Heinrich Braun (Chirurg, 1847)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Christian Heinrich Braun (* 18. Februar 1847 in Beerfelden, Odenwald; † 10. Mai 1911 in Göttingen) war ein deutscher Chirurg und Hochschullehrer.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Braun gilt als einer der herausragenden Chirurgen des 19. Jahrhunderts. Er entwickelte chirurgische Verfahren, die teilweise noch heute Anwendung finden.

Er studierte an der Universität Gießen und der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin. Nachdem er 1872 zum Dr. med. promoviert hatte, imwurde er Prosektor am Anatomischen Institut der Charité. Nach einer Assistentenstelle an der Physiologie Gießen habilitierte er sich dort im Jahre 1873 in Anatomie. Eine Habilitation für Chirurgie folgte im Jahr 1875 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wo er sodann zum a. o. Professor ernannt wurde. Nach einer Anstellung als Oberarzt der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg folgten weitere Stationen im Klinikum Mannheim, Jena und Marburg. Im Jahr 1888 wurde er zum Mitglied der Gelehrtenakademie Leopoldina gewählt.

Seit 1890 Lehrstuhlinhaber an der Albertus-Universität Königsberg, entwickelte er die Braun'sche Anastomose, einen noch heute gängigen operativen Dünndarmkurzschluss bei der Magenteilresektion. 1893 beschrieb er als erster die Behandlung eines durchgebrochenen Magengeschwürs durch Übernähen mit dem Omentum majus.

1895 wechselte er zur Uniklinik Göttingen als letzter Station seines Schaffens. 1904 wurde er zum Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie gewählt.

Seine Geburtsstadt Beerfelden benannte nach ihm die Professor-Braun-Straße.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]