Heinrich Bernhard Rupp

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Heinrich Bernhard Rupp (Ruppe) (* 22. August 1688 in Gießen; † 7. März 1719 in Jena) war ein deutscher Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Ruppius“.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rupp nannte sich auch Ruppius, also mit einer latinisierten Namensform, wie dies in seiner Zeit üblich war. Er studierte ab 1704 in Gießen Medizin. Bereits damals lernte er Dillenius kennen. Er studierte ab 1711 an der Universität Jena, ab 1712 in Leiden und 1713 erneut in Jena.

Rupp schrieb eine Flora von Jena (Flora Jenensis...), in der Blütenpflanzen und niedere Pflanzen behandelt werden. Seine Flora deckte große Teile Thüringens bis ins Vorland des Harzes ab. Als Medizinstudent hatte Rupp verbotenerweise in Jena Vorlesungen über Botanik gehalten, die wesentlich besser waren als die des damaligen Professors Johann Adrian Slevogt. Als dieser versuchte das Manuskript an sich zu bringen um eine Veröffentlichung zu verhindern verkaufte Rupp 1717 das Manuskript seiner Flora an seinen Kommilitonen Johann Heinrich Schütte, der deutsche Pflanzennamen beifügte und die Flora 1718 drucken ließ. Rupp schrieb eine zweite Ausgabe, die jedoch erst nach seinem Tode (1726) erschien. Eine dritte Auflage folgte 1745 und wurde von Albrecht von Haller bearbeitet.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carl von Linné benannte Rupp zu Ehren die Pflanzengattung der Salden als Ruppia (Familie Ruppiaceae – Saldengewächse).[1][2]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Flora Jenensis. 1718
  • Flora Jenensis sive enumeratio plantarum tam sponte circa Jenam et in locis vicinis nascentium, quam in hortis obviarum : methodo conveniente in classes distributa, figurisque rariorum aeneis ornata; in usum botanophilorum Jenensium edita multisque in locis correcta et aucta. - Francofurti: Lipsiae, 1726
  • Alberti Haller Flora Jenensis Henrici Bernhardi Ruppii, ex posthumis auctoris schedis et propriis observationibus aucta et emendata; accesserunt plantarum rariorum novae icones. - Jenae: Cuno, 1745

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Mägdefrau: Die Erforscher der Jenaer Trias. In: Beiträge zur Geologie von Thüringen, 6, 1941, S. 85–96

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carl von Linné: Critica Botanica. Leiden 1737, S. 94
  2. Carl von Linné: Genera Plantarum. Leiden 1742, S. 442