Heinrich-Hertz-Gymnasium (Berlin)

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Heinrich-Hertz-Gymnasium
HH OS.JPG
Hauptgebäude von der Rigaer Straße aus
Schulform Gymnasium
Schulnummer 02Y03
Gründung 1961
Adresse

Rigaer Straße 81/82

Ort Berlin-Friedrichshain
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 31′ 1″ N, 13° 27′ 46″ OKoordinaten: 52° 31′ 1″ N, 13° 27′ 46″ O
Träger Land Berlin
Schüler 646 (2020/2021)
Lehrkräfte 49 Lehrer + 7 Lehramtsanwärter + 1 Fremdsprachenassistent (2020/2021)
Leitung Bärbel Cohaus
Website hhgym.de

Das Heinrich-Hertz-Gymnasium ist ein Gymnasium mit mathematisch-naturwissenschaftlicher Prägung in der Rigaer Straße im Berliner Ortsteil Friedrichshain im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

Die denkmalgeschützte Schulanlage Rigaer Straße 81/82 wurde nach Plänen des Architekten Ludwig Hoffmann 1900–1902 errichtet.[1]

Architektur des heutigen Gebäudes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schulgebäude ist ein verputzter dreiflügeliger Bau, der durch bis zu 8 Meter hohe überdachte Mauern mit Hoftoren straßenseitig mit zwei Nebengebäuden verbunden ist.

Insgesamt ist die Anlage an der Straße 105 Meter lang. Hoffmann hält fest, dass er der Baugruppe so zu einer „ernsten, abgeschlossenen, ja klosterähnlichen Wirkung“ verholfen hat. „Diese“, so erklärt Hoffmann weiter, „wird dadurch noch unterstützt, dass an die Straßen keine Schulklassen mit großen Fenstern, sondern Korridore mit breiten Wandflächen zu liegen kamen. Die seitlich vorgezogenen Treppenhausrisalite wurden durch schräg eingeschnittene Fenster zu einer eigenartigen Wirkung gebracht.“[2] Ihre Seitenkanten sind durch Rustizierung betont.

Dass alle Klassenräume in den Seitenflügeln untergebracht wurden, bedeutet auch, dass sie nicht dem Straßenlärm und der prallen Sonne ausgesetzt sind.

In Schulen der Hoffmann-Ära ab 1896[3] wurden „die Schulhäuser geräumiger und stattlicher“, „Treppen und Korridore wurden breiter, die Aulen künstlerisch ausgeschmückt, […] dem Physikraum ein besonderes zweckmäßiges Zimmer zugewiesen und für die Lehrmittelsammlung ein besonderer Raum zur Verfügung gestellt“.

Auch Brausebäder, spezielle Räume für Kinderhorte und die besondere künstlerische Ausstattung der Fassaden sind typisch für Hoffmanns Schulbauten und auch in dem Schulbau in der Rigaer Straße zu finden.[4]

Im westlichen Nebengebäude befand sich das Rektorenwohnhaus, im östlichen eine Turnhalle im Erdgeschoss sowie darüber eine Lesehalle (Öffentliche Bibliothek), außerdem ein Straßenreinigungsdepot und nach Norden im Anschluss an die Turnhalle mit seitlichem Eingang vom Schulhof der Kinderhort. Aktuell beherbergt das Rektorenhaus kleinere Unterrichtsräume, die Redaktion der Schülerzeitung sowie das Archiv der Schule. Ursprünglich wohnten hier zwei Rektoren, Schuldiener und Heizer.

Detail des Portals am Schulgebäude

Der mittlere Flügel des Hauptgebäudes ist von der Straßenfront leicht zurückgesetzt und enthält den in Doppelsäulen eingebetteten über zwei Stockwerke geführten Portalbereich mit breiter sechsstufiger Freitreppe und einem Sprenggiebel, in dem zwei aufrecht stehende Bären eine Kartusche mit der Stadtkrone tragen. Mit dem repräsentativen Portal und anderen Architekturelementen knüpft Hoffmann an die Palastarchitektur der Renaissance an.

Auf dem Mittelbau befindet sich ein Dachturm, der die Mittelachse betont. Je zwei kleinere Dachtürme gibt es auch im Norden und Süden auf den Seitenflügeln. Sowohl der mittlere als auch die beiden Seitenflügel tragen ein gestuftes Mansarddach mit Fledermausgaupen und waren ursprünglich mit Biberschwänzen gedeckt. Ähnlich sind die Dächer der Nebengebäude gestaltet.[5][6]

Alle Architekturteile und Skulpturen bestehen aus rauem grauem bayrischen Kalkstein.

Der heutige Gebäudekomplex des Heinrich-Hertz-Gymnasiums wurde 1899–1900 von Ludwig Hoffmann als Gemeindedoppelschule konzipiert, wobei in technischer Hinsicht Stadtbaumeister Georg Matzdorff und in architektonischer der städtische Architekt Pickersgill an der Bearbeitung und Detaillierung der Entwürfe mitgewirkt haben. 1900–1902 wurde der Bau unter Stadtbauinspektor Weber realisiert.

Die Skulpturen am Bau sind Werke des Bildhauers Otto Lessing (1846–1912). Das Gemälde für die Aula (Kaiser Wilhelm II., nicht mehr vorhanden) schuf der Maler Max Koch (1859–1930).[7]

Dieses Bauprojekt (eine von 21 Schulen) gehörte zu denen, die Ludwig Hoffmann im Rahmen der Großen Kunstausstellung 1901 in 339 Modellen und Zeichnungen der Öffentlichkeit präsentierte, um den Umfang und den Fortschritt der Planung und Realisierung des Baugeschehens in Verantwortung des Hochbauamtes unter seiner Leitung als Stadtbaurat zu dokumentieren.[8]

Der Schulbau kostete 768 000 Mark.[9]

1985 erfolgten umfangreiche Um- und Anbauten sowie eine Erneuerung der Gebäudefront. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nutzung der Schulanlage bis 1946[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 247. Gemeindeschule, später Volksschule, wurde als evangelische Knabenschule am 1. April 1901 gegründet und bezog den Westflügel des Gebäudes. Die 252. Gemeindeschule, später Volksschule, wurde als evangelische Mädchenschule am 1. April 1902 gegründet und bezog den Ostflügel. Im Schuljahr 1902/03 besuchten 976 Schülerinnen die Mädchenschule, das Schuljahr 1905/06 verzeichnet rund 1000 Schüler in der Knabenschule. In der Weimarer Republik sinkt die Schülerzahl auf 342 in jeder der beiden Schulen im Jahr 1930.[10]

Gertrud Bratke, die die Schule von 1916 bis 1925 besuchte, erinnert sich daran, dass die Schule vorwiegend von Arbeiterkindern besucht wurde, von denen viele unterernährt waren, etwa 75 %, wie nach ihrer Angabe schulärztliche Untersuchungen ergaben. Sie erzählt von einer Schülerin die während des Unterrichts häufig einschlief, weil sie ab 4 Uhr morgens Zeitungen austragen musste, um zum Familienunterhalt beizutragen.

Sie berichtet aber auch von einem aktiven Elternbeirat an der Schule, der die Ausgabe von Schulspeisung für einen Teil der Schüler organisierte und sich um Ferienspiele auf dem Sportforum in Hohenschönhausen und Elternabende in der Aula mit Märchenaufführungen und Turndarbietungen sowie einer Ausstellung von selbstgefertigten Arbeiten der Kinder kümmerte. 1920 setzte der Elternbeirat die Versetzung eines Pädagogen, der Kinder geprügelt hatte, durch.

In der Sporthalle turnte eine Gruppe des Arbeitersportvereins Fichte 06.[11]

Im Volksmund hieß die Schule in dieser Zeit, aber auch später noch, die „Graue Laus“

In seinem Roman Auf Tod und Leben erzählt Karl Veken von den politischen Auseinandersetzungen in den 1920er und 1930er Jahren am Baltenplatz (heute Bersarinplatz). Dabei spielt in einigen Passagen auch die „Graue Laus“ eine Rolle.[12]

Nach 1933 führte die Schule wie der gesamte Stadtbezirk den Namen Horst Wessel.

Während des Zweiten Weltkriegs und danach wurde die Schule bis 1946 als Lazarett genutzt.[13]

Nutzung der Schulanlage 1946–1993[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1946 wurden wieder zwei Schulen in der Rigaer Straße 81-82 eröffnet, die 21. Grundschule im Ostflügel und die 22. Grundschule im Westflügel des Gebäudes.

Die 22. Schule wurde Im Schuljahr 1952/1953 erstmalig in Friedrichshain versuchsweise als Zehnklassenschule geführt. Künstler der Komischen Oper gestalteten die Abschlussfeier in der Aula. Unter anderem trug Walter Felsenstein die Ringparabel vor. Die später bekannte Fernsehansagerin Erika Radtke gehörte zu den Schülerinnen, die damals die 10. Klasse abschlossen.[14]

Bereits 1955 waren die beiden Schulen zur 21./22. Grundschule zusammengeführt worden. Ab 1959 wurde daraus die 21. Oberschule, denn die DDR hat in diesem Jahr die zehnklassige polytechnische Oberschule eingeführt.

Ab 13. Dezember 1972 führte die Schule den Namen Herbert-Baum-Oberschule.[15] Im Zusammenhang mit der Namensverleihung nahm die Schule viele Kontakte zu Überlebenden der antifaschistischen Widerstandsgruppe Herbert Baum und Menschen aus ihrem Umfeld auf, z. B. Charlotte und Richard Holzer, Rita Zocher, Walter Sack, Alice und Gerhard Zadek und Beate Jadamowitz und zu Einrichtungen, in denen Kollektive den Namen „Herbert Baum“ trugen, z. B. Technische Hochschule Ilmenau, Amt für Erfindungs- und Patentwesen der DDR, VEB Bau und Montagekombinat, Ingenierhochbau Berlin.

Der Musiklehrer Mario Timm komponierte und textete das Schullied „Hörst du, wie die Klingel hell ertönt“.[16]

Nach der politischen Wende 1989/1990 wurde aus der Herbert-Baum-Oberschule für kurze Zeit die 3. Oberschule/Gesamtschule Friedrichshain

Im Rektorengebäude, in dem viele Jahre das Hausmeisterehepaar wohnte, befand sich Anfang der 1990er Jahre das Amt III der Familienfürsorge.[17]

1993 übernahm das Heinrich-Hertz-Gymnasium den Gebäudekomplex.

Heinrich-Hertz-Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1961 wurde der damals in Adlershof befindlichen Erweiterten Oberschule (EOS) der Name des Physikers Heinrich Hertz verliehen. Die Profilierung in Richtung Mathematik entstand erst allmählich durch Eigeninitiativen einzelner Lehrer. 1963 wurde die erste mathematisch orientierte 9. Klasse eingerichtet. Ab 1965 wurde die Heinrich-Hertz-Oberschule eine Schule mit mathematischem Schwerpunkt, 1969 waren dann alle Klassen der Schule mathematisch orientierte Spezialklassen (nicht zu verwechseln mit den Schüler-Spezialklassen Mathematik/Physik der Humboldt-Universität).[18] Unter mathematisch-naturwissenschaftlich interessierten Schülern wurde die Schule berlinweit und darüber hinaus bekannt.

Die Schule zog 1969 in einen Schulneubau am Frankfurter Tor in Friedrichshain, im Karree von Frankfurter Allee, Warschauer Straße, Boxhagener Straße und Niederbarnimstraße. Das Gebäude ist von der Blockbebauung dieser Straßen verdeckt, und daher von der Straße aus kaum zu sehen. Das Schulgebäude bestand aus einem viergeschossigen, einfachen Gebäuderiegel, parallel zur Frankfurter Allee, mit dem Haupteingang südlich zum Schulhof. Im Kellergeschoss befanden sich Versorgungsräume und die Schulspeisung. Das Gebäude wurde als Typenschulbau (Gangtyp „Berlin SK“) aus vorgefertigten Plattenbauelementen aus Stahlbeton errichtet. Westlich neben dem Schulgebäude grenzt der Altbau der damaligen EOS „Georg Friedrich Händel“, einer Spezialschule für Musik.

Über die Jahre erfolgte eine immer stärkere Hervorhebung der Mathematik und auch Informatik zum Beispiel durch spezielle Lehrpläne zur Förderung logischen Denkens und Mathematikvorlesungen für Schüler der Oberstufe. 1985 wurde die EOS „Heinrich Hertz“ dann zur Spezialschule mathematisch-naturwissenschaftlich-technischer Richtung mit eigenen Lehrplänen und Abituraufgaben.

Mit den politischen Wendeereignissen mussten sich 1990 alle Spezialschulen in der DDR umorientieren, und 1991 wurde der Antrag auf Errichtung eines Gymnasiums mit mathematisch-naturwissenschaftlicher Profilierung genehmigt. Seitdem existiert die Schule in der jetzigen Form als Schule besonderer pädagogischer Prägung. Der schulinterne Heinrich-Hertz-Wettbewerb wurde in viele andere Wettbewerbe wie „Jugend forscht“, den Bundeswettbewerb Mathematik oder die Chemie-Olympiade überführt. 1993 zog die Schule aus der Frankfurter Allee in den jetzigen Bau in der Rigaer Straße. Heute wird das ehemalige Gebäude der Hertzschule am Frankfurter Tor von der Bezirkszentralbibliothek Frankfurter Allee genutzt.

Viele Schüler der Schule erreichten vorderste Plätze in den nationalen Runden verschiedener Wettbewerbe, und es gelang, mehrere Medaillen bei der Internationale Mathematik-Olympiade und anderen internationalen Wettbewerben zu erreichen. Außerdem erhielt das Gymnasium jährlich die Auszeichnung des Bundesministers für Bildung und Forschung für die Beteiligung am Wettbewerb „Jugend forscht“. 2000 wurde das Hertz-Gymnasium Gründungsmitglied im MINT-EC-Netzwerk, das MINT-Schulen vernetzt und fördert.

Seit 2010 ist das Heinrich-Hertz-Gymnasium Mitglied des Netzwerkes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Der Pate des Projektes ist Cherno Jobatey.

Ab dem Schuljahr 2012/2013 wurde eine zusätzliche 5. Klasse eingerichtet, dafür fiel eine neue 7. Klasse weg. Die Schule passte sich somit den aktuellen Bewerberzahlen an.[19]

Seit 2013 erreichen die Absolventen Abitur-Durchschnittsnoten, die immer zu den Top-5 der Berliner Gymnasien gehören. So war das Heinrich-Hertz-Gymnasium zuletzt 2019 mit einer Durchschnittsnote von 1,76 die beste staatliche Schule in Berlin.[20] Dieser Schnitt wurde auch im Jahr 2020 erneut erreicht.[21]

Profil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule setzt sich das Ziel, in allen Fächern eine solide Bildung zu vermitteln und die Schüler darüber hinaus mit speziellen Kenntnissen und Fähigkeiten in Mathematik und den Naturwissenschaften auszurüsten. Die Grundlage dafür bietet eine gegenüber allgemeinen Gymnasien veränderte Stundentafel. So wird beispielsweise in den Klassen 7–10 Mathematik fünfstündig unterrichtet. Wahlpflichtunterricht gibt es in den Klassen 9 und 10 mit den Fächern Informatik, Latein und Geschichte/Geografie, jeweils zweistündig.[22] Zusätzlich werden statt der üblichen zwei nur eineinhalb Stunden Kunst beziehungsweise Musik und nur zwei statt drei Stunden Sport erteilt, was bedeutet, dass die ersteren beiden Fächer ab Klasse 8 epochal unterrichtet werden.

In der Abiturphase wird zusätzlich zu einem umfangreichen Angebot an Mathematik-Leistungskursen ein spezieller Mathematik-Leistungskurs für mathematisch besonders begabte Schüler eingerichtet, der bereits studiumsrelevanten Stoff behandelt und bei sehr guten Leistungen den Erhalt von universitär gültigen Leistungsnachweisen beinhaltet. Für alle Schüler wählbare Erweiterungskurse in Mathematik und Physik mit Themen wie Einführung in die Theorie gewöhnlicher Differentialgleichungen, metrische Räume, Astronomie und spezielle Relativitätstheorie ergänzen das Profilangebot der Oberstufe. Außerdem sind die Schüler verpflichtet, Mathematik, Chemie oder Physik als einen der beiden Leistungskurse zu wählen. Zusätzlich muss ein weiteres Prüfungsfach ebenfalls naturwissenschaftlich sein (Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Informatik).

Besonders die zahlreich angebotenen Arbeitsgemeinschaften im Profilbereich für alle Jahrgänge werden von den Schülern gut besucht und tragen durch gezielte Vorbereitung maßgeblich zu den Erfolgen der Schüler in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Wettbewerben bei.

Auswahlverfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Heinrich-Hertz-Gymnasium nimmt mathematisch-naturwissenschaftlich interessierte Schüler mit der 5. und 7. Klasse aus Grundschulen und auch anderen Gymnasien aus allen Berliner Bezirken nach einem leistungsorientierten Auswahlmodus auf. Dabei gehen die letzten Zeugnisnoten der Fächer Englisch, Deutsch, Naturwissenschaften und Mathematik ein, letzteres wird auf Grund des Schulprofils doppelt gewichtet.

Bis vor wenigen Jahren war der Andrang noch so hoch, dass die Plätze ausgelost werden mussten. Die Bewerberzahlen gingen jedoch stetig zurück, sodass künftig mit zwei Klassen statt der bisherigen drei pro Jahrgang hätte unterrichtet werden müssen. Der Rückgang war nicht zuletzt Folge der Einrichtung 5. Klassen an anderen Gymnasien. Als logische Konsequenz und nach Bemühungen der Schule richtete man ab dem Schuljahr 2005/06 eine 5. Klasse ein, 2012/13 folgte eine zweite 5. Klasse.

Wenn die Schüler nach der 4. Klasse auf das Gymnasium wollen, müssen die Eltern zunächst einen formlosen schriftlichen Aufnahmeantrag stellen. Um die Fähigkeit der Kinder zu beurteilen, werden zuerst die Zeugnisse des 1. Schulhalbjahres der Jahrgangsstufe 4 benötigt. Aus den Noten der Fächer Deutsch, Mathematik und Sachkunde wird eine Punktzahl errechnet. Dafür wird folgende Formel verwendet:

Note Sachkunde + ( 2 × Note Deutsch ) + ( 3 × Note Mathematik ).

Wenn das Ergebnis kleiner oder gleich 15 ist und das Kind in Mathematik mindestens mit „gut“ bewertet wurde, darf das Kind an einer Eignungsprüfung teilnehmen. Die Schüler werden schließlich nach folgenden Kriterien gewählt:

  • zu 50 % aus den Ergebnissen des Eignungstest,
  • zu 25 % aus der Bildungsempfehlung der Schule und weiteren Kriterien und
  • zu 25 % aus der errechneten Punktsumme (s. o.).

Bekannte Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Abiturjahrgang:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dörte Döhl: Ludwig Hoffmann. Bauen für Berlin 1996–1924. Ernst Wasmuth, 2004, ISBN 3-8030-0629-5, S. 263–264.
  • Jan Feustel: Wilhelminisches Lächeln. Bauten von Hoffmann und Messel im Bezirk Friedrichshain. Begleitmaterial zur Ausstellung, Heimatmuseum Friedrichshain. Berlin 1994, S. 38–41.
  • Willi Gensch, Hans Liesigk, Hans Michaelis (Bearbeiter): Der Berliner Osten. Berliner Handelsdruckerei, Berlin 1930, S. 364–365.
  • Ludwig Hoffmann, Bruno Hessling, Ernst Wasmuth: Neubauten der Stadt Berlin: Gesamtansichten und Einzelheiten nach den mit Maßen versehenen Original-Zeichnungen der Fassaden und der Innenräume sowie Naturaufnahmen der bemerkenswertesten Teile der seit dem Jahre 1897 in Berlin errichteten städtischen Bauten. Berlin; New York: Bruno Hessling, 1902–1912. 11 Bände, Band 2, Tafel 26: Gemeindeschule in der Rigaer Straße. Schulgebäude, Tafel 27: Portal des Schulgebäudes, Tafel 28: Lehrerwohnhaus, Tafel 29: Detail des Portals zum Schulgebäude, Tafel 30: Bauzeichnung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Heinrich-Hertz-Oberschule – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jan Feustel: Wilhelminisches Lächeln. Bauten von Hoffmann und Messel im Bezirk Friedrichshain. Begleitmaterial zur Ausstellung, Heimatmuseum Friedrichshain. Berlin 1994, S. 38.
  2. Ludwig Hoffmanns: Lebenserinnerungen eines Architekten, Gebr. Mann Verlag, Berlin 1983, S. 140.
  3. Ludwig Hoffmann war als Berliner Stadtbaurat von 1896 bis 1924 Nachfolger Herrmann Blankensteins, der dieses Amt von 1872 bis 1896 ausübte.
  4. T. Fischer: Die ersten 75 Jahre der Berliner Gemeindeschule, Mitteilungen der Gesellschaft für deutsche Erziehungs- und Schulgeschichte von Karl Kehrbach, Jahrgang XIII, Heft 1, Hofmann & Co, Berlin 1903, zitiert In: Willi Gensch, Hans Liesigk, Hans Michaelis (Bearbeiter): Der Berliner Osten. Berliner Handelsdruckerei, Berlin 1930, S. 363–364.
  5. Architekturausstellung der Stadt Berlin 1901 (Führer durch die Ausstellung), Berlin 1901, S. 10.
  6. Jan Feustel: Wilhelminisches Lächeln. Bauten von Hoffmann und Messel im Bezirk Friedrichshain. Begleitmaterial zur Ausstellung, Heimatmuseum Friedrichshain. Berlin 1994, S. 39.
  7. Jan Feustel: Wilhelminisches Lächeln. Bauten von Hoffmann und Messel im Bezirk Friedrichshain. Begleitmaterial zur Ausstellung, Heimatmuseum Friedrichshain. Berlin 1994, S. 39.
  8. Architekturausstellung der Stadt Berlin 1901 (Führer durch die Ausstellung), Berlin 1901.
  9. Jan Feustel: Wilhelminisches Lächeln. Bauten von Hoffmann und Messel im Bezirk Friedrichshain. Begleitmaterial zur Ausstellung, Heimatmuseum Friedrichshain. Berlin 1994, S. 38.
  10. Willi Gensch, Hans Liesigk, Hans Michaelis (Bearbeiter): Der Berliner Osten. Berliner Handelsdruckerei, Berlin 1930, S. 364–365.
  11. Festschrift (Faltblatt) Von der kaiserlichen Gemeindeschule zur sozialistischen Herbert-Baum-Oberschule. Informationen zur Geschichte der Schule, zusammengestellt anlässlich des 75. Geburtstages der Schule am 1. April 1976 von der Arbeitsgemeinschaft Junge Historiker (Leiter: Fritz Wollenberg), S. 2–3. Das Faltblatt, das die AG Junge Historiker der Schule auf der Grundlage der Schulchronik, von Büchern und Materialien aus dem Stadtarchiv und aus dem Märkischen Museum gestaltet hatte, durfte nicht, wie geplant, verteilt werden, da das Jubiläum einer im Kaiserreich gegründeten Schule nicht begangen werden sollte. Die Veranstaltung am 1. April 1976 in der Schule fand als Treffen der Herbert-Baum-Kollektive statt. Zum Festprogramm in der Aula wurden aber auch Szenen aus der Geschichte der Schule gezeigt.
  12. Karl Veken: Auf Tod und Leben. Roman. Verlag Neues Leben, Berlin 1961.
  13. Festschrift (Faltblatt) Von der kaiserlichen Gemeindeschule zur sozialistischen Herbert-Baum-Oberschule, S. 3–4.
  14. Festschrift (Faltblatt) Von der kaiserlichen Gemeindeschule zur sozialistischen Herbert-Baum-Oberschule, S. 4.
  15. Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR. Hauptstadt Berlin I. Hrsg. vom Institut für Denkmalpflege, Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, 2. Aufl., Berlin 1984, S. 452.
  16. Bernd Beutler (Redaktion): Der Baum-Bote. Festschrift zum Jahrgangstreffen der 75er am 25. Juni 2005 (Abschlussjahrgang 10. Klasse der Herbert-Baum-Oberschule 1975.). Berlin 2005, S. 18.
  17. Berlin Friedrichshain. Bezirksamt Friedrichshain (Hrsg.), Berlin 1991
  18. Spezialschule Mathematik/Physik der Humboldt-Universität
  19. Chronik der Schule. Heinrich-Hertz-Gymnasium Berlin, abgerufen am 23. November 2018.
  20. Redaktion: Abiturdaten. 19. Januar 2018, abgerufen am 29. April 2020.
  21. René Meintz: Abiturdaten. In: Gymnasien in Berlin. Abgerufen am 10. November 2020.
  22. Schulprogramm
  23. https://www.researchgate.net/profile/Frank_Havemann
  24. Übersicht der ordentlichen Professoren für Mathematik/Informatik in der DDR
  25. Der Schmuggel ueber die Zeitgrenze – Erinnerungen
  26. [1]
  27. [2]
  28. [3]
  29. http://www.math.hu-berlin.de/~caren
  30. Marcel Pietschmann: Absolvent Peter Scholze wird mit der Fields-Medaille 2018 ausgezeichnet. In: Heinrich-Hertz-Gymnasium. Abgerufen am 27. Mai 2020.
  31. Ordensverleihung „Mut zur Zukunft: Grenzen überwinden“. In: Der Bundespräsident. Bundespräsidialamt, 2. Oktober 2019, abgerufen am 27. Mai 2020.