Heinz Höher

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Heinz Höher
Höher während seiner Zeit
bei Twente Enschede (1965 o. 1966)
Personalia
Geburtstag 11. August 1938
Geburtsort LeverkusenDeutsches Reich
Sterbedatum 7. November 2019
Sterbeort NürnbergDeutschland
Größe 178 cm
Position Mittelfeld / Sturm
Junioren
Jahre Station
1948–1957 Bayer 04 Leverkusen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1957–1963 Bayer 04 Leverkusen 156 (59)
1963–1965 Meidericher SV 20 0(0)
1965–1966 FC Twente Enschede 21 0(1)
1966–1970 VfL Bochum 70 (20)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1959–1961 Deutschland U23 2 0(0)
1959–1962 Deutschland Amateure 9 0(4)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1970 VfL Bochum (Co-Trainer)
1970–1972 Schwarz-Weiß Essen
1972–1979 VfL Bochum
1979–1980 MSV Duisburg
1980–1981 Fortuna Düsseldorf
1981 Ethnikos Piräus
1981–1983 PAOK Thessaloniki
1983 Olympiakos Piräus
1984–1988 1. FC Nürnberg
1989–1990 al-Ittihad
1996 VfB Lübeck
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Heinz Höher (* 11. August 1938 in Leverkusen; † 7. November 2019 in Nürnberg) war ein deutscher Fußballspieler und -trainer. Als Spieler war er in seinem Heimatverein Bayer 04 Leverkusen von 1957 bis 1962 in der 2. Liga West und 1962/63 in der Fußball-Oberliga West aktiv. Nach Gründung der Fußball-Bundesliga kam er von 1963 bis 1965 in den ersten zwei Jahren der neuen DFB-Eliteliga beim Meidericher SV zum Einsatz. Nach einem Jahr beim FC Twente Enschede folgten von 1966 bis 1970 vier Jahre als Spieler beim VfL Bochum in der zweitklassigen Fußball-Regionalliga West.[1] Ab Oktober 1970 begann seine Karriere als Fußballtrainer bei Schwarz-Weiß Essen, danach folgten sieben Jahre in der Bundesliga beim VfL Bochum, je eine Saison beim MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf und von 1984 bis 1988 ein Engagement beim 1. FC Nürnberg. Dazwischen lagen kürzere Stationen in Griechenland bei Ethnikos Piräus, PAOK Saloniki und Olympiakos Piräus.[2]

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jugend und Spieler in Leverkusen, bis 1963[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schüler Heinz Höher wuchs in Leverkusen in der Hauptstraße auf, wo der Vater ein Geschäft für Bettwäsche, Gardinen und Polster aufgebaut hatte. Bruder Manfred übernahm das Geschäft nach dem Tod des Vaters und baute 1959 für die ganze Familie am Stadtpark an der Moltkestraße ein Eigenheim, wo die Mutter, Heinz und seine jüngere Schwester Hilla mit einzogen. Die älteren Brüder Johannes und Edelbert hatten zu dieser Zeit schon eigene Hausstände. Bruder Hannes, nachdem er 1947 aus der französischen Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war, hatte bei Preußen Dellbrück von 1950 bis 1954 in der Oberliga West 49 Ligaspiele absolviert und 16 Tore erzielt.[3] Der Bezug zu Bayer 04 war durch die Ballwarttätigkeit des Vaters gegeben.

Irgendwann war der letzte Kriegsschutt weggeräumt und die Bälle bestanden nicht mehr aus geknoteten Kugeln von alten Strumpfsocken bei den Kämpfen auf der Schulstraße, jeden Tag von drei bis zur Dunkelheit. Dass der Jüngste aus der Fußballerfamilie Höher unübersehbar der begabteste Fußballer war, trug zu seinem Charme gehörig bei. Mit 14 Jahren spielte er mit den 18-Jährigen in Bayers Jugendelf.[4] Mit 19 Jahren debütierte die Nachwuchshoffnung bei Bayer 04 in der 2. Liga West. Unter Trainer Edmund Conen und neben Mitspielern wie Torhüter Alfred Mutz und Angreifer Udo Lattek hatte die Offensivhoffnung 1957/58 auf Anhieb mit acht Toren in 26 Ligaspielen seinen Anteil am Erreichen des 4. Ranges beigesteuert. Mit 20 Jahren hätte er den Verein wechseln können. Beim Einweihungsspiel des neuen Bayer-Stadions am 2. August 1958 an der Bismarckstraße hatte er Panik in der Abwehr des 1. FC Kaiserslautern verursacht. Nach dem Spiel wurde er von Fritz Walter gefragt, ober er nicht nach Kaiserslautern kommen wollte. Diese Anfrage von Fritz Walter war für ihn eine der höchsten Auszeichnungen seiner Karriere.[5] Am Carl-Duisberg-Gymnasium machte er das Abitur. Noch mit 20 Jahren ging er in die 13. Klasse des Gymnasiums, weil er zwischenzeitlich zwei Lehren versucht und gelangweilt abgebrochen hatte. Bereits zu dieser Zeit stand die Bayer-Nachwuchshoffnung unter der Beobachtung von Bundestrainer Herberger. Bei den DFB-Amateuren debütierte er am 15. April 1959 in Enschede beim Länderspiel gegen die Niederlande im damaligen WM-System auf Halbrechts und Mittelstürmer Erwin Stein erzielte beide Treffer. Er wurde von Herberger auch in das Aufgebot der A-Nationalmannschaft für das Freundschaftsspiel am 6. Mai 1959 in Glasgow gegen Schottland (2:3) berufen, kam aber nicht zum Einsatz, da er ohne Reisepass am Flughafen Düsseldorf eingetroffen war und er deshalb nicht nach Großbritannien einreisen durfte.

Unter Trainer Erich Garske entwickelte sich ab 1960 bei Bayer eine Mannschaft mit Oberligaambitionen. Er hatte von Bremerhaven die Spieler Uwe Klimaschefski und Werner Torner mitgebracht und formte mit Spielern wie Hans-Otto Peters, Alfred Mutz, Werner Röhrig und um das Leverkusener „Ausnahmetalent“[6] Heinz Höher eine spielstarke Einheit, die am Rundenende den 3. Rang belegte. Höher fuhr offiziell nach Köln und studierte angeblich an der Hochschule eifrig Sport und Englisch. Tatsächlich setzte er sich in ein Kaffeehaus in der Nähe des Doms und wartete, bis es Zeit war, wieder nach Hause zu fahren. Diese Phase hielt zwei Jahre an. Du bist der einzige Mensch, den ich kenne, der noch nie gearbeitet hat, sagte ihm Fredy Mutz, der alte Torwart in Leverkusens Oberligamannschaft. Aus dem spöttisch gemeinten Spruch klang volle Bewunderung. Heinz war nicht nur ein Student der hohen Kunst des Nichtstuns, der einzige Hochschüler in der Mannschaft unter Buchbindern, Chemielaboranten und Lagerarbeitern, sondern auch Leverkusens unbestrittener Star, ein wirbelnder Außenstürmer, der mit seinen Pässen „Ohs!“ und „Ahs!“ hervorrief.[7]

Höher stieg am Ende der Saison 1961/62 als Meister der 2. Liga West mit Bayer 04 Leverkusen in die Fußball-Oberliga West auf. Er hatte von 1957 bis 1962 insgesamt 130 Ligaspiele in der 2. Liga für Bayer absolviert und dabei 58 Tore erzielt.[8] Nach dem Länderspiel mit der Amateurnationalmannschaft am 31. Mai 1962 in Merlebach gegen Frankreich (3:3), wo er als Spielführer mit dem Siegener Gerhard Neuser den linken Flügel gebildet hatte[9], bekam er eine briefliche Anfrage vom FC Metz, nach Frankreich zu kommen um Profi zu werden. Er hob den Brief als stolzen Beweis seiner Klasse auf und antwortete nie.[10] Da der Techniker und Kombinationsspieler bei seinem Heimatverein als Amateur geführt wurde, absolvierte er von 1959 bis 1962 neun Länderspiele in der deutschen Amateur-Nationalmannschaft. In der U-23 des DFB war er unter Bundestrainer Sepp Herberger in den Jahren 1959 und 1961 zu zwei weiteren internationalen Auswahleinsätzen gekommen.

Geld war, dank des Fußballs, kein Thema. Mit Siegprämien und Handgeld kam er bei Bayer 04 (1960–1963) auf knapp 2000 Mark im Monat. Ein Arbeiter in den Farbenfabriken Bayer erhielt 500 Mark, ein junger Chemieingenieur 1200 Mark. Die Zahlungen wurden Höher von Fußballobmann Peter Röger in kleinen Briefumschlägen zugesteckt. Heinz Höher war von einer liebenswerten Großzügigkeit. Ohne mit dem Geld um sich zu werfen, gab er es, ohne zu zögern, aus, wenn einer aus seiner Familie oder seiner Freunde ihn um einen Gefallen bat.[11]

Trotz einer guten Saison im Abschlussjahr der alten erstklassigen Oberliga, 1962/63, in der mit Leverkusen nur eines der Spiele gegen die fünf späteren Gründungsmitglieder der Bundesliga aus der Westoberliga verloren ging, konnten sich die Rot-Schwarzen vom Ulrich-Haberland-Stadion mit 30:30-Punkten auf dem 9. Rang nicht für die neue Eliteliga qualifizieren. Höher hatte unter Trainer Fritz Pliska an der Seite von Mitspielern wie Werner Biskup, Werner Görts, Uwe Klimaschefski, Manfred Manglitz, Hans-Otto Peters und Werner Röhrig 25 Oberligaspiele bestritten und zwei Tore erzielt.[12]

Spieler in Meiderich, Enschede und Bochum, 1963 bis 1970[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem sich anfänglich aussichtsreiche Verhandlungen mit dem VfB Stuttgart zerschlagen hatten, schloss sich Höher wenige Tage vor Trainingsbeginn zur ersten Bundesligasaison dem in die neu gegründete Bundesliga aufgenommenen Meidericher SV an. Da auch Bayer-Torhüter Manfred Manglitz dort einen neuen Vertrag unterschrieben hatte und in Köln wohnhaft war, bildeten die zwei Akteure eine Fahrgemeinschaft. Es war aber nicht nur Sparsamkeit, die Höher dazu angeregt hatte; wegen Trunkenheit am Steuer hatte er für ein halbes Jahr den Führerschein verloren.[13] Höher gehörte am Starttag der Bundesliga, dem 24. August 1963, unter dem ebenfalls neuen Trainer Rudi Gutendorf der MSV-Elf an, welche mit einem 4:1-Auswärtserfolg im Wildparkstadion Gastgeber Karlsruher SC deutlich die Grenzen aufzeigte. Meiderich war im Angriff mit Helmut Rahn, Werner Krämer, Heinz Versteeg, Höher und Hartmut Heidemann angetreten und hatte klare Tempo- und Technikvorteile demonstriert. Im Spielbericht in der Bundesliga-Chronik 1963/64 wird dazu notiert: „Balltechnisch gekonnt rührten Krämer und Höher hinter den flotten Spitzen um Altmeister Rahn vielfältige Ideen an, so dass der KSC-Deckung alsbald nur das Nachsehen blieb.“[14] Bis einschließlich dem sechsten Spieltag, dem 5. Oktober 1963, als im Heimspiel gegen München 1860 ein 3:0 gelang und die „Zebras“ mit 7:5-Punkten den 6. Rang belegten, gehörte Höher jeweils der Formation des Meidericher SV an. Danach folgte in der Hinrunde nur noch sein Einsatz am 30. November bei einer 0:2-Niederlage beim 1. FC Nürnberg. Trainer Gutendorf hatte immer mehr mit den weiteren Offensivkräften Horst Gecks, Werner Kubek und Gustav Walenciak experimentiert. Die Abwehrreihe mit Doppelstopper verlangte nach dem Verzicht auf einen Stürmer. Heinz Höher hatte es erwischt. In Köln, am 26. Oktober 1963, dem Hochzeitstag von Schwester Hilla, verteidigte der MSV meistens mit acht Spielern und besiegte fast den Tabellenführer. Dem 1. FC Köln gelang erst zwei Minuten vor Spielende das Tor zum 3:3-Ausgleich. Er würde wieder in die Mannschaft kommen, schwor sich Zuschauer Höher, als er, zurück auf der Hochzeitsfeier, zwei Bier und einen Klaren trank. Er würde trainieren wie verrückt und trank noch zwei Bier und einen Klaren.[15] Für den vormaligen Star von Bayer Leverkusen verlief die Rückrunde nicht besser, im Gegenteil, er wurde lediglich noch in drei weiteren Ligaspielen eingesetzt. Zum ersten Bundesligaspiel ist unter anderem festgehalten: „Nach dem ersten Bundesligaspiel in Karlsruhe beschlich Heinz Höher die Ahnung, was Herberger mit fehlender mentaler Härte gemeint hatte. Egal, wie viel er sich vornahm, wie hart er trainierte, er war in seiner Leistung immer unstet geblieben. Anders als alle anderen in Karlsruhe hatte er nicht das Gefühl, dass etwas Großes begann. Ihn hatte Herbergers Erscheinen daran erinnert, was vorüber war. Heinz Höhers Nationalmannschaftskarriere endete nach jenem ersten Länderspiel in Schottland, das er nie machte. Aber gut, sagte er sich, jetzt ging er erst mal mit der Mannschaft ein Bier trinken.“[16]

Nach ihren Spielen gingen die Fußballer des Meidericher SV selten nach Hause. Die Sporttasche sperrten sie bei der Rückkehr von Auswärtspartien in die Schließfächer am Duisburger Bahnhof. In der Stadt hatten ein paar neue Clubs aufgemacht, ehemalige Tanzlokale, sie schmückten sich jetzt mit einem englischen Namen. Glücklich war, wer rechtzeitig ein Mädchen zum Tanz aufgefordert hatte. Wobei Horst Gecks lieber mit Männern tanzte. Die Mädchen konnten ihn nicht auf die Schulter stemmen, und das war doch das Schönste am Rock 'n' Roll: wenn der Tanzpartner ihn in die Luft hob und Horst Gecks aus zwei Metern Höhe mit einem Salto-Überschlag absprang. Gecks musste immer schauen, dass er genug Platz auf der Tanzfläche fand, um den Salto zu schlagen. Wenn die Kapelle Bill Haley intonierte, strömten plötzlich alle zum Tanz. Außer Heinz Höher, der lehnte, ein Bier in der Hand, den Ellenbogen auf dem Tresen, an der Bar. Er konnte sich nicht vorstellen, dass sein Körper die Geschmeidigkeit und Leichtigkeit fand, die das Tanzen erforderte, jedenfalls fühlte er sie nie. Was ihn zum Tanzen brachte, wenngleich nur innerlich, war das Bier, zwei Bier und ein Klarer, zunächst stieg ihm ein angenehmer Schwindel in den Kopf, dann löste sich ein Riegel, die Gedanken und die Gefühle flossen leichter, sogar nach draußen.[17] Während die echten Meidericher Spieler von sechs am Morgen bis 14 Uhr arbeiteten – wie nahezu jeder in Meiderich auf der Phoenix-Hütte und nach einer halben Stunde Mittagspause zum Training gingen, wurde Heinz Höher weiter als Student geführt. Er hatte sich selbst zwei offizielle Pausenjahre an der Hochschule verordnet.

Gutendorfs Meiderich war 1963/64 ein Land für sich. Der MSV mit seinem Riegel und den überfallartigen Angriffen war für die Gegner nicht zu fassen. Er nervte alle, manchmal auch die eigenen Fans und Funktionäre. Mit ihrem sensationellen zweiten Platz hatte sich Meiderich keinen Gefallen getan, mussten die Spieler des MSV im zweiten Jahr feststellen. Sie wurden an dem fabelhaften Erfolg gemessen. Und dieser Vergleich mit der eigenen glorreichen Vergangenheit konnten sie nur verlieren. Die Pfiffe wurden ihre Begleiter. Der Trainer stritt mit dem neuen Vereinsvorsitzenden Wilhelm Tiefenbach aus der Hockey-Abteilung über die 30.000-Mark-Prämie für den zweiten Rang. Helmut Rahn humpelte nur noch. Die Achillessehne war chronisch entzündet. Präsident Tiefenbach forderte vom Trainer den Riegel abzuschaffen, der vergraule das Publikum. Da zur zweiten Bundesligarunde 1964/65 mit Heinz van Haaren und Rudolf Schmidt zwei Verstärkungen für das Mittelfeld und den Angriff in die Wedau gekommen waren, hatte sich seine Lage nicht verbessert. Höher kam wiederum auf zehn Bundesligaeinsätze und der MSV belegte mit 32:28-Punkten den 7. Rang. Seinen letzten Bundesligaeinsatz bestritt er am 27. März 1965 bei einer 0:2-Auswärtsniederlage bei Hannover 96. Gutendorfs Nachfolger Wilhelm „Ömmes“ Schmidt hatte es im Angriff mit Höher, Krämer, Friedhelm Bruns, Rudolf Schmidt und Versteeg probiert.[18] Heinz Höher dachte zeitig an die nächste Saison. Sein Vertrag endete am 30. Juni 1965. Er brauchte einen neuen Klub.[19]

Seine Vorstellung war, zu Bayer 04 Leverkusen zurückzukehren. Nach einem Probetraining bei Bayer-Trainer Theo Kirchberg, zerschlug sich sein Plan. Jetzt vertraute er seine sportliche Zukunft ohne Scheu Makler Raymond Schwab an. Er habe keinen Bundesligisten für ihn, sagte Schwab, aber wie wäre es mit Holland? Heinz Höher sagte dem FC Twente Enschede ohne längeres Grübeln zu.

Im Frühling 1964 heiratete er seine Freundin Doris und im Herbst 1965 stand der Umzugswagen vor der Leverkusener Hauptstraße 110. Heinz Höher war der Meinung, mit den Kollegen bei Twente verstehe er sich recht ordentlich. In den Niederlanden gab es herrlich saftige, ebene Rasenplätze, und das Verteidigen wurde nicht so bierernst wie in der Bundesliga betrieben. Er fühlte sich wohl. Die paar Profis in der Mannschaft des FC Twente Enschede trainierten zweimal am Tag. Star der Mannschaft war Stürmer Antoine Kohn. Twente trudelte dem Ende der Saison 1965/66 sorglos im hinteren Mittelfeld der niederländischen Ehrendivision entgegen. Höher fand, es gehe ihm in den Niederlanden sportlich recht gut. Nach der 0:2-Niederlage am 15. Mai 1966 gegen Ajax Amsterdam, Höher war zufrieden mit seinem Auftritt, schickte ihm Twentes Präsident per Einschreiben eine Abmahnung. Fast gleichzeitig ging zum Saisonschluss eine Offerte des VfL Bochum bei ihm ein. Er wollte wieder nach Deutschland zurückkehren, Twente hatte nichts dagegen. Höher hatte nicht enttäuscht. Aber ein Ausländer musste begeistern. Höher unterschrieb beim Zweitligisten VfL Bochum einen Vertragsspielervertrag für die Regionalliga West mit einem Gehalt von 320 Mark im Monat. Damit Heinz Höher auf sein gewohntes Gehalt kam, vermittelte der VfL ihm zusätzlich einen Posten in der Werbeabteilung einer Gönnerin, der Schlegel-Brauerei. Heinz Höher hatte zum ersten Mal im Leben das Gefühl, es gehe ihm schlecht. Rein vom Verdienst her bestand kein eklatanter Unterschied zu Meiderich oder Leverkusen. Doch mit 28 musste er zum ersten Mal arbeiten gehen. Das fasste er nicht nur als persönliche Erniedrigung auf, sondern auch als Zeichen, wie jämmerlich es um ihn stand. Die Höhers fanden zur Miete eine Dreizimmerwohnung in der Kaulbachstraße 26.

Sportlich hatte er beim Regionalligaaufsteiger des Jahres 1965 angeheuert, welcher im Debütjahr 1965/66 unter Aufstiegstrainer Hubert Schieth den 12. Rang erreicht hatte. Höher debütierte am 21. August 1966 bei einem 2:0-Heimerfolg gegen Viktoria Köln als Halbstürmer in der Regionalliga West. Neben ihm hatte Präsident Ottokar Wüst noch Albert Dapprich und Dieter Klever zur Kaderverstärkung für die Mannschaft von der Castroper Straße verpflichtet. Es wurde eine gute Runde, der VfL belegte mit 45:23-Punkten den 4. Rang, punktgleich mit Arminia Bielefeld auf dem 3. Rang. Beide Spiele gegen Meister und Bundesligaaufsteiger Alemannia Aachen wurden verloren. Verletzungsbedingt konnte Höher nicht alle Rundenspiele bestreiten, er musste sich mit 18 Einsätzen und drei Toren begnügen. In seinem zweiten Bochumer Jahr, 1967/68, übernahm der Ex-Schalker Nationalspieler Hermann Eppenhoff das Traineramt und mit Jürgen Jansen und Erich Schiller glückten gute Neuverpflichtungen. Da sich auch Werner Balte in seinem ersten offiziellen Ligajahr auf 14 Tore steigerte, war die Offensive um Heinz Höher gut besetzt. Aber wiederum kam er nicht verletzungsfrei durch die Runde, die der VfL als Fünfter beendete und es waren erneut 18 Einsätze mit sieben Toren, die am Rundenende für ihn zu Buche standen. Der eigentliche Höhepunkt glückte im DFB-Pokal mit dem Einzug in das deutsche Pokalfinale. Die ersten beiden Spiele gegen den Karlsruher SC (3:2) und den VfB Stuttgart (2:1) verpasste er, rechtzeitig zum Viertelfinale am 11. April 1968 gegen die Weisweiler-Elf von Borussia Mönchengladbach meldete er sich wieder zurück. Er vergab zwar in der 86. Minute einen Foulelfmeter, aber nach mit 2:0 gewonnenem Spiel vor 32.000-Zuschauern sprach darüber niemanden mehr. Der VfL stand im Halbfinale. Der damalige Mittelfeldkollege von Heinz Höher, Erich Schiller, meinte in der Rückbetrachtung: „Wenn nicht die Bochumer Mannschaft mit der Mittelfeldreihe Höher, Schiller, Eversberg später durch Verletzungspech zurückgeworfen worden wäre, hätte ihr noch Großes gelingen können. Ich bin überzeugt, dass wir vor Mönchengladbach den ‚Fohlen-Weg‘ gegangen wären. Bochum hatte ein unheimliches Potenzial zum damaligen Zeitpunkt.“[20]

Am 15. Mai glückte die nächste Sensation: Mit 2:1 wurde das Team um Sepp Maier, Franz Beckenbauer und Gerd Müller, der FC Bayern München, vor 40.000 Zuschauern aus dem Wettbewerb geworfen und Heinz Höher und Kollegen waren in das Finale eingezogen. Am 9. Juni 1968 fand das Pokalendspiel im Südweststadion in Ludwigshafen gegen den 1. FC Köln statt. „Es begann gut“, schrieb Wolfgang Hellmich im VfL-Jahrbuch von 1968, „wie gestochen kamen die Pässe von Heinz Höher. Unsere Außen zogen ein schnelles Spiel auf. Gustav Eversberg öffnete seine Trickkiste. Erich Schiller und Jürgen Jansen trieben mit wuchtigen Steilvorlagen ihre Sturmspitzen nach vorn.“[21] Am Ende setzte sich Köln mit 4:1 durch und holte den Pokal in die Domstadt. Neben dem Klassenunterschied gab auch die Tagesform den Ausschlag; Versen und Wiesemes waren durch Verletzung und Krankheit nicht richtig fit in das Endspiel gegangen. Trotz der Niederlage wurde bei den Bochumern begeistert gefeiert. Ottokar Wüst spendierte jedem Spieler eine Prämie von 1.000 DM, und Bochums Oberbürgermeister Heinemann präsentierte sich mit der Mannschaft auf dem Rathausbalkon. Unter tosendem Jubel von 15.000 Bochumerinnen und Bochumern kullerten Freudentränen bei den Spielern.[22]

In seiner dritten Runde beim VfL, 1968/69, erzielte Höher in 26 Ligaspielen zehn Tore. Nach einer glänzenden Hinrunde baute die Mannschaft in der Rückrunde ohne die zwei durch Verletzung ausfallenden Leistungsträger Gustav Eversberg und Erich Schiller ab und fiel durch den schlechteren Torquotienten gegenüber den punktgleichen Rot-Weiss Essen auf den 3. Rang zurück. Die 0:4-Punkte am 30. März 1969 gegen Fortuna Düsseldorf (1:3) und am 7. April 1969 gegen den TSV Marl-Hüls (0:2) verdarben Bochum den Einzug in die Bundesligaaufstiegsrunde. Als 1969/70 der Meistertitel geholt werden konnte, war Höher nur noch in sieben Ligaspielen zum Einsatz gekommen; Neuzugang Werner Krämer hatte die Regie beim VfL und Mittelstürmer Hans Walitza das Toreschießen übernommen. In der Bundesligaaufstiegsrunde wurde er dagegen im Juni 1970 nochmals in fünf Spielen (1 Tor) zum Einsatz gebracht. Regisseur Krämer war nach einer Verletzung in Offenbach für die restliche Aufstiegsrunde ausgefallen.

Bereits im Jahr 1969 hatte er unter Lehrgangsleiter Hennes Weisweiler in Köln erfolgreich die Ausbildung zum Fußball-Lehrer durchlaufen und trat im Sommer 1970 als Trainerassistent unter Cheftrainer Eppenhoff beim VfL Bochum an. Für den „Ziehsohn“ hatte Präsident Wüst die Assistentenrolle beim VfL eingeführt. Eppenhoff war es aber gewohnt, ohne zweiten Mann zu arbeiten und die Zusammenarbeit gestaltete sich schwierig, für Höher sogar unbefriedigend. In seinem Frust schrieb er einen Brief an den Ex-Schalker und machte darin Vorschläge, wie er sich eine fruchtbare Zusammenarbeit vorstellte. Als Kompromiss kam heraus, der Assistent durfte zukünftig die Ersatzspieler zusätzlich zum normalen Training schulen. Die gestandenen Spieler lachten über die Jungen, die vom „verrückten“ Höher geschunden wurden. Den Hügel hinter dem Tor rauf und wieder runter, lange Schritte bergauf, kleine Schritte bergab, und die Frequenz halten, schneller, zack-zack-zack. Zu dieser Zeit verachteten die Spieler im deutschen Fußball immer noch hartes und forderndes Training zur Leistungssteigerung. Diese Einstellung gehörte zum Selbstverständnis der Fußballer. Ein guter Fußballer hatte Training nicht nötig, er hatte das Talent.

Nur heimlich für sich dachte mancher junge Bochumer Spieler wie Hans-Jürgen Köper, das größte Talent von allen, dass der Heini Höher sie mit seinem modernen Training nach vorne brachte; dass er der Trainer ihrer, einer neuen Generation war. Als im Herbst 1970 der Zweitligist Schwarz-Weiß Essen einen Trainer suchte, fiel die Wahl auf Heinz Höher. Viele beim VfL hatten das Gefühl, dass Höher nur wegging, um wiederzukommen. Er würde in der Nachbarstadt seine Lehre für den VfL absolvieren.[23]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SW Essen und VfL Bochum, 1970 bis 1979[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Trainerkarriere begann Höher 1970 beim VfL Bochum als Co-Trainer von Hermann Eppenhoff. Im Oktober 1970 wurde er Cheftrainer beim Regionalligisten Schwarz-Weiß Essen. Höher übernahm SW Essen nach dem 11. Spieltag mit 7:15-Punkten. Am Rundenende hatte die Mannschaft vom Uhlenkrug 29:39-Punkte und belegte damit den 11. Rang. Vor seiner zweiten Saison, 1971/72, musste er aber die Verluste von Rolf Bauerkämper, Rolf Kucharski, Manfred Müller und Peter Wirsching hinnehmen, wobei zumindest Torhüter Müller und der 17-fache Torschütze Kucharski sportlich deutliche Verluste darstellten. Trotzdem führte der Trainerneuling SW Essen zu 39:29-Punkten und damit auf den 5. Rang. Im Tor hatte man Routinier Hermann Merchel reaktiviert, im Mittelfeld ersetzte das junge Talent Holger Trimhold Bauerkämper und im Angriff versuchte er mit Karl-Heinz Böttcher, Reinhard Majgl und Dieter Schulitz im Verbund den vormaligen Torjäger Kucharski zu ersetzen. Seine belebenden Trainingsmethoden und taktische Varianten führten wesentlich dazu bei, dass SW Essen trotz Spielerverluste eine überzeugende Runde ablieferte.

Zur Saison 1972/73 kehrte er als Cheftrainer zum VfL Bochum zurück, Vereinspräsident Ottokar Wüst hatte seit Jahren in Höher den natürlichen Nachfolger von Hermann Eppenhoff gesehen. Wüst war nicht traurig, dass ein Angebot des VfB Stuttgart für Eppenhoff eingetroffen war. So sah es nach einem natürlichen Abgang aus. Wüst wollte einen Trainer mit frischen Ideen. Er hatte nur an einen gedacht. Höher wurde im März 1972 als Trainer für die nächste Saison vorgestellt.[24] Der neue Trainer führte Spiele auf kleinen, abgesteckten Spielfeldern durch, zwei gegen zwei, drei gegen drei, oder er ließ auf vier Tore spielen. Mittwochs ließ er seine Mannschaft durch den Sand im Naherholungsgebiet Die Haard laufen. Heinz Höher erschien es natürlich, dass er sich Trainingsübungen ausdachte und dass er neue Methoden erfand. Er dachte sich: Wenn wir die Trainingsspiele mit Miniteams auf 25 Metern machen, statt einfach elf gegen elf über den ganzen Platz zu spielen, hat jeder Spieler in einer Trainingseinheit zehnmal so viele Ballkontakte. Dann müsste er auch einen deutlich höheren Lerneffekt haben.

Von Schwarz-Weiß Essen hatte er die zwei Spieler Reinhard Majgl und Michael Lameck mitgebracht. Hinzu kamen noch Torhüter Werner Scholz (Alemannia Aachen) und Hermann Gerland aus der Bochumer A-Jugend. Je näher der Bundesligaauftakt rückte, desto mehr ließ Höher seine Mannschaft im Training spielen, das heißt, er ließ sie laufen, ohne dass sie es merkten. Er hielt die Spielfelder weiter künstlich klein, so sprinteten die Fußballer, ohne es zu merken, permanent im hohen Tempo mit äußerst kurzen Pausen.[25] Präsident Wüst sagte Heinz Höher relativ früh: „Sie können so lange bleiben, wie Sie wollen.“ Er formulierte für sich drei Ziele: Nie absteigen, nie entlassen werden, nie arbeitslos sein. Er fühlte, in Bochum konnte er diese Ziele erreichen. Just vor Heinz Höhers Einstieg in die Trainerzunft hatten Branko Zebec und Ernst Happel den Eindruck erweckt, große Trainer sollten große Schweiger sein. Fasziniert versuchten die Sportjournalisten Zebec' und Happels Stille zu interpretieren. Höher überzeugte sich immer wieder selbst, dass ein Trainer lieber zu wenig redete als zu viel. So verbrauchte er sich nicht. Große Männer – und Bundesligatrainer mussten große Charaktere sein – durften seltsam sein. Das nannte man mysteriös. Aber Höher glaubte auch daran, dass sich sehr gute Trainer von guten durch ihr Gefühl unterscheiden. So ging Reinhold Wosab und Franz-Josef Tenhagen von RW Oberhausen kam im Sommer 1973, und der VfL Bochum, den alle kennen, entstand. Er wurde zum Inbegriff des ewig aufsässigen Außenseiters der Bundesliga. Die Achse der VfL-Mannschaften bildeten daraufhin Lameck, Gerland, Tenhagen, die rannten und niemals aufhörten zu rennen, sie waren Bochum. Diese Spieler waren wie die Fans: Sie gehörten zum Verein. Ein weiterer Mosaikstein bildete Ehefrau Doris. Ohne so richtig zu merken, wie, war sie mit ihrer lebensfrohen Art zur Trainerin der Spielerfrauen geworden. Sie organisierte regelmäßig Treffen. Sie gingen auf die Kegelbahn oder strickten zusammen. Der Bochumer Geist, diese Ausgelassenheit, dieses Gemeinschaftsgefühl, blühte auch hier.

Ottokar Wüst, nicht der Trainer, hielt beim VfL Bochum die Halbzeitansprachen, auch wenn sich das unter Heinz Höher gerade zu ändern begann. Der Präsident beobachtete gemeinsam mit dem Trainer potenzielle Neuzugänge. Anders als die meisten Bundesligapräsidenten verstand Ottokar Wüst viel vom Fußball. Das gab ihm die Souveränität, bei Fachfragen das letzte Wort meistens dem Trainer zu überlassen. Heinz Höher wurde zum Gesicht einer neuen Trainergeneration und wurde jeden Frühling wieder von Vereinen wie Eintracht Frankfurt, Borussia Dortmund oder VfB Stuttgart umworben. Er sagte allen ab. Ihm reichte das Wissen, gefragt zu sein. Falls er irgendwann einmal aus Bochum fortwollte, konnte er sein Ziel frei wählen.[26]

Die letzten sechs Heimspiele in der Rückrunde 1975/76 trug der VfL in Herne aus. Im Stadion am Schloss Strünkede wurde die Höher-Truppe auch fantastisch unterstützt. Der letzte Spieltag hatte es in sich. Der VfL hatte als 15. einen Punkt Abstand zum ersten Abstiegsrang, auf dem die Offenbacher standen. Diese mussten am letzten Spieltag bei den bereits abgestiegenen Hannoveranern antreten. Eine Heimniederlage des VfL gegen den Karlsruher SC und ein gleichzeitiger Sieg der Offenbacher hätten dem VfL den Garaus gemacht. Doch der VfL ließ am 12. Juni 1976 bei seinem Abschied aus Herne nichts anbrennen. 4:2 hieß es nach Toren von Kaczor, Eggeling, Eggert und Pochstein vor 25.000 begeisterten Zuschauern. Fast wie ein Meistertitel wurde die nun endgültige Bestätigung gefeiert, dass Bochum in die Bundesliga gehörte „wie der Kumpel ins Revier“. Die Höher-Jahre bildeten den Gründungsmythos der Unabsteigbarkeit. Die Saison 1975/76 war der Gipfel dieses Gefühls. Auch für ein „Jahrhundertspiel“ waren die Mannen von Trainer Höher gut: Am 18. September 1976 empfing der VfL den FC Bayern München. In der 53. Minute brachte Pochstein die Gastgeber mit 4:0 in Führung, es endete aber 5:6 für den FC Bayern. „So was erlebe ich nicht noch einmal“, sagte Trainer Höher nach den 90 Minuten in brütender Hitze, und jeder anderer Zeuge dieses rauschenden Fußballnachmittags hätte ihm Recht gegeben. „So verrückt, so erstaunlich, so unvorstellbar und so erschütternd, dass es dafür im deutschen Fußball keine Parallele gibt“, stand nachher in der Zeitung.[27]

Der Spielerkader wurde in den weiteren Höher-Jahren durch Leute wie Heinz-Werner Eggeling, Michael Eggert, Klaus Franke, Paul Holz, Josef Kaczor, Holger Trimhold, Harry Ellbracht, Dieter Bast, Lothar Woelk, Jochen Abel, Rolf Blau und Walter Oswald belebt; es waren aber auch Verluste wie die von Werner Krämer, Manfred Rüsing, Hans Walitza, Werner Balte und Matthias Herget zu verkraften. Der ersehnte Sprung in die oberen Tabellenregionen glückte aber nie. Es ging zumeist um den Klassenerhalt. Die Punkteausbeute bewegte sich immer um 30 Zähler; mit zweimal 33 Punkten wurde die beste Ausbeute in den Jahren 1975 und 1979 erreicht. Langwierige, verletzungsbedingte Ausfälle wie von Jürgen Köper und Jupp Kaczor warfen den VfL immer wieder zurück. Die Saison 1978/79 wurde in jedem Falle ohne jede Abstiegsangst gemeistert. Am vorletzten Spieltag hatte der VfL bei drei Punkten Rückstand sogar noch eine vage Chance auf den fünften Platz, der zur Teilnahme am UEFA-Cup berechtigt hätte. Doch bei seinem letzten Heimspiel in siebenjähriger Trainertätigkeit fehlte Heinz Höher auf der Bank. Er hatte den Verein um Auflösung des Vertrages gebeten. „Einen einzigen Wunsch in sieben Jahren kann man einfach nicht abschlagen“, zeigte sich Präsident Wüst mit nobler Geste. So verpasste Heinz Höher auch das endlich fertiggestellte neue Ruhrstadion, das am 21. Juli 1979 eingeweiht wurde, und mit der Konzeption eines reinen Fußballstadions sowie einer Rundum-Überdachung auch über die ausgebauten Ecken hinweg eine zukunftsträchtige Lösung parat hatte und damit den VfL nun auch in Sachen Stadion auf Augenhöhe mit den Ruhrgebietskonkurrenten Schalke 04 und Borussia Dortmund gebracht hatte.[28]

Höhers ehemaliger Mitspieler Gustav Eversberg urteilte über den Trainer Höher: „Er gehört für mich zu den qualifiziertesten Trainern der Bundesliga. Ihm ist es doch praktisch mit Amateurspielern gelungen, dem VfL die Bundesliga zu erhalten.“[29] Höher war beim VfL ununterbrochen sieben Jahre als Cheftrainer geblieben – er war damit der bis heute am längsten amtierende Coach der Bochumer Bundesligageschichte.

MSV Duisburg, Fortuna Düsseldorf und Griechenland, bis 1983[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende beim VfL Bochum wurde Heinz Höher 1979/80 Trainer beim MSV Duisburg. Die „Zebras“ hatten 1978/79 unter Trainer Rolf Schafstall in der Bundesliga den 13. Rang erreicht, waren aber im UEFA-Cup bis in das Halbfinale eingezogen. Aus finanziellen Gründen verlor der MSV aber im Sommer 1979 die drei Leistungsträger Kees Bregman, Ditmar Jakobs und Ronald Worm und zusätzlich den Stammspieler Günter Weber. Gegen den Verlust der Defensivachse Bregman/Jakobs kämpfte der junge Mann vom SV Waldhof, Paul Steiner, alleine an, im offensiven Mittelfeld/Angriff überraschte zwar positiv der vorherige junge Amateur Thomas Kempe. Ansonsten war die MSV-Offensive aber nicht bundesligatauglich. Nach der 1:2-Heimniederlage am 9. Februar 1980 gegen den FC Schalke 04 wurde Höher am Tag darauf entlassen. Der MSV stand mit 15:27-Punkten auf dem 16. Rang. Die Verbindung MSV Duisburg und Heinz Höher hatte nicht gepasst und Höher war erstmals als Trainer arbeitslos. Erst Ende September 1980 konnte er wieder als Trainer arbeiten. Es ging nach Griechenland, Ethnikos Piräus hatte ihn als Trainer geholt. Unaufgeregt, halbwegs auf Distanz zu den Abstiegsrängen, steuerte Ethnikos durch die Runde. Am 3. Dezember 1980 meldete sich Fortuna Düsseldorf und erkundigte sich, ob eine Rückkehr von Höher in die Bundesliga nach der Winterpause vorstellbar wäre. Höher erklärte der Fortuna, er könne auch sofort anfangen, es gebe keinen Vertrag mit Ethnikos. Zwei Tage später war Otto Rehhagel in Düsseldorf entlassen und Höher leitete ab dem 5. Dezember 1980 das Training bei Fortuna Düsseldorf.

Sein Auftrag war klar, es galt den Abstieg zu vermeiden. Die zerfahrene Situation bei Fortuna war eine ordentliche Ausgangslage für Höher. Wenn eine Mannschaft ums Überleben kämpft, hat ein neuer Trainer gute Chancen, als heilende Kraft akzeptiert zu werden, allein schon, weil er neu ist, weil alles Neue die Hoffnung auf Änderung birgt. Der Schweiger und Tüftler Höher gab als vorrangiges Ziel aus, die Abwehr zu verstärken. In seinem ersten Spiel holte er mit einem 2:2 bei Eintracht Frankfurt am 13. Dezember 1980 einen Punkt. Die Winterpause verbrachte Fortuna auf einem Abstiegsplatz. Als neuer Trainer versuchte er sich an einer neuen Aufstellung. Mit Peter Löhr wurde zur Rückrunde ein defensiver Mittelfeldspieler verpflichtet und Höher setzte künftig auf Raumdeckung und verteilte die Aufgaben neu: Rüdiger Wenzel rückte für Wolfgang Seel in die Spitze, der langzeitverletzte Dieter Brei wurde Höhers Assistent. Schon Mitte April verkündete Trainer Heinz Höher, seinen Ende Juni auslaufenden Vertrag keinesfalls zu verlängern. Als Grund gab er an, dass er sich von einem erheblichen Teil des Düsseldorfer Publikums abgelehnt fühle. Die Vereinsführung versuchte ihn umzustimmen – erfolglos.[30] Die Fortuna beendete die Saison mit 28:40-Punkten auf dem 13. Rang.

Am 31. Mai 1981 verstarb Gyula Lóránt auf der Trainerbank von PAOK Saloniki; Heinz Höher wurde Lorants Nachfolger. Im Dezember 1981 übernahm Dettmar Cramer den Lokalrivalen Aris Saloniki und die beiden deutschen Trainer trafen sich gelegentlich und diskutierten über den Fußball, insbesondere zu dessen Leidenschaft zu immer mehr Athletik und Muskeln. PAOK hielt sich mehr als achtbar in Sichtweite der führenden Klubs Olympiakos Piräus und Panathinaikos Athen. Im Exil in Griechenland nahm Heinz Höher das lauter werdende Gerede vom hässlichen Deutschen nur gedämpft wahr. Hier war er der verehrte Lehrmeister, hier blieb er der gute Deutsche. Sein Posten bei PAOK schien stabil zu sein, er hatte das erste Spieljahr auf Platz drei der griechischen Liga beendet. Er schien länger in Saloniki bleiben zu können und zu müssen. In der zweiten Saison mit PAOK erreichte er das griechische Pokalfinale. Sie unterlagen AEK Athen mit 0:2, aber das Spiel reichte, um Heinz Höhers Ruf in Griechenland zu etablieren. 18 Stunden nach dem Endspiel erhielt er aus dem Nichts das Angebot, Olympiakos Piräus zu trainieren. Olympiakos hatte gerade viermal hintereinander die griechische Meisterschaft gewonnen. Zu Olympiakos sagte man nicht Nein.

Im September 1983 schaltete Heinz Höhers Olympiakos in der ersten Runde des Europapokals der Landesmeister Ajax Amsterdam mit Ronald Koeman und Marco van Basten mit 2:0 in der Verlängerung im Heimspiel aus. Zwei Monate später war Höher entlassen. Olympiakos lag in der griechischen Liga nur auf Platz zwei hinter Panathinaikos. Die Entlassung kam aber gerade zur richtigen Zeit für Heinz Höher. Der 1. FC Nürnberg suchte wieder einmal einen Trainer.

1. FC Nürnberg, 1984 bis 1988[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vier verschiedene Männer saßen 1983/84 in den 34 Ligaspielen auf der Bank des 1. FC Nürnberg. Udo Klug wurde nach einem 1:3 zu Hause gegen den 1. FC Köln am 26. Oktober als Trainer entlassen und zog sich auf den Managerposten zurück. Sein Nachfolger Rudi Kröner gab ein erfolgloses 41-Tage-Gastspiel (1:19 Punkte), das am 6. Dezember nach einer 3:4-Heimschlappe gegen den 1. FC Kaiserslautern endete. Fritz Popp verlor am 10. Dezember 1983 sein einziges Spiel mit 1:3 bei Borussia Dortmund und nach der Vorrunde trat Heinz Höher im Neuen Zabo zum 1. Januar 1984 an.[31] Er übernahm den „Club“ auf dem 18. Rang mit 9:25 Punkten. Am Rundenende stieg Nürnberg mit indiskutablen 14:54 Punkten aus der Bundesliga ab.

Heinz Höher war es nicht gelungen, die heterogene Gruppe zu einer intakten Mannschaft zu formen. Er fühlte sich nicht als Sozialarbeiter und zum Moderator für die Integration der vielen Neuen fühlte er sich auch nicht berufen. Er ließ das Training laufen und hoffte, dass die Spannungen von selbst verschwinden würden. Mit seiner distanzierten Art löste er keine große Gefühle mehr bei der Elf aus, allenfalls einen Spruch von Abramczik. In der Niederlagenserie zum Rundenende ging er jeden Tag vom Training nach Hause und dachte, dann werde ich wohl morgen entlassen. Aber Nürnbergs neuer Präsident Gerd Schmelzer hatte eine andere Idee. Heinz Höher durfte bleiben. Ein bemerkenswerter Vorgang: Das Präsidium um Gerd Schmelzer sprach einem bis dahin völlig erfolglosen Trainer das Vertrauen aus – und es sollte belohnt werden. Höher schickte sich an, um die beiden neuverpflichteten Routiniers Udo Horsmann und Ulrich Bittorf und die sieben letzten Mohikaner des alten Kaders eine junge Mannschaft mit Perspektive aufzubauen. Hans Dorfner entwickelte sich zum Regisseur, der den Club mit Trainer Höher nach einem der turbulentesten Jahre der Vereinsgeschichte auf Anhieb wieder nach oben führte. Nach einem verkorksten Start, einer Spielerrevolte gegen Höher und der fristlosen Entlassung von sechs Club-Profis im Oktober 1984 stürmte der neue, junge Club dank einer begeisternden Rückrunde mit 29:9 Punkten zurück in die Bundesliga.[32]

Dorfner erinnert sich an die Revolte und den Aufstieg: „Wir fuhren nach Aachen und traten dort mit einer Mischung aus Profis, Amateur- und Jugendspielern an. Mit der jüngsten Club-Elf aller Zeiten – unser Durchschnittsalter lag unter 21 Jahren – verloren wir mit 1:2. Dennoch gilt dieser Abend seitdem als Wiedergeburt des 1. FC Nürnberg. In einem Gespräch in seinem Büro erklärte mir Höher in den nächsten Tagen: „Charly, du bist ab sofort mein Spielmacher, meine zentrale Figur. Um dich herum möchte ich eine neue Mannschaft aufbauen“. Am Ende unserer Unterhaltung sprach er das große Wort zum ersten Mal offen aus: „Wenn alle richtig mitziehen“, meinte er, „dann steigen wir noch in dieser Saison in die Bundesliga auf.“ Es war die erste Voraussage Höhers, die sich hundertprozentig erfüllte, aber längst nicht die letzte. „Mindestens drei von euch werden Nationalspieler“, hat er mir einmal erklärt – und auch damit Recht behalten, auch wenn ihn zum damaligen Zeitpunkt jeder für verrückt erklärt hätte. Stefan Reuter, Dieter Eckstein und ich schafften den Sprung in die Nationalelf. Es herrschte eine unglaubliche Kameradschaft, und wir entwickelten uns zu einer verschworenen Gemeinschaft, in der jeder für den anderen durchs Feuer ging. Für mich war Höher der beste Trainer, den ich je hatte. Sicher ist nicht jeder mit seiner Art zurechtgekommen, aber er hatte einen unglaublichen Fußballverstand. Alles, wirklich alles wäre möglich gewesen, wenn diese Mannschaft damals zusammengeblieben wäre.“[33]

Mit dem Bundesligarückkehrer belegte Höher 1985/86 den 12. Rang, verbesserte sich 1986/87 auf den 9. Rang und zog 1987/88 mit dem 7. Tabellenplatz in den UEFA-Cup der Runde 1988/89 ein. Die Freude über den größten Erfolg seit 1968 aber hielt sich in Grenzen. Der seit Monaten feststehende Wechsel Reuters und Grahammers zum FC Bayern München überschattete alles. Der Club im Umbruch – das Aus für eine der hoffnungsvollsten Mannschaften, die der FCN je hatte. „Ich hätte meine Arbeit hier gerne zu einem richtigen Ende geführt“, meinte Höher. Nach der Rekordzeit von viereinhalb Jahren auf der Nürnberger Trainerbank setzte sich der 49-Jährige, enttäuscht und gebrochen, in den Managersessel und holte seinen früheren Spieler Hermann Gerland aus Bochum als Cheftrainer zum Club.[34]

19989/90 nahm er ein Engagement beim saudi-arabischen Verein al-Ittihad aus Dschidda an. Ein Comebackversuch auf der Trainerbank scheiterte 1996 beim VfB Lübeck aus gesundheitlichen Gründen: An seinem ersten Arbeitstag in Lübeck brach Höher nach einem Kreislaufkollaps auf dem Trainingsplatz zusammen.

Heinz Höher, der bei seiner letzten Trainertätigkeit als Jugendcoach bei der SpVgg Greuther Fürth Juri Judt entdeckte und förderte, lebte zuletzt in Franken.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höher wurde im August 1938 in Leverkusen geboren und wuchs im Stadtteil Wiesdorf auf. Nach dem Ende seiner Zeit im Fußball 1996 lebte er in Franken. Durch nicht rentable Immobilienprojekte im Dresdner Vorort Heidenau und in Pirna verschuldete er sich hoffnungslos. Ab 2010 war er trockener Alkoholiker.[35] Er starb am 7. November 2019 im Alter von 81 Jahren.[36]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christoph Bausenwein, Bernd Siegler, Harald Kaiser: Die Legende vom Club. Die Geschichte des 1. FC Nürnberg. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2012. ISBN 978-3-89533-907-3.
  • Michael Bolten, Marco Langer: Alles andere ist nur Fußball. Die Geschichte von Fortuna Düsseldorf. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2005. ISBN 978-3-89533-711-6.
  • Heinz Formann: Tief im Westen. Das Phänomen VfL Bochum. Klartext-Verlag, 1994, ISBN 3-88474-177-2.
  • Markus Franz: Die Jungs von der Castroper Straße. Die Geschichte des VfL Bochum. Verlag Die Werkstatt, 2005, ISBN 3-89533-506-1.
  • Hardy Grüne, Lorenz Knieriem: Spielerlexikon 1890 bis 1963. Agon Sportverlag. Kassel 2006. ISBN 978-3-89784-148-2. S. 153.
  • Ronald Reng: Spieltage: Die andere Geschichte der Bundesliga. Piper, München/Zürich 2013, ISBN 978-3-492-05592-5.
  • Henry Wahlig: Anne Castroper: Ein Jahrhundert Fußball mitten in Bochum. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2011, ISBN 978-3-89533-779-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Heinz Höher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hardy Grüne, Lorenz Knieriem: Spielerlexikon 1890 bis 1963. S. 153
  2. Hermann Schmidt, Miriam Bernhardt: TRAINERLEXIKON. J. P. Bachem. Köln 2017. ISBN 978-3-7616-3180-5. S. 99–101
  3. Harald Landefeld, Achim Nöllenheidt (Hrsg.): „Helmut, erzähl mich dat Tor ...“. Neue Geschichten und Porträts aus der Oberliga West 1947 bis 1963. Klartext Verlag. Essen 1993. ISBN 3-88474-043-1. S. 147
  4. Ronald Reng: Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga. S. 77
  5. Ronald Reng: Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga. S. 25/26
  6. Alex Feuerherdt: Bayer 04 Leverkusen. Die Fußball-Chronik. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2011. ISBN 978-3-89533-819-9. S. 29
  7. Ronald Reng: Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga. S. 22
  8. Deutscher Sportclub für Fußballstatistiken (DSFS): West-Chronik. Fußball in Westdeutschland 1958 bis 1963. DSFS 2013. S. 21, 69, 118, 166
  9. Karl-Heinz Heimann, Karl-Heinz Jens: Kicker-Almanach 1989. Copress-Verlag. München 1988. ISBN 3-7679-0245-1. S. 119
  10. Ronald Reng: Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga. S. 27
  11. Ronald Reng: Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga. S. 70
  12. Deutscher Sportclub für Fußballstatistiken (DSFS): West-Chronik. Fußball in Westdeutschland 1958 bis 1963. DSFS 2013. S. 208
  13. Ronald Reng: Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga. S. 36
  14. Ulrich Merk, Andre Schulin: Bundesliga Chronik 1963/64. Agon Sportverlag. Kassel 2004. ISBN 3-89784-083-9. S. 34
  15. Ronald Reng: Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga. S. 71
  16. Ronald Reng: Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga. S. 51
  17. Ronald Reng: Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga. S. 59/60
  18. Ulrich Merk, Andre Schulin: Bundesliga Chronik 1964/65. Agon Sportverlag. Kassel 2004. ISBN 3-89784-084-7. S. 130
  19. Ronald Reng: Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga. S. 90
  20. Markus Franz: Die Jungs von der Castroper Straße. S. 204
  21. Markus Franz: Die Jungs von der Castroper Straße. S. 207
  22. Markus Franz: Die Jungs von der Castroper Straße. S. 212
  23. Ronald Reng: Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga. S. 128–131
  24. Ronald Reng: Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga. S. 161, 163
  25. Ronald Reng: Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga. S. 168–170
  26. Ronald Reng: Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga. S. 194
  27. Markus Franz: Die Jungs von der Castroper Straße. Die Geschichte des VfL Bochum. S. 72
  28. Markus Franz: Die Jungs von der Castroper Straße. Die Geschichte des VfL Bochum. S. 76–79
  29. Markus Franz: Die Jungs von der Castroper Straße. Die Geschichte des VfL Bochum. S. 299
  30. Michael Bolten, Marco Langer: Alles andere ist nur Fußball. Die Geschichte von Fortuna Düsseldorf. S. 188
  31. Christoph Bausenwein, Bernd Siegler, Harald Kaiser: Die Legende vom Club. Die Geschichte des 1. FC Nürnberg. S. 224
  32. Christoph Bausenwein, Bernd Siegler, Harald Kaiser: Die Legende vom Club. Die Geschichte des 1. FC Nürnberg. S. 225
  33. Christoph Bausenwein, Bernd Siegler, Harald Kaiser: Die Legende vom Club. Die Geschichte des 1. FC Nürnberg. S. 230
  34. Christoph Bausenwein, Bernd Siegler, Harald Kaiser: Die Legende vom Club. Die Geschichte des 1. FC Nürnberg. S. 234
  35. Nordbayern.de: Liebe, Glück und Alkohol,17. Juli 2013 abgerufen am 16. September 2013
  36. Bayer 04 trauert um Heinz Höher; bayer04.de, veröffentlicht und abgerufen am 8. November 2019