Heinrich Guter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Heinrich Guter (* 11. Januar 1925 in Ulm; † 30. März 2015) war ein deutscher Architekt. Er gehörte zur „Ulmer Abiturientengruppe“ der Widerstandsgruppe Weiße Rose.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Guter entstammte einem streng katholischen Milieu. Er besuchte das humanistische Gymnasium in Ulm. Bald gehörte er mit seinen Klassenkameraden Franz J. Müller, Heinz Brenner, Walter Hetzel und Hans Hirzel zum festen Freundeskreis, die dem Nationalsozialismus skeptisch gegenüberstand. Durch Hirzel kam Guter in Kontakt mit Sophie Scholl und der Widerstandsgruppe der Weißen Rose. Er war in die Verbreitung von Flugblättern eingeweiht, ohne allerdings selbst mitzuwirken.

Guter wurde im so genannten "Zweiten Weiße-Rose-Prozess" am 19. April 1943 vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er von der Aktivitäten der Widerstandsgruppe gewusst, sie aber nicht angezeigt hatte.[1]

Heinrich Guter studierte Architektur und wurde Architekt in München. 1961 heiratete er die Schauspielerin Erika Wackernagel (1925–1995).

1987 war er Mitbegründer der Weiße Rose Stiftung, die von Überlebenden gegründet wurde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volksgerichtshofurteile über die Weise Rose