Heinrich Pantaleon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Heinrich Pantaleon

Heinrich Pantaleon (* 13. Juli 1522 in Basel; † 3. März 1595 ebenda) war ein Schweizer Arzt, Hochschullehrer für Dialektik und Physik sowie Späthumanist, bekannt vor allem durch sein Werk Der Teutschen Nation wahrhaffte Helden.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Pantaleon, Sohn des aus Ravensburg stammenden Schneiders Christian Pantlin, studierte nach einer abgebrochenen Ausbildung zum Buchdrucker Theologie in Heidelberg und Basel sowie Medizin in Valence. Danach praktizierte er zunächst als Arzt in Basel und Baden im Aargau. 1556 war er Professor der Dialektik an der Universität Basel, ab 1667 der Physik und ab 1558 der Medizin. Er übersetzte medizinische, historische und geografische Werke ins Deutsche und gab humanistische Schriften, unter anderem von Erasmus von Rotterdam, heraus. Daneben veröffentlichte er eigene historische und medizinische Werke und verfasste auch ein Drama. Für sein Hauptwerk Prosopographiae heroum atque illustrium virorum totius Germaniae, das 1567–1569 unter dem Titel Der Teuschen Nation wahrhaffte Helden auch auf Deutsch erschien, erhielt er vom Kaiser Maximilian II. den Titel Poeta laureatus.

Er veröffentlichte auch alchemistische Werke, nachgedruckt in der Bibliotheca Chemica Curiosa, sowie eine 1578 erschienene balneologische Beschreibung[1] der Stadt Baden und ihrer Bäder.

Pantaleon war ein Schüler und Freund von Andreas Bodenstein. Ihm zu Ehren verfasste er Trauergedicht mit den folgenden Worten:

„En CAROLSTADIUS quem olim Franconia misit Occidit, Helvetium Gloria, fama, decus.“ Der Karlstadt, den Franken einst schickte, ist tot, der Schweizer Ruhm, Ehre und Zierde.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frank Fürbeth: Bibliographie der deutschen oder im deutschen Raum erschienenen Bäderschriften des 15. und 16. Jahrhunderts. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 13, 1995, S. 217–252; hier: S. 239.
  2. Karlstadter Humanisten. St. Johannis Karlstadt.