Heinrich Löffler (Politiker, 1879)

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Heinrich Löffler

Heinrich Löffler (* 14. August 1879 in Ilbeshausen; † 30. Dezember 1949 in Schlüchtern) war ein deutscher Politiker der SPD.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war der Sohn des Landwirt und Mahlmüllers Heinrich Löffler XV. und seiner Ehefrau Elisabeth geb. Klein[1]. Nach dem Besuch der Volksschule in Ilbeshausen und einer Lehre arbeitete Löffler von 1897 bis 1905 als Bergmann (Hauer) in Gelsenkirchen im Ruhrgebiet[2]. Anschließend war er Angestellter beim Verband der Bergarbeiter Deutschlands, dem er seit 1898 angehört hatte. Löffler gehörte seit 1901 der SPD an. 1911 bis 1919 war er Hauptvorstand beim Verband der Bergarbeiter Deutschlands und leitete ab 1913 die Gewerkschaft in Oberschlesien.

Löffler wurde 1918 in den Stadtrat von Kattowitz gewählt. 1919/20 war er Mitglied der Weimarer Nationalversammlung. Anschließend war er bis zum Erlöschen der Oberschlesischen Mandate im Dezember 1922 Reichstagsabgeordneter.

Von 1919 bis 1920 war Löffler Vorstandsmitglied des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) Berlin und von 1920 bis 1933 des Reichskohlenverbandes in Berlin. Er war auch Mitglied des Reichskohlenrats. Er verlor 1933 seine Funktionen in der Kohlenwirtschaft und wurde Gastwirt in Berlin-Tempelhof[3]. Löffler war ab 1947 in Schlüchtern/Hessen ansässig und bis zu seinem Tod für die SPD politisch tätig. 1948 wurde Löffler stellvertretendes Mitglied des Kreisausschusses in Schlüchtern.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der gewerkschaftliche Separatismus der Polnisch-Sozialistischen Partei in Deutschland. Verlag der Generalkommission der Gewerkschaften, Berlin 1914.
  • Rußland im Licht englischer Gewerkschafter. Verlagsgesellschaft des ADGB, Berlin 1925.
  • Zum Jahrestag des Mordes an Walther Rathenau. In: Das Freie Wort. Sozialdemokratisches Diskussionsorgan. 4. Jahrgang, Heft 25.
  • Um Oberschlesien. Verlagsgesellschaft des ADGB, Berlin 1922
  • Das Proletariat und die Besetzung des Ruhrgebiets. Verlag für Sozialwissenschaft, Berlin 1923

Biographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1947: Ein politisches Urgestein kommt in den Bergwinkel von Kurt Fischer, in: Bergwinkel-Bote Heimatkalender 2009, Schlüchtern 2008, S. 91–103

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Schumacher (Hrsg.): M.d.R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung, 1933–1945. Eine biographische Dokumentation. 3., erheblich erweiterte und überarbeitete Auflage. Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5183-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Standesamt Ilbeshausen, Geburten 1879, Nr. 21 (online im Hessischen Staatsarchiv Marburg)
  2. Adressbuch Gelsenkirchen 1902 und 1904
  3. Berliner Adressbuch 1940, Löffler, Heinrich, Gastw. Tempelhof, Dorfstr. 21, Wohn Schönburgstr. 19