Heinrich Ferdinand Möller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Heinrich Ferdinand Möller (* 1745 in Olbersdorf bei Jägerndorf in Schlesien;[1]27. Februar 1798 in Fehrbellin) war ein deutscher Schauspieler und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Möller wirkte ab 1770 als Schauspieler in Hamburg zunächst bei der Burianischen Gesellschaft, später bei der Seylerschen Truppe. In den 1780er Jahren war er Direktor der Hofschauspielergesellschaft des Markgrafen zu Braunschweig-Schwedt und Regisseur des Hoftheaters in Schwedt. Er starb 1798 auf einer Reise nach Berlin in Fehrbellin.

Möllers berühmtestes Stück war Der Graf von Waltron oder Die Subordination (1776), das zwanzig Jahre lang auf den Bühnen ganz Europas gespielt und ins Französische, Italienische und Schwedische übersetzt wurde. Sein Lustspiel Die Zigeuner wurde mehrfach vertont: von Johann Christoph Kaffka 1778, von Christian Gottlob Neefe 1779 sowie von Franz Andreas Holly und Anton Eberl (unter dem Titel Les Bohémiens) 1781.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ferdinand und Wilhelmine, 1775
  • Luise, oder der Sieg der Unschuld, 1775
  • Der Graf von Waltron, oder die Subordination, 1776 (Digitalisat)
  • Sophie, oder der gerechte Fürst, 1776 (Digitalisat)
  • Ernst und Gabriele, 1776
  • Die Zigeuner, 1777
  • Emanuel und Elmira, 1778
  • Heinrich und Henriette, 1778
  • Wikinson und Wandrop, 1779
  • Wladislav II., 1791

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Als Geburtsort gibt die Literatur vorwiegend Olbersdorf in Schlesien an, konkretisiert als Olbersdorf bei Jägerndorf wird dies bei Ingeborg Fialová-Fürstová: Kurze Geschichte der deutschmährischen Literatur (= Beiträge zur deutschmährischen Literatur. Band 19). Univerzita Palackého v Olomouci, 2011, ISBN 978-80-244-2851-2, S. 55 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).