Heinrich Credner

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Karl Friedrich Heinrich Credner (* 13. März 1809 in Waltershausen; † 28. September 1876 in Halle/Saale) war ein deutscher Geologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Credner studierte zwischen 1828 und 1831 an der Bergakademie Freiberg. An der Universität Göttingen schloss er seine Studien ab. Danach bereiste er im Auftrag der Regierung von Sachsen-Gotha Sachsen, Böhmen und Schlesien. 1833 wurde er in Gotha Bergassistent, 1850 Bergrat. Später wurde er außerdem zum Eisenbahn-, Versicherungs- und Gasdirektor ernannt. 1853 wurde er in den Gothaer Landtag gewählt dem er bis 1856 angehörte. 1858 folgte er einem Ruf nach Hannover, wo er Oberbergrat im Ministerium wurde. 1866 wurde er nach Berlin versetzt. 1868 wurde er Oberbergrat in Halle/Saale. 1863 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt.[1]

Credner hat das später nach ihm benannte[2] Mineral Crednerit erstmals beschrieben.[3] In Flegessen entdeckte er Posidonienschiefer.[4]

Sein Sohn Carl Hermann Credner (1841–1913) war Professor für Geologie in Leipzig, sein Sohn Georg Rudolf Credner (1850–1908) Geograph, Geologe und Rektor der Universität Greifswald.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Übersicht der geognostischen Verhältnisse Thüringens und des Harzes begleitet von einer geognostischen Karte. Gotha 1843
  • Über die Gervillien der Trias-Formation in Thüringen. Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefakten-Kunde, Jahrgang 1851, 641 – 657, Tafel VI, E. Schweizerbart´sche Verlagshandlung und Druckerei, Stuttgart 1851
  • Geognostische Karte des Thüringer Waldes, 4 Blätter, 1855
  • Über die Grenz-Gebilde zwischen dem Keuper und dem Lias am Seeberg bei Gotha und in Norddeutschland überhaupt. Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefakten-Kunde, Jahrgang 1860, 293 – 319, Tafel III, E. Schweizerbart´sche Verlagshandlung und Druckerei, Stuttgart 1860
  • Uber die Gliederung der oberen Juraformation und der Wealden-Bildung im nordwestlichen Deutschland. Prag 1863

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellenangaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751-2001. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 62.
  2. C. Rammelsberg (1847): Über den Crednerit, ein Mangan-Kupfererz von Friedrichsrode am Thüringer Wald. In: Poggendorffs Annalen der Physik und Chemie. 74, 559-562
  3. H. Credner (1847): Über das Vorkommen von vanadinsaurem Kupferoxyd und Kupfer-Manganerz bei Friedrichrode im Thüringer Wald. In: Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geognosie, Geologie und Petrefaktenkunde. 1-7
  4. Jahresbericht der Naturhistorischen Gesellschaft zu Hannover, Ausgaben 58-59

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]