Heinrich Friedrich von Friesen

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Heinrich Friedrich Graf von Friesen (* 26. August 1681 in Holland; † 8. Dezember 1739 in Cette) war ein kursächsischer General der Infanterie und Diplomat.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er entstammte der alten Adelsfamilie von Friesen und war der Sohn von Graf Julius Heinrich von Friesen (* 17. Juni 1657; † 28. August 1706) und Amalia Catharina von Dohna (* 12. November 1658; † 18. Dezember 1707). Seine Schwester Charlotte Johanna Maximiliana war mit dem Minister Adolph Magnus von Hoym verheiratet.

Nach seiner Grand Tour durch Frankreich und England ging er in russische Kriegsdienste. Er kämpfte im Großen Nordischen Krieg in der Schlacht von Pultawa und im Vierten Russischen Türkenkrieg am Pruth. Um 1712 kam er als Oberst in sächsische Dienste. 1713 wurde er Kammerherr und im Pommernfeldzug 1715/1716 wurde er Generalmajor. 1716 ging er gegen Aufständische in Polen vor, aber mir solcher Härte, dass der König ihn abberufen musste. Zudem hatte er sich auch mit dem Feldmarschall Graf Jacob Heinrich von Flemming zerstritten. Daher ging er an den Hof. So wurde er 1719 Oberfalknermeister und 1727 Oberkammerherr mit dem Charakter als Kabinettsminister. 1731 wurde er noch General der Infanterie, 1734 wurde er Gouverneur von Dresden und zog sich eigentlich vom Militär zurück, aber mit dem Sturz von Minister Sulkowski 1738 wurde er Kommandeur der Leibgarde zu Fuß. Von 1726 bis zu seinem Tod war er Besitzer der Standesherrschaft Königsbrück.

Er starb auf einer Reise nach Montpellier in Cette am 8. Dezember 1739.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war mit Augusta Constantia von Cosel (* 24. Februar 1708; † 2. Februar 1728) verheiratet. Sie war eine illegitime Tochter von Friedrich August I. von Sachsen mit Constantia von Cosel. Aus der Ehe ging unter anderem der Sohn August Heinrich (1727–1755) hervor.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]