Birkenfeld
Horbruch Krummenau (Hunsrück) Weitersbach Gösenroth Schwerbach Oberkirn Hausen (Hunsrück) Rhaunen Stipshausen Hottenbach Hellertshausen Schauren Asbach Sulzbach (Hunsrück) Bollenbach Bundenbach Baumholder Frauenberg Reichenbach Heimbach Ruschberg Berglangenbach Fohren-Linden Berschweiler bei Baumholder Mettweiler Eckersweiler Rohrbach Rückweiler Hahnweiler Leitzweiler Sien Sienhachenbach Schmidthachenbach Oberreidenbach Mittelreidenbach Dickesbach Fischbach Bergen Berschweiler bei Kirn Hintertiefenbach Gerach Niederwörresbach Niederhosenbach Griebelschied Sonnschied Wickenrodt Herrstein Oberwörresbach Veitsrodt Herborn Mörschied Breitenthal Oberhosenbach Weiden Vollmersbach Kempfeld Kirschweiler Bruchweiler Allenbach Wirschweiler Langweiler (bei Idar-Oberstein) Idar-Oberstein Sensweiler Hettenrodt Mackenrodt Siesbach Leisel Schwollen Hattgenstein Oberhambach Rinzenberg Börfink Buhlenberg Abentheuer Brücken (bei Birkenfeld) Achtelsbach Meckenbach Ellweiler Dambach Gimbweiler Hoppstädten-Weiersbach Dienstweiler Nohen Birkenfeld (Nahe) Ellenberg Gollenberg Rimsberg Schmißberg Elchweiler Niederhambach Niederbrombach Kronweiler Sonnenberg-Winnenberg Oberbrombach Rötsweiler-Nockenthal Wilzenberg-Hußweiler Saarland Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Bernkastel-Wittlich Rhein-Hunsrück-Kreis Landkreis Bad Kreuznach Landkreis KuselKarte
Über dieses Bild

Heimbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Baumholder an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Heimbach liegt im Westrich am gleichnamigen Bach Heimbach im Tal der Nahe zwischen der Stadt Idar-Oberstein, der Stadt Baumholder und der Kreisstadt Birkenfeld.

Angrenzende Ortsgemeinden sind unter anderem Hoppstädten-Weiersbach im Westen, Nohen im Norden, Ruschberg im Osten und Berglangenbach im Süden.

Zu Heimbach gehören auch die Wohnplätze Altwieserhof, Bahnhof Heimbach (Nahe), Gladerbacherhof, Heimbacherhof und Steibericherhof.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Heimbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 288
1835 502
1871 676
1905 794
1939 1.332
Jahr Einwohner
1950 1.427
1961 1.645
1970 1.773
1987 1.351
2005 1.236

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Heimbach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 6 10 16 Sitze
2009 3 7 6 16 Sitze
2004 3 6 7 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Heimbach e.V.

Ortsbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeitiger Ortsbürgermeister ist Bernd Alsfasser, der ursprünglich der (SPD) angehörte und zur (FWG) wechselte.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: Oberer Teil der Schildhälfte: Auf schwarzem Grunde ein rotbewehrter -gezungter und -gekrönter wachsender (halber) goldener Löwe. – Unterer Teil der Schildhälfte: Auf grünem Grunde ein dreigeteilter silberner Wellenbalken. Darüber ein silbernes Zweibalken- oder Deichselkreuz.

Der Löwe und das Balkenkreuz weisen auf die frühere territoriale Zugehörigkeit von Gemarkungsteilen zu Pfalz-Zweibrücken. Das Doppelkreuz erinnert an die frühere Herrschaft Lothringens. Der dreiteilige Wellenbalken symbolisiert die Vereinigung des Gewässers der Reichenbach und dem Unnerbach zu dem Heimbach.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der katholischen Kirche sind Malereien, u.a. die Kreuzwegstationen des Künstlers Alfred Gottwald, 1893- 1971 in einer umfangreichen Kirchenrenovierung freigelegt worden. Im Jahre 1964 wurde die erste Pfeifenorgel, die noch heute erhalten ist, von der Orgelbaufirma Sebald, Trier gebaut. Die Orgel besitzt 1104 Pfeifen verteilt auf 16 Register, 2 Manuale und Pedal.Die feierliche Einweihung fand am 13. Dezember 1964 statt. Die katholische Kirche gehört zur Pfarreiengemeinschaft Baumholder, Hoppstädten-Weiersbach, Heimbach, Rückweiler.

Disposition der Orgel

Hauptwerk: Principal 8, Holzgedackt 8, Gemshorn 4, Suavial 2, Mixtur 3-4 f.

Brustwerk: Rohrflöte 8, Praestant 4, Blockflöte 2, Sesquialter 2 f, Cymbel 3 f, Oboe 8,

Pedalwerk: Subbaß 16, Octavbass 8, Hohlflaut 8, Rohrpommer 4, Rauschpfeife 2 f.

Koppeln: II - I, Sup II - I, II - P, I - P, 2 freie Kombinationen

Crescendo- Walze, Tremolo, Piano- Pedal, Tutti, Zungen ab.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Heimbach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Heimbach gibt es einen Kindergarten und bis zum Jahre 1971 gab es eine katholische Volksschule sowie eine evangelische Schule in denen man den Hauptschulabschluss der neunten Klasse erreichen konnte. Die katholische Volksschule wurde dann in eine reine Grundschule umfunktioniert und die evangelische Schule ist ganz entfallen. Ab der fünften Klasse müssen die Kinder des Ortes nach Baumholder oder Birkenfeld, seltener nach Freisen zur Schule.

Die Bevölkerung ist von einst knapp 1800 Einwohnern (Höchststand im Jahr 1970) auf derzeit 1071 (31. Dezember 2011) geschrumpft. Dies ist unter anderem auf die fehlende Infrastruktur, wie auch in der Stadt Baumholder und anderen Ortsgemeinden zu verzeichnen, zurückzuführen. Die Tendenz ist stagnierend bis rückläufig.

Im Süden verläuft die Bundesautobahn 62.

Am Bahnhaltepunkt Heimbach (Nahe) Ort hielten zwischen 1981 und 2014 keine Personenzüge. Für den Personenverkehr stand somit nur der westlich außerhalb des Hauptortes liegende Bahnhof Heimbach (Nahe) der Strecke Mainz/Bingen–Saarbrücken zur Verfügung. Die Reaktivierung der Bahnstrecke Heimbach–Baumholder wurde im Zuge des Rheinland-Pfalz-Taktes zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2014 vollzogen, damit wird der Ort wieder bedient.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Witte (1872 oder 1871–1958), fünf Tage „König von Albanien“, für einige Zeit Mitbewohner der Ortsgemeinde Heimbach (Nahe)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heimbach (Landkreis Birkenfeld) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 18 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen