Heinrich Rüthing

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Heinrich Rüthing (* 5. August 1937 in Paderborn) ist ein deutscher Historiker.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er promovierte an der Universität Erlangen mit einer Arbeit über den Karthäuser Heinrich von Kalkar (1328–1403). Ab 1972 war er an der Universität Bielefeld als lehrender Historiker tätig. Im Jahre 2002 ging er in den Ruhestand. Er habilitierte sich mit einer Arbeit über die Stadt Höxter um 1500; Eine Analyse einer Stadtgesellschaft, im Jahre 1986. Diese Arbeit gilt als Werk von paradigmatischem Rang der Stadtgeschichtsforschung.[1] Seine Forschungsschwerpunkte sind Mittelalter-, Stadt-, Kloster- sowie Regionalgeschichte des Hochstifts Paderborn bzw. Ostwestfalens. Er arbeitet eng mit den regionalen Archiven und historischen Vereinen zusammen.[2]

Rüthing ist Mitglied der Historischen Kommission für Westfalen (ordentliches Mitglied 1986 bis 2012, seither korrespondierendes Mitglied), der Altertumskommission für Westfalen sowie des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Paderborn. Im Jahr 2012 erhielt er den Förderpreis für Westfälische Landeskunde, der jährlich vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe verliehen wird.[3]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Karthäuser Heinrich Egher von Kalkar 1328-1403. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1967 (zugl. Phil. Diss. Erlangen-Nürnberg) Studien zur Germania sacra 8) Veröffentlichungen des Max-Planck Instituts für Geschichte 18)
  • Die mittelalterliche Universität. eingeleitet und zusammengestellt von H. Rüthing. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1973.
  • Höxter um 1500 : Analyse einer Stadtgesellschaft. Verlag Bonifatius-Druckerei, Paderborn 1986.
  • als Hrsg.: Die Chronik Bruder Göbels. Aufzeichnungen eines Laienbruders aus dem Kloster Böddeken (1502-1543). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2005.
  • mit Werner Best: Die Iburg bei Bad Driburg, Kreis Höxter. Altertumskommission für Westfalen, Münster 2006, DNB 982846975.
  • Der Wittekindsberg bei Minden als »heilige Stätte«. 1000 bis 2000. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2008, ISBN 978-3-89534-685-9 (Religion in der Geschichte, Bd. 15)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Altenberend (Hg.): Kloster-Stadt-Region. Festschrift für Heinrich Rüthing. Historischer Verein für die Grafschaft Ravensberg: Sonderveröffentlichung des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2002, ISBN 3-89534-460-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus Graf: Heinrich Rüthing: Höxter um 1500. Analyse einer Stadtgesellschaft. Rezension. In: Westfälische Forschungen. 38 (1988), S. 419–420.
  2. Historiker verabschieden Heinrich Rüthing. Pressemitteilung Nr. 107/2002 der Uni Bielefeld.
  3. Der LWL verleiht seinen Förderpreis an Heinrich Rüthing aus Bielefeld - Historiker hat eine Geschichtslandschaft für Laien erschlossen. Pressemitteilung des Landschaftsverband Westfalen-Lippe, 24. Mai 2012, abgerufen am 10. Juli 2012.