Heinrich Hanke

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Heinrich (Hennak) Hanke, Lehrer und Konrektor, (* 1. April 1906 in Bentorf; † 21. April 1968 in Lockhausen (Bad Salzuflen)), war ein lippischer Heimat- und Mundartdichter.[1]

Er wurde als Sohn eines Schuhmachers geboren. Bis 1939 arbeitete er nach einer kaufmännischen Lehre in verschiedenen Firmen in Varel, Hannover, Mannheim, Berlin und Braunschweig. Am Zweiten Weltkrieg nahm er von 1939 bis 1945 teil. Er besuchte ab 1947 die Pädagogische Akademie in Detmold und machte sein Examen als Lehrer. An der Volksschule Lockhausen (heute Ortsteil von Bad Salzuflen) war er zuletzt als Konrektor tätig. Darüber hinaus nahm er auch die Aufgaben des Standesbeamten wahr.[2] 1968 verstarb er hier.[3]

In seinem Geburtsort Bentorf, Ortsteil der Gemeinde Kalletal, erinnert der Hennak-Hanke-Weg an ihn, während in Lemgo mit der Benennung der Hennak-Hanke-Straße seiner gedacht wird.

Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Hanke hatte schon seit 1929 zahlreiche Erzählungen und Plaudereien in Plattdeutsch verfasst. Diese erschienen teilweise in Buchform in Sammlungen wie „Kinner van’n Süll“ (1931) und „Pünjeshagen, Vertellsel up lippsk Platt“ (1963, erweitert 1976), worin in letzterer Geschichten und Anekdoten aus einem lippischen Phantasiedorf veröffentlicht sind. Im posthum 1985 in hochdeutscher Sprache erschienenen Zieglerroman „Das ewige Wandern“ schildert er eindringlich und historisch fundiert die Lebens- und Erlebenssituation der „Lippischen Ziegler“, Wanderarbeiter, denen sich im armen Lippe keine andere Möglichkeit bot, ihre Familien zu versorgen. Hanke hinterließ darüber hinaus mehrere plattdeutsche Theaterstücke.[4]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Hanke: Das ewige Wandern (Roman aus dem Zieglerleben), Lippischer Heimatbund in Detmold (Lippische Heimatbücher), ISBN 3-926311-07-X; ISBN 978-3-926311-07-8
  • Heinrich Hanke: Pünjeshagen Vertellsel up lippsk Platt, 1. Auflage 1963, Lippischer Heimatbund in Detmold (Lippische Heimatbücher), 2. Auflage 1976, bearbeitet von Wilhelm Süvern
  • Heinrich Hanke: Kinner van’n Süll. Lippske plattduitske Vertellse iut auler un nuiger Tuit. Detmold: Meyer 1931

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geschichtswerkstatt Exter, Spurensuche XII, Linnenbeeke bis Bentorf, 2004, Reihe Beiträge zur Ortsgeschichte, ISSN 1619-7828
  • Wilhelm Süvern: „Hennak Hanke: Sein Leben und Werk“, Biographie, Lippischer Heimatbund, Detmold 1976

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinrich Hanke im Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren
  2. Chronik der Gemeinde Lockhausen, Hrsg. Stadt Bad Salzuflen, 1983; S. 237 ff.
  3. Wilhelm Süvern: Hennak Hanke. Ein Leben für die lippische Muttersprache, in: Rudolf Baier, Georg-Wilhelm Schluckebier (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Lockhausen, Bad Salzuflen 1983, S. 237–239.
  4. Hennak Hanke. Einer der besten Kenner des Volkslebens in Lippe, in: Lippische Rundschau, Kalletaler Anzeiger, vom 31. Mai 1986.