Heinrich Denzinger

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Heinrich Joseph Dominikus Denzinger (* 10. November 1819 in Lüttich; † 19. Juni 1883 in Würzburg) war ein katholischer Theologe.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Eltern waren der Professor Ignaz Denzinger (1782–1862) und dessen Ehefrau Marie Thekla Molitor. Sein Vater war Professor der Philosophie in Lüttich und wechselte 1831 nach Würzburg.

Sein Bruder August wurde Professor für römisches Recht in Würzburg. Sein Bruder Franz Josef (1821–1894) wurde Architekt und war ab 1859 Dombaumeister in Regensburg (Ausbau der beiden Türme, Querschiff mit Dachreiter), daneben 1869 bis 1879 an Wiederherstellung und Ausbau des Frankfurter Doms beteiligt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denzinger war ab 1848 Professor für Exegese des Neuen Testaments bzw. seit 1854 für Dogmatik an der Universität Würzburg. Er begründete 1854 die Quellensammlung Enchiridion Symbolorum, die bis heute – in zahlreichen Überarbeitungen – weiter in Gebrauch ist. Sie umfasst alle für die katholische Theologie wichtigen Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrdokumente zu Fragen des Glaubens und der Sitten.

In der Liturgiewissenschaft noch viel benutzt, weil unersetzt, ist die von Denzinger herausgegebene Sammlung lateinischer Übersetzungen von ostkirchlichen Texten zur Feier der nicht-eucharistischen Sakramente: Ritus Orientalium, Coptorum, Syrorum et Armenorum in administrandis sacramentis (2 vols., Würzburg, 1863–1864). Online: Band 1; Band 2.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]