Heinrich von Breslau (Mediziner)

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Heinrich Breslau, ab 1834 von Breslau (* 26. Dezember 1784 in Ansbach; † 16. Februar 1851 in München) war ein deutscher Mediziner, Pharmakologe und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breslau stammte aus einfachen Verhältnissen und wuchs im noch preußischen Ansbach auf. Er widmete sich ab 1803 dem Studium der Medizin an der Universität Halle. Als diese 1806 vorübergehend geschlossen wurde, wechselte er an die Universität Tübingen. Dort schloss er eine lebenslang bestehende Freundschaft mit Ludwig Uhland und Justinus Kerner. Von Tübingen ging er an die Universität Würzburg, an der er 1808 mit Auszeichnung zum Dr. med. promoviert wurde. Zunächst suchte er 1809 in München eine Anstellung, hatte dort aber keinen Erfolg. Nach Stationen in Augsburg und Paris bekam er die Leitung des französischen Spitals in Middelburg übertragen. 1812 nahm er in französischen Diensten als Militärarzt am Russlandfeldzug teil. Aus diesem kehrte er 1815 zurück. Anschließend zog er mit in die Schlacht bei Waterloo. Dort wurde er gefangen genommen. Da er als gebürtiger Ansbacher aus nunmehr bayerischen Gebieten stammte, wurde er in bayerische Dienste gestellt und als Militärarzt in Saargemünd tätig. Nach Ende seiner Militärzeit ließ er sich als praktischer Arzt in München nieder.

Breslau nahm 1826 einen Ruf auf den Lehrstuhl für Arzneimittellehre an die Universität München an. 1834 wurde er neben seinem Professorenamt Leibarzt von König Ludwig I. und zudem Geheimer Rat. Außerdem wurde er kurz darauf Mitglied im Obermedizinalkollegium.

Breslau wurde auf dem Alten Südfriedhof in München beigesetzt. Sein Grab ist bis heute erhalten.

Der Gynäkologe Bernhard Breslau war sein Sohn, die Malerin Louise-Cathérine Breslau seine Enkelin.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern 1849, S. 22.
  2. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern 1849, S. 30.
  3. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern 1849, S. 51.
  4. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern 1849, S. 67.
  5. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern 1849, S. 51.
  6. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern 1849, S. 60.
  7. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern 1849, S. 47.
  8. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern 1849, S. 57.
  9. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern 1849, S. 66.