Heinz-Peter Baecker

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Heinz-Peter Baecker (* 12. September 1945 in Trier; † 5. Februar 2015[1]) in Pfalzfeld, auch bekannt als Harry P. Jost, war ein deutscher Fotograf (FH Kiel), Kameramann, Journalist, Drehbuchautor, Regisseur und seit 1997 auch Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baecker machte seine Fotografenlehre (im gleichen Ausbildungsbetrieb und zeitgleich mit dem späteren Fotoreporter des Stern, Harald Schmitt) in seinem Heimatort Trier und kam dann als Fotograf zur Kölnischen Rundschau. Dort machte er ein Praktikum als Reprofotograf und begann ein Volontariat als Journalist. Danach holte ihn Hans-Dietrich Genscher zum Bundespresseamt in Bonn, wo er sich von 1970 bis 1973 mit einem Pressebüro und als Fotograf selbständig machte. Sodann wechselte er als Chefredakteur nach München, um sich 1980 mit einer PR-Agentur und einer TV-Produktion selbständig zu machen. Im PR-Bereich waren seine Kunden u. a. McDonald’s, Boehringer Mannheim und der Süßwarenverband. Im TV-Bereich arbeitete er für den BR, das ZDF, RTL und SWR. Er war als Drehbuchautor tätig, als Kameramann und Regisseur. 1989 erhielt Baecker von den Postministerien Deutschlands, Belgiens und Österreichs den Auftrag einer Konzeption „500 Jahre Post“, die er zusammen mit seiner späteren Ehefrau Barbara 1990 realisierte. Einen ähnlichen Auftrag erhielt er im Jahre 1992 von der Telekom mit dem Titel „500 Jahre Amerika“.

Seit 1995 lebte Baecker im Hunsrück und arbeitete er nur noch als Journalist sowie Drehbuch- und Buchautor. Das hautnahe Erlebnis des Todes von Lady Diana im Jahre 1998 war der Beginn seiner Karriere als Krimi-Autor. Seine Spezialität war 'Faction-Prosa'. Von den Medien wird er als „Deutschlands Faction-Thriller-Autor Nr. 1“ bezeichnet. Er war Mitglied des Deutschen Journalisten-Verbands, bis 2006 Mitglied von Das Syndikat (Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren) und Mitorganisator der 'Criminale 2006' in Koblenz. Von 2001 bis Mitte 2012 war er Pressesprecher der Verlage des Verlags-Karree e. V. in Mainz.

Baecker war ein Großneffe des Journalisten Werner Baecker; Sibylle Baecker, eine angeheiratete Kusine, ist ebenfalls Krimi-Schriftstellerin.

Baeckers Faction-Thriller-Bücher erscheinen im Kontrast-Verlag, dessen Inhaberin seine Ehefrau Barbara Jost ist. Die Krimis erscheinen bei Pandion, Simmern, oder Gmeiner.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001 erhielt er den Moddersproch-Preis der Stadt Koblenz.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane
  • Tibidabo - all das gebe ich dir. 2011.
Faction-Literatur
Kriminalromane
Satiren
  • Schwarze Konten, rote Köpfe, Gold'nes Schweigen. 2001, ISBN 3-935286-04-X. (Satire zur Kohl-Affäre)
  • Heut fall ich über Linda her. 2002, ISBN 3-935286-21-X. (Satire über ein "Superweib" à la Hera Lind)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Harry P. Jost ist tot. In: Börsenblatt. 9. Februar 2015 (abgerufen am 10. Februar 2015).