Heinrich Adolf Schrader

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Heinrich Adolf Schrader

Heinrich Adolf Schrader (* 1. Januar 1767 in Alfeld bei Hildesheim; † 22. Oktober 1836 in Göttingen) war ein deutscher Arzt und Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Schrad.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1794 wurde Schrader Direktor des Botanischen Gartens Göttingen. Schrader wurde 1795 medizinischer Doktor in Göttingen, 1803 außerordentlicher Professor und Vorsteher des Universitätsgartens sowie 1809 ordentlicher Professor an gleicher Stelle.

Schrader gab viele beschreibende Arbeiten heraus, teilweise über Pflanzen in Deutschland und teilweise über Gewächse aus entfernten Ländern. Unter diesen gab es mehrere größere Werke mit kolorierten Seiten, wie Sertum Hannoveranum (1795–98, zusammen mit Johann Christoph Wendland), Nova genera plantarum (1797), Flora germanica (Beginn, 1806), Hortus Gottingensis (1809) und Systematische Sammlung Cryptogamischer Gewächse (1796–97).

Er war von 1799 bis 1803 Herausgeber des „Journal für die Botanik“ und 1806–10 des „Neues Journal für die Botanik“, welche Vorgänger für die seit 1818 bestehende Zeitschrift „Flora“ waren. 1804 wurde Schrader zum ordentlichen Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt.[1] 1812 wurde Schrader korrespondierendes Mitglied der Königlich-Preußischen und 1815 der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften. 1820 wurde er Mitglied der Leopoldina.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pflanzengattungen Schradera Vahl aus der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae), Schraderanthus Averett aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) sowie die Moosgattungen Schraderella Müll.Hal. und Schraderobryum M.Fleisch. sind nach ihm benannt worden.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heinrich Adolf Schrader – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001 (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse. Folge 3, Band 246 = Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse. Folge 3, Band 50). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 217.
  2. Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5 doi:10.3372/epolist2018.