Florian Kreier

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Florian „Flo“ Tobias Kreier (* 1983 in Traunstein) ist ein deutscher Musiker, Autor und Journalist. Als Musiker wurde er vorwiegend unter dem Pseudonym Angela Aux bekannt, Kurzgeschichten und Gedichte veröffentlicht er unter dem Pseudonym Heiner Hendrix.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreier stammt aus dem Chiemgau und studierte Politologie, Philosophie und Literaturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München.[2] Titel seiner Abschlussarbeit war: "Ton Steine Scherben: Subpolitiker einer Gegenkultur?" Laut eigenen Angaben wurde er in der Kindheit hinsichtlich seines späteren kreativen Schaffens durch seine Mutter inspiriert.[3]

Er ist Mitglied der Schmiede Hallein.[2]

Musikalisches Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flo Kreier ist in unterschiedlichen musikalischen und künstlerischen Richtungen mit verschiedenen Pseudonymen unterwegs. So trat Ende der 1990er Jahre als Rapper des Deutsch-Hop-Acts Sportsfreund auf, danach als Singer-SongwriterAngela Aux. Er veröffentlichte u. a. beim Münchner Label Red Can Records. Zudem lieferte unter anderem Samplerbeiträge für die Feierwerk-Produktion Sound of Munich Now 2011 und für den 2012 erschienenen Vinyl-Sampler Rock'n'Roll People. Der Bayerische Rundfunk betitelte den Musikstil von Angela Aux als „New Weird Bavaria“ in Anlehnung an New Weird America.[4]

Neben seinem Soloprojekt ist Kreier Mitglied verschiedener Bandprojekte. 2006 gründete er die Electro-Kraut-Funk-Band l'egojazz und spielte Gitarre, Bass, Synthesizers und sonstige Tasteninstrumente. Seit 2012 singt er bei Aloa Input und spielt Bass, Gitarre und Synthesizer. An seiner Seite spielt Christoph „Cico“ Beck Schlagzeug und steuert elektronische Klangeffekte bei, Marcus Grassl spielt Gitarre und singt.[5][6] Unter dem Bandnamen Futurehausen arbeitet er mit seinem Jugendfreund und Ex-L'egojazz-Kollegen Franz Spencer an einer Mischung aus Down-Beat und elektronischer Musik, 2013 stieß der Jazz-Musiker Sam Irl zum Studioprojekt.[3]

Autorentätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreier veröffentlichte 2007/2008 auf seinem Weblog „heiner.seits“ Gedichte und Kurzgeschichten. Mittlerweile steuert er unter dem Pseudonym Heiner Hendrix Kurzgeschichten für Print- und Online-Magazinen bei, wie beispielsweise bei den Stadtmagazinen CURT und Mucbook. Gedichte veröffentlichte Kreier unter anderem bei „Der Greif“, wo er von 2009 bis 2012 Herausgeber war und die Textredaktion leitete.[7][8] Beim Münchener GRIN Verlag veröffentlichte er zudem nach seinem Studium vorwiegend seine Studienarbeiten. Er ist zudem als Musikredakteur des BR-Jugenkanals PULS tätig, zuvor war er bei den Radiosendern M94.5 und Radio Feierwerk aktiv.[9]

Kreier ist Initiator und Veranstalter des jährlich ausgetragenen Kulturfestivals „Panama Plus“, einer multimedialen Veranstaltungsreihe, die Ende 2007 im Feierwerk begonnen wurde. Im Zentrum der Veranstaltung in wechselnden Locations (u. a. Feierwerk, Muffatwerk, ImportExport, Strøm) steht die Verschränkung der Bereiche Musik, Film und Bildende Kunst. Auf den Bühnen waren unter anderem aktiv: Frittenbude, Dorian Concept und weitere.[10] Zusammen mit den Münchner Schreibern und Poeten Elena Anais, Philipp „Scharri“ Scharrenberg, Bumillo und Heiner Lange und präsentiert er seit 2011 im Rahmen der multimedialen Leseshow „Die Rationalversammlung“ im Rationaltheater Kurzgeschichten, Gedichte, Minidramen, Songs und Teamperfomances.[11]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tonträger (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als „Angela Aux“
  • 2005: Insert Coin (Demo)
  • 2009: Common Space Incidents (MP 3, Album, laridae)
  • 2010: Some Thoughts On Confusion (EP, Kinokoma)[12]
  • 2011: Whatever You Guess It's Not (Album, Red Can Records)
  • 2013: Sleep Well Folk (Album, International Bohemia)[13]
  • 2016: Wrap Your Troubles in Dreams (Album, Millaphon Records)
als Bandmitglied
  • 2006: L'egojazz/Jim's Couch/Angela Aux: Legoleisit (I-III; drei CDs in Eigenproduktion)
  • 2008: Futurehausen: Alles kann viel sein (EP, Krautnoise)
  • 2013: Aloa Input: Anysome (Album, Morr Music)
  • 2015: Aloa Input: Mars etc. (Album, Morr Music)

Filmmusikbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: „Happy Serious Sad“ (BR-Produktion; Regie: Franziska von Malsen)[14]
  • 2013: „Leaving Greece“ (zusammen mit Cico Beck; BR-Produktion; Regie: Anna Brass)[15]
  • 2014: „About a Girl“, Kinofilm von Mark Monheim, 2015 (3 Songs aus dem Soundtrack)

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alleingang zu zweit: Der Deutsch-Französische Freundschaftsvertrag vor dem Hintergrund der Persönlichkeiten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle. GRIN Verlag, München 2010.
  • Maschinengesang: Der Zusammenhang zwischen Menschen, Maschinen und der Entstehung von Krautrock an ausgewählten Beispielen. (Studienarbeit von 2010), GRIN Verlag, München 2011, ISBN 978-3-640-91811-9.
  • Ernst Jüngers Widerstandstypen im Vergleich: Waldgänger und Anarch. GRIN Verlag, München 2011, ISBN 978-3-640-91810-2.
  • Die Band Ton Steine Scherben: Subpolitiker einer Gegenkultur? GRIN Verlag, München 2012, ISBN 978-3-8428-8091-7.
  • Futuristische Elemente in Kurd Laßwitzs "Auf zwei Planeten", GRIN Verlag, München 2013, ISBN 978-3-640-79239-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marie Schoeß: Kennt ihr Kafka?, SZ Jugendseite, 03/2012.
  2. a b Heiner Hendrix, Purnev Literary Magazine.
  3. a b Caroline von Eichhorn: Florian Kreier: “Dauerhaft rumspinnen und Platten raushauen!”, Interview bei afk M94.5, abgedruckt auf: Selbstdarstellungssucht.de, 16. Oktober 2013.
  4. New Weird Bavaria / Angela Aux Recordrelease (Memento des Originals vom 6. Juni 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.milla-club.de, Milla-Club.
  5. Aloa Input, Initiative Musik, 2013.
  6. Aloa Input – New Weird Bavaria (Memento vom 4. Januar 2014 im Internet Archive), Zündfunk, 21. Oktober 2013.
  7. Angela Aux, Musikpiraten, 30. September 2011.
  8. Artists–H, Der Greif, abgerufen am 4. Juni 2014.
  9. Florian Kreier, PULS, abgerufen am 4. Juni 2014.
  10. Jovana Reisinger: Kreatives Chaos – das Panama Plus im Import Export, SZ Jugendseite, 24/2011.
  11. Angela Aux? Whatever you guess it’s not…, mittelstern.de, 29. April 2011.
  12. some thoughts on confusion EP, Kinokoma, 3. April 2014.
  13. Jochen König: Angela Aux: Sleep Well Folk (Review), Musikreviews, 6. Januar 2014.
  14. [1], Dokfest München, abgerufen am 8. September 2014.
  15. Music For Movies, Cico Beck, abgerufen am 5. Juni 2014.