Heinrich Nöth

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Heinrich Nöth (* 20. Juni 1928 in München; † 26. Juni 2015[1] ebenda) war ein deutscher Chemiker und von 1998 bis 2005 Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Weiterhin war er mehrfach Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Nöth studierte ab 1949 Chemie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1952 machte er das Diplom[2], 1954 wurde er in München mit einer Arbeit über Wasserstoffverbindungen des Periodensystems der Elemente zum Dr. rer. nat. promoviert.

Nach einer kurzen Tätigkeit in Großbritannien kehrte er nach München zurück. 1962 habilitierte er sich an der LMU. Vier Jahre wurde er an die Philipps-Universität Marburg berufen, zudem Direktor des Instituts für Anorganische Chemie. 1969 wechselte er auf eine Professur für Anorganische Chemie an die Ludwig-Maximilians-Universität München.

Auch nach seinem Ruhestand 1996 engagierte er sich weiterhin an der Universität und übernahm darüber hinaus eine Gastprofessur in Mexiko.

Nöth war Mitglied mehrerer wissenschaftlichen Akademien des In- und Auslandes. Seit 1975 gehört er der Bayerischen Akademie der Wissenschaften an und fungiert von 1998 bis 2005 als deren Präsident. Er war korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie o. Mitglied der Mexikanischen Akademie der Wissenschaften, o. Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, ao. Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften und o. Mitglied der Academia Europaea. Weiterhin war er Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech). Die Gesellschaft Deutscher Chemiker wählte ihn zwei Mal zu ihrem Präsidenten (1988/89 und 1992/93) und 1995 zum Ehrenmitglied. Seit 1988 war er Mitglied des Kuratoriums des Deutschen Museums.

Nöths Arbeitsschwerpunkt war das Element Bor sowie Bor-Stickstoff-Verbindungen. Er wurde als „Meister der Borchemie“ bezeichnet. Neben diversen Veröffentlichungen, (seine Publikationsliste umfasst etwa 850 Arbeiten) war er Inhaber von 16 Patenten.

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung
  2. alpha-Forum: Heinrich Nöth
Vorgänger Amt Nachfolger
Horst Fuhrmann Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
1998 bis 2005
Dietmar Willoweit