Heinade

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Wappen Deutschlandkarte
Heinade
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heinade hervorgehoben

Koordinaten: 51° 50′ N, 9° 38′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Holzminden
Samtgemeinde: Eschershausen-Stadtoldendorf
Höhe: 303 m ü. NHN
Fläche: 9,09 km2
Einwohner: 854 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37627
Vorwahlen: 05532, 05564
Kfz-Kennzeichen: HOL
Gemeindeschlüssel: 03 2 55 018
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 4
37627 Stadtoldendorf
Website: www.eschershausen-stadtoldendorf.de
Bürgermeister: Gerhard Ross (Wählergemeinschaft Heinade)
Lage der Gemeinde Heinade im Landkreis Holzminden
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Über dieses Bild

Heinade ist eine Gemeinde im Landkreis Holzminden in Niedersachsen (Deutschland). Sie gehört der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Stadtoldendorf hat.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinade liegt zwischen den Städten Dassel im Südosten, Holzminden im Westen und Stadtoldendorf im Norden am östlichen Rand des Naturpark Solling-Vogler. Die Gemeinde befindet sich nördlich des Sollings, süd-südwestlich des Holzbergs und westlich der Amtsberge. Die Ortschaft liegt im Quellgebiet des Spüligbachs, einem nordwestlichen Zufluss der Ilme.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Gemeinde sind drei Ortsteile ausgewiesen:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründungszeit bzw. die Anfänge einer kontinuierlichen Besiedlung von Heinade sind unbekannt. Der Ortsname könnte auf einen relativ alten Ort hindeuten, die urkundliche Überlieferung setzt jedoch erst relativ spät ein: Eine urkundliche Erwähnung eines Ortes namens Henede aus dem Jahre 1272, die manchmal Heinade zugeordnet wird, könnte sich auch auf Heinde beziehen. Die erste sichere Erwähnung stammt aus dem Homburger Lehnsregister um das Jahr 1300, der Ort wird hier wie auch in späteren Urkunden als Heina bezeichnet. Die Endung -ade ist erst seit dem Ende des 16. Jahrhunderts überliefert.[3] Seit dem 17. Jahrhundert wurde die Pfarre in Heinade mit jener in Deensen verbunden. Bei jedem Pfarrerwechsel erfolgte jedoch eine gesonderte Belehnung Deensens mit Heinade durch den Landesherrn, da dieser einst die Pfarrgüter stiftete.[4] Mitte des 19. Jahrhunderts zählte der Ort 524 Einwohner.[5]

Bis Ende 2010 war Heinade staatlich anerkannter Erholungsort.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1973 wurden die Gemeinden Hellental und Merxhausen eingegliedert.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindewahl 2011
Wahlbeteiligung: 73,15 %
 %
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
84,12 %
8,63 %
7,16 %
WGHMHa
EKb
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Wgem. Heinade-Merxhausen-Hellental
b Einzelkandidat René Klemmer

Der Gemeinderat, der die Gemeinde Heinade vertritt, setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen. Dies ist die festgelegte Anzahl an Ratsmitgliedern für die Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 501 und 1.000 Einwohnern.[7] Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:[8]

Gemeinderat 2021
   
Insgesamt 9 Sitze
  • Grüne: 1
  • WGHMH: 7
  • parteilos: 1

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Gerhard Ross (WG HMH) wurde auf der konstituierenden Sitzung des Rates am 6. November 2011 gewählt. Bis dahin bekleidete er das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters. Der bisherige Bürgermeister Heinrich Schoppe zog sich aus der Gemeindepolitik nach über 40 Jahren zurück.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinade liegt an der Landstraße 580 die von Dassel nach Negenborn führt und dort auf die Bundesstraße 64 trifft. In der Ortsmitte von Merxhausen führt die Kreisstraße 48 als einzige öffentliche Straße nach Hellental.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche

Die Kirche wurde 1823 erbaut. Sie ersetzte ein 1624 anstelle einer älteren Kapelle errichtetes Kirchengebäude, das 1822 wegen Baufälligkeit abgerissen worden war. Die heute zum Kirchenkreis Holzminden-Bodenwerder gehörende Kirche wurde 1890 und 1956 renoviert 1954 wurde hinter dem historischen Orgelprospekt der Firma Euler ein gebrauchtes Orgelwerk der Firma Faber in technisch und klanglich veränderter Form durch Friedrich Weißenborn eingebaut.[9] Die heutige Disposition lautet:

Disposition der Euler/Faber/Weißenborn-Orgel:
I. Manual C-f3 II. Manual C-f3 Pedal C-d1
Holzgedackt 8' Lieblich Gedackt 8' Subbass 16'
Prinzipal 4' Spitzflöte 4' Prinzipalbass 8'
Kleingedackt 4' Waldflöte 2' Oktavbass 4'
Oktave 2' Quinte 1 1/3'
Terzian 2 fach
Mixtur 4 fach

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimat- und Geschichtsverein Heinade – Hellental – Merxhausen (HGV-HHM)
  • Turn- und Sportverein Heinade von 1897
  • SK Heinade (Schützenverein)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Reuter (1870–1934), Jurist in der Kaiserlichen Marine und der Reichsmarine
  • Paul Jorns (1871–1942), preuß. Kriegsgerichtsrat im Heeresjustizdienst, Staatsanwalt am Volksgerichtshof und ab 1936 Oberreichsanwalt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Heinade – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle A100001G: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2021 (Hilfe dazu).
  2. http://www.uni-goettingen.de/admin/bilder/pictures/e96330b0832b51ab4964dc4c8ab0474d.jpg
  3. Kirstin Casemir und Uwe Ohainski: Die Ortsnamen des Landkreises Holzminden. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2007. ISBN 978-3-89534-671-2, S. 106 f.
  4. Wilhelm Rauls: Deensen. Ein Dorf vor dem Solling. Holzminden 1967, S. 94.
  5. Carl Heinrich Georg Venturini: Das Herzogthum Braunschweig in seiner vormaligen und gegenwärtigen Beschaffenheit geschichtlich und statistisch dargestellt. Helmstedt 1847, S. 318.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 211.
  7. Niedersächsisches Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) in der Fassung vom 17. Dezember 2010; § 46 – Zahl der Abgeordneten, abgerufen am 12. November 2014
  8. Ergebnis Gemeindewahl 2021. Abgerufen am 13. Juli 2022.
  9. Wolfgang F. Nägeler, Klaus A. E. Weber: Geschichte und Einwohner zwischen Solling und Holzberg, 2005, S. 239