Heinz Badewitz

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Heinz Georg Badewitz (* 26. Mai 1941 in Hof; † 10. März 2016 in Graz, Österreich) war ein deutscher Filmschaffender und Festivalleiter der Internationalen Hofer Filmtage.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinz Badewitz, im oberfränkischen Hof geboren und aufgewachsen, absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Technischen Zeichner.[1] 1963 zog er nach München, wo er im Anschluss an ein Praktikum im Kopierwerk der Bavaria Atelier GmbH Cinematographie am Deutschen Institut für Film und Fernsehen studierte. Ab 1965 sammelte Badewitz erste Berufserfahrungen als Kameraassistent und Trickfilm-Kameramann.[2] Außerdem begann er, Kurzfilme zu drehen. Seit Anfang der 1970er-Jahre arbeitete er als Regieassistent, als Aufnahme- oder als Produktionsleiter bei zahlreichen deutschen Spielfilmproduktionen mit (so auch bei den Wim Wenders Filmen Im Lauf der Zeit und Der amerikanische Freund). Er engagierte sich zudem erfolgreich für die Wahrnehmung des Neuen Deutschen Films bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes.

Zusammen mit Uwe Brandner gründete er 1967 die Internationalen Hofer Filmtage. Im selben Jahr entstand sein erster Kurzfilm Träume von Attenham, der 30 Jahre später auf den Hofer Filmtagen gezeigt wurde. Seine beiden nächsten Kurzfilme von 1970 Heinz Badewitz – Bildfüllend sowie Bühnentod (gemeinsmmit Hans Poppel) hatten noch im Entstehungsjahr in Hof ihre Premiere. Badewitz leitete das Festival 49 Jahre lang bis 2015 und wurde somit Deutschlands dienstältester Festivaldirektor. Dabei blieb er stets seinem Grundsatz treu: „Wir brauchen keine Stars – wir machen sie“. Von 1977 bis 2010 kuratierte er im Rahmen der Berlinale die Reihe German Cinema[3].

Wolfgang Ettlich setzte ihm 2006 mit Der Heinz vom Film[4] ein filmisches Denkmal. Badewitz starb völlig überraschend im März 2016 im Alter von 74 Jahren während eines Besuchs der Diagonale in Graz[5]. Es war ihm nicht vergönnt, die 50. Hofer Filmtage[6] zu eröffnen[7]. Seither vergibt das Festival den Heinz Badewitz Preis an ein Nachwuchstalent der Filmtage. Daraus ging 2018 der Hofer Goldpreis hervor[8], verliehen von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in memoriam Heinz Badewitz.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die ersten Jahre waren die verrücktesten, Frankenpost vom 28. Oktober 2010
  2. Heinz Badewitz ist tot|Ein Leben für die Festivalstadt Hof (Memento vom 13. September 2016 im Internet Archive), Bayerischer Rundfunk vom 13. März 2016
  3. Pressemitteilung der Berlinale vom 14. März 2016
  4. Hans-Albrecht Lusznat: Der Heinz vom Film. In: Filmografie. 2006, abgerufen am 5. Februar 2022.
  5. Filmtage-Leiter Heinz Badewitz gestorben
  6. Deutsche Spielfilme bei den 50. Hofer Filmtagen. 5. Oktober 2016, abgerufen am 5. Februar 2022.
  7. Rüdiger Suchsland: Hof war sein Leben. Arteschock e.V., 17. März 2016, abgerufen am 6. Februar 2022.
  8. Hofer Goldpreis. In: Internationale Hofer Filmtage. Cine Center Hof e.V., abgerufen am 5. Februar 2022.
  9. Webseite der Stadt Hof mit den Trägern des Goldenen Ehrenring
  10. Laudatio FIRST STEPS Ehrenpreis (Memento des Originals vom 25. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutsche-filmakademie.de von Alfred Holighaus