Heinrich Mißfeldt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Heinrich Mißfeldt (auch Missfeldt) (* 20. Dezember 1872 in Suchsdorf bei Kiel[1]; † 27. Oktober 1945 in Torgau) war ein deutscher Bildhauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mißfeld wurde am 20. Dezember 1872 in Suchsdorf bei Kiel geboren. Seine Eltern waren der Ziegeleibesitzer Detlef Mißfeldt und Elsabe Sinn.[1]

Nach einer Lehre als Holzbildhauer bei Peter Schnorr in Kiel ging er zum Studium nach Berlin, zunächst 1891 an die Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin und anschließend an die Akademie für Bildende Künste bei Gerhard Janensch, Ernst Herter und Peter Breuer. Der „Kugelspieler“ von 1903 war sein künstlerischer Durchbruch. Verschiedene Plastiken führte die Gießerei Gladenbeck in ihrem Katalog. In dieser Zeit war Mißfeldt häufig auf Kunstausstellungen in Berlin und Düsseldorf vertreten. 1906 heiratete er Bertha Meyer (* 1867), die Tochter des niederdeutschen Dichters Johann Meyer. Der Klaus-Groth-Brunnen in Kiel von 1912 gilt als das Hauptwerk des Künstlers. Er war der Bruder des Malers Friedrich Mißfeldt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal Johann Meyer im Stadtpark Wilster
1899 Klaus Groth, Statuette in der Landeshalle Schleswig-Holstein Kiel (erhalten)
1899 Klaus Groth, Büste
1900 Berlin-Kreuzberg: Grabmal Familie Taeschner, Luisenstädtischer Friedhof (erhalten)
1902 Schäfer, Statuette
1903 Kiel: Trauernde, Grabdenkmal Johann Meyer (Südfriedhof)
1903 Kugelspieler, Bronzestatuette 57 × 32 × 28, 2 cm (1 Exemplar in der Kunsthalle Bremen)
1906 Kauerndes Mädchen (Museum Halle an der Saale)
1907 Wiesbaden: Abschied, Marmorfigur von Kaiser Wilhelm für das Schloss erworben
1908 Wilster: Denkmal Johann Meyer
1910 Kiel, Südfriedhof: Relief Joachim Ludwig Bünsow
1911 Schenefeld: Büstendenkmal Kaiser Friedrich III. im Hohenzollernpark (erhalten)
1912 Kiel: Klaus Groth-Denkmal /Klaus Groth-Brunnen mit Standbild und 6 Reliefs mit Szenen aus Werken des Dichters, im Ratsdienergarten
1914 Berlin-Neukölln: Fritz Reuter-Brunnen am Reuterplatz, im Zweiten Weltkrieg zerstört, 1957 völlig verändert wieder aufgestellt
1914 Tempelburg (Pommern): Drei-Kaiser-Denkmal
1920 Berlin-Lichtenrade: Kriegerdenkmal 1914/18, Friedhof Lichtenrade
1940 Im Sommer
Barmen: Reue für die Ruhmeshalle
Bronzerelief Friedrich Wilhelm Rathgen 32 × 41 cm (Privatbesitz)
Kriegerdenkmale
1921 Bokel: Kriegerdenkmal 1914/18 (1975 abgetragen und durch ein neues Denkmal ersetzt)
Blumenthal: Kriegerdenkmal 1914/18 mit der Figur einer sitzenden trauernden Frau (erhalten)
Bad Bramstedt: Kriegerdenkmal 1914/18
Garding: Kriegerdenkmal 1914/18
Husum: Kriegerdenkmal 1914/18
Kappeln: Kriegerdenkmal 1914/18
Kiel: Kriegerdenkmal 1914/18
Ortwig: Kriegerdenkmal 1914/18 mit der Figur einer sitzenden trauernden Frau (erhalten)
Pritzwalk: Kriegerdenkmal 1914/18 mit der Figur einer sitzenden trauernden Frau (erhalten)
Segeberg: Kriegerdenkmal 1914/18
1922 Brande-Hörnerkirchen: Kriegerdenkmal 1914/18 an einer Außenmauer der Kirche, 1936 verlegt
Grabdenkmäler u. a. in Kiel, Itzehoe, Hamburg, Harburg, Stuttgart, Mannheim, Dresden, Frankfurt/O., Berlin

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heinrich Mißfeldt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b horst-missfeldt.de, abgerufen 25. April 2015