Heinrich Wieschhoff

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Heinrich Albert «Heinz» Wieschhoff, (* 1. August 1906 in Hagen[1]; † 18. September 1961 bei Ndola, Nordrhodesien) war ein deutscher Ethnologe und politischer Berater.

Schule und Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wieschhoff wuchs in Bönen-Altenbögge auf. Im Studium wurde er Anhänger der Kulturmorphologie und Schüler des Ethnologen Leo Frobenius. Er promovierte 1933 an der Universität Frankfurt über Rhodesien. Danach arbeitete er am Frobenius-Institut. Eine Zeitlang galt er als möglicher Nachfolger von Frobenius.

Berufliche Tätigkeiten in den USA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1936 übersiedelte in die Vereinigten Staaten. Dort wurde er US-Bürger und Kurator der Afrika-Abteilung des Museums der Universität von Pennsylvania.[2]

Im Zweiten Weltkrieg arbeitete er als Berater für Afrikafragen im Office of Strategic Services (OSS), einem Geheimdienst der USA und Vorläufer der CIA, von 1942 bis 1945.

Nach der Gründung der UN nahm er dort zunächst eine Tätigkeit im Zusammenhang mit Treuhandfragen auf. Später wurde er Afrikaberater des UN-Generalsekretärs Dag Hammarskjöld. Gemeinsam mit diesem kam er 1961 während einer Friedensmission im Kongo bei einem ungeklärten Flugzeugabsturz ums Leben.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die afrikanischen Trommeln und ihre ausser-afrikanischen Beziehungen, Stuttgart 1933.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pia Bosch: "Wendepunkt Afrika". Von Hagen nach Washington. Der Ethnologe und Diplomat Heinrich Wieschhoff. In: Fabian Fechner u. a. (Hgg.): Koloniale Vergangenheiten der Stadt Hagen, Hagen 2019, ISBN 978-3-00-063343-0, S. 64–66.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 50. Todestag von Heinrich Wieschhoff., wa.de vom 17. September 2011, abgerufen am 18. September 2011
  2. Hinweis auf eine Tätigkeit Wieschhoffs im Museum auf der Homepage der Universität, abgerufen am 2. Februar 2011