Heinrich Breling

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Selbstbildnis vor Staffelei um 1911
Abziehende Soldaten (1888)
Das Muschelessen (1900)
Grabstelle Amalie und Heinrich Breling

Heinrich Christoph Gottlieb Breling (* 14. Oktober 1849 in Burgdorf (Region Hannover); † 6. September 1914 in Fischerhude) war ein deutscher Genre- und Historienmaler sowie Mitbegründer der Künstlerkolonie Fischerhude.

Seine Kindheit verbrachte Heinrich Breling in Fischerhude als Sohn des Wilhelmshauser Grenzaufsehers. Von 1863 bis 1869 studierte er Kunst in Hannover. Später in München war er Schüler von Wilhelm von Diez. 1883 wurde er zum Professor an der Akademie der Bildenden Künste München ernannt. Ab 1884 war Heinrich Breling Hofmaler von König Ludwig II. von Bayern und malte mehrere Aquarelle von König Ludwig II. und dessen „heimlichen Residenzen“. 1892 siedelte Heinrich Breling mit seiner Frau Amalie und den sechs Töchtern endgültig nach Fischerhude um. 1908 ließ er in der Bredenau sein neues Atelier errichten, das noch durch seinen Enkel Tim und seine Enkelin Mietje genutzt wurde (Kinder vom Schwiegersohn Jan Bontjes van Beek und Tochter Olga Bontjes van Beek). Seine Enkelin aus gleicher Ehe, Cato Bontjes van Beek, wurde am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee als Mitglied der von der Funkabwehr der Nationalsozialisten so genannten Roten Kapelle durch das Fallbeil hingerichtet. Seine zweitälteste Tochter Louise Modersohn-Breling (1883–1950) war mit dem deutschen Landschaftsmaler Otto Modersohn (1865–1943) verheiratet. Sein Enkel aus dieser Ehe ist der Maler Christian Modersohn. Seine Tochter Amelie Breling (1876–1966) wurde Lehrerin in Hannover, Malerin, Bildhauerin und Keramikerin; mit ihrem Schwager Jan Bontjes van Beek gründete sie 1922 eine Keramikwerkstatt in Fischerhude.

Heinrich Breling wurde als Genre- und Historienmaler sehr bekannt. Seine späteren impressionistischen Arbeiten blieben weitgehend unbeachtet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jean Louis Schlim: Ludwig II. – Traum und Technik. MünchenVerlag, München 2010, ISBN 978-3-937090-43-6 (mit Aquarellen von Heinrich Breling).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heinrich Breling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien