Heiner Moldenschardt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Heinrich Moldenschardt, meist kurz Heiner Moldenschardt genannt, (* 11. September 1929 in Dresden; † 21. November 2011 in Berlin; vollständiger Name: Hans Heinrich Moldenschardt) war ein deutscher Architekt und Hochschulprofessor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabstein für Heiner Moldenschardt auf dem Friedhof Stralau

Moldenschardt war ein Enkel des Architekten Heinrich Moldenschardt. Er wuchs in Wernigerode auf und lebte später in Berlin. Nach dem Studium war er zunächst als freischaffender Architekt tätig. In den 1960er Jahren war er zunächst Mitarbeiter von Paul Baumgarten. Danach arbeitete er von 1962 bis 1967 mit Josef Paul Kleihues zusammen. Unter anderem realisierten sie in Berlin eine Wohnbebauung in Gropiusstadt und einen Altenklub in Reinickendorf. Bekannt wurde auch ihr städtebauliches Gutachten für Berlin-Ruhwald von 1967. Im August 1968 wurde er zusammen mit Kleihues in einer Ausgabe der Deutsche Bauzeitung als einer der Vertreter der jüngeren Berliner Generation vorgestellt.[1] Im September 1968 war er an der Ausstellung "Diagnose zum Bauen in West-Berlin" der Gruppe "Aktion 507" beteiligt, die sich kritisch mit dem Berliner Städtebau dieser Zeit auseinandersetzte.

Von 1975 bis zu seiner Emeritierung 1994 war er Professor für Bauplanung und Raumstruktur an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.

1974 wurde er in die Akademie der Künste Berlin aufgenommen und war dort von 2006 bis 2009 Stellvertretender Direktor der Sektion Baukunst.

Heinrich Moldenschardt starb am 21. November 2011 im Alter von 82 Jahren.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1956: Kunstpreis der Stadt Berlin, Förderungspreis

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Architekt Moldenschardt mit 82 Jahren gestorben. In: Die Welt vom 24. November 2011. (online)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Heiner Moldenschardt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Redaktion: Kleihues und Moldenschardt in: Deutsche Bauzeitung, Leinfelden-Echterdingen, H. 8, 1968, S. 593–595
  2. Heinrich Moldenschardt 1929–2011. In: Der Standard vom 24. November 2011. (online)