Heinsdorfergrund

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Heinsdorfergrund
Heinsdorfergrund
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Heinsdorfergrund hervorgehoben
Koordinaten: 50° 37′ N, 12° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Vogtlandkreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Reichenbach im Vogtland
Höhe: 380 m ü. NHN
Fläche: 21,86 km2
Einwohner: 2010 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km2
Postleitzahl: 08468
Vorwahlen: 03765,
037600 (Hauptmannsgrün)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: V, AE, OVL, PL, RC
Gemeindeschlüssel: 14 5 23 150
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Reichenbacher Str. 173
08468 Heinsdorfergrund
Webpräsenz: www.heinsdorfergrund-vogtland.de
Bürgermeisterin: Marion Dick (parteilos)
Lage der Gemeinde Heinsdorfergrund im Vogtlandkreis
TschechienBayernThüringenErzgebirgskreisLandkreis ZwickauAdorf/Vogtl.Auerbach/Vogtl.Bad BrambachBad ElsterBergen (Vogtland)BösenbrunnEichigtEllefeldElsterbergFalkenstein/Vogtl.Grünbach (Sachsen)HeinsdorfergrundKlingenthalLengenfeld (Vogtland)Limbach (Vogtland)MarkneukirchenMühlentalMuldenhammerNetzschkauNeuensalzNeumark (Vogtland)Neustadt/Vogtl.Oelsnitz/Vogtl.Pausa-MühltroffPlauenPöhlReichenbach im VogtlandWeischlitzRodewischRosenbach/Vogtl.Schöneck/Vogtl.Steinberg (Vogtland)Triebel/Vogtl.TheumaTirpersdorfTreuenWerdaKarte
Über dieses Bild

Heinsdorfergrund ist eine kreisangehörige Gemeinde im sächsischen Vogtlandkreis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nachfolgenden Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Heinsdorfergrund:

Reichenbach Neumark Lichtentanne
Nachbargemeinden Hirschfeld
Lengenfeld

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Heinsdorfergrund gehören die Orte Hauptmannsgrün, Oberheinsdorf und Unterheinsdorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Waldhufendorf Heinsdorf wurde 1323 als Heinrichesdorf erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1460 wurden Villa Heynrichsdorf und Obirheinrichsdorff erstmals als zwei Orte urkundlich erwähnt. Das Waldhufendorf Hauptmannsgrün wurde erstmals 1367 in einem Privilegiertenbrief des Kaisers Karl IV. urkundlich erwähnt. Während Ober- und Unterheinsdorf bis ins 19. Jahrhundert als Teil der Herrschaft Mylau zum kursächsischen bzw. späteren königlich-sächsischen Amt Plauen im Vogtländischen Kreis gehörten, lag Hauptmannsgrün als fronpflichtiger Ort des Ritterguts Neumark[2] im Amt Zwickau im Erzgebirgischen Kreis.[3] 1856 wurden alle drei Orte dem Gerichtsamt Reichenbach und 1875 der Amtshauptmannschaft Plauen angegliedert.[4] Durch die zweite Kreisreform in der DDR kamen die drei Orte des Heinsdorfer Grunds im Jahr 1952 zum Kreis Reichenbach im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der ab 1990 als sächsischer Landkreis Reichenbach fortgeführt wurde und 1996 im Vogtlandkreis aufging.

Die Gemeinde Heinsdorf wurde am 1. Januar 1994 aus den selbständigen Gemeinden Hauptmannsgrün, Ober- und Unterheinsdorf gebildet, die weiterhin als Gemeindeteile fungieren. Am 1. Juni 1994 erfolgte die Umbenennung in Heinsdorfergrund.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerzahl am Vortag der Zusammenlegung:[5]

  • Hauptmannsgrün: 601 Ew. auf 705 ha Fläche
  • Oberheinsdorf: 382 Ew. auf 787 ha
  • Unterheinsdorf 877 Ew. auf 704 ha

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1998: 2.365
  • 1999: 2.352
  • 2000: 2.359
  • 2001: 2.384
  • 2002: 2.386
  • 2003: 2.378
  • 2004: 2.334
  • 2007: 2.271
  • 2008: 2.254
  • 2012: 2.123
  • 2013: 2.087
Datenquelle: Statistisches Landesamt Sachsen

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unterheinsdorf ist kirchlich in die Evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Reichenbach in der Ephorie (Kirchenbezirk) Plauen gepfarrt. 1964 wurde für Gottesdienste im Ort die „Kreuzkapelle“ in der stillgelegten Lohnweberei Rockstroh eingerichtet. Oberheinsdorf und Hauptmannsgrün gehören zum Evangelisch-lutherischen Kirchspiel Waldkirchen/Irfersgrün in der Ephorie Auerbach.

Die Evangelisch-methodistische Kirche ist seit 1946 in Unterheinsdorf aktiv. Seit 1967 wird hinter der Feuerwehr von Unterheinsdorf die „Christuskapelle“ für Gottesdienste genutzt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014[6]
Wahlbeteiligung: 56,1 % (2009: 49,9 %)
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
76,2 %
n. k.
n. k.
n. k.
23,8 %
GLO OH
OL HDG
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 25
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-20
-25
-30
+17,5 %p
-26,1 %p
-9,1 %p
-6,1 %p
+23,8 %p
GLO OH
OL HDG
  
Insgesamt 12 Sitze

Seit der Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 verteilen sich die 12 Sitze des Gemeinderates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

  • Freie Wählergemeinschaft Heinsdorfergrund (FW): 9 Sitze
  • CDU - Offene Liste (OL HDG): 3 Sitze

Öffentliche Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeindeverwaltung in Oberheinsdorf (Ehemaliger Bahnhof Oberheinsdorf)
  • Gemeindezentrum in Oberheinsdorf
  • Grundschule in Hauptmannsgrün
  • Sporthalle in Unterheinsdorf

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1902 bis 1962 verkehrte bis Oberheinsdorf eine Schmalspurbahn. Die als Rollbockbahn bekannt gewordene Strecke begann in Reichenbach und war vor allem als Anschlussbahn für die im Heinsdorfer Grund ansässige Industrie erbaut wurden, diente aber auch dem öffentlichen Personenverkehr.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1991/92 erfolgte auf Unterheinsdorfer Flur die Erschließung des Gewerbegebiets „Kaltes Feld“ an der Bundesstraße 94 nahe der A72-Abfahrt „Reichenbach“. Bis 1993 siedelten sich dort 10 Gewerbetreibende mit 188 Beschäftigten an. 1996 gründeten die Stadt Reichenbach im Vogtland und die Gemeinde Heinsdorfergrund einen Planungszweckverband „ Industrie- und Gewerbegebiet Autobahnanschlußstelle Reichenbach/ Vogtl.“, kurz PIA. Nach einer schrittweisen Erweiterung, wurde die Nutzung auch auf Lengenfelder Flur notwendig. Die Stadt Lengenfeld (Vogtland) ist seit 2009 Mitglied im Zweckverband.[7] Die in Unterheinsdorf ansässige Schmiede und Stanzerei der RENAK-Werke Reichenbach wurde 1992 von der Firma „Wackershauser Umformtechnik GmbH“ übernommen und die Produktion fortgesetzt. Ebenfalls 1992 begann die Firma „UFT Produktion GmbH“ im Osten des Orts mit der Produktion.[8] Im Ort gibt es zahlreiche Handwerksbetriebe.[9]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Dedo Müller (* 12. Januar 1890 in Hauptmannsgrün; † 4. August 1972 in Leipzig) war ein evangelisch-lutherischer Theologe und Hochschullehrer für Praktische Theologie

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heinsdorfergrund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Das Rittergut Neumark auf www.sachsens-schlösser.de
  3. Historisches Ortsverzeichnis Sachsen
  4. Die Amtshauptmannschaft Plauen im Gemeindeverzeichnis 1900
  5. Regionalregister Sachsen
  6. Ergebnisse der Gemeinderatswahl 2014
  7. Der Zweckverband PIA auf www.vogtland.de
  8. Webseite der UFT Produktion GmbH
  9. Gewerbetafel auf der Webseite der Gemeinde Heinsdorfergrund