Heinz Hoenig

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Heinz Hoenig

Heinz Hoenig (* 24. September 1951 in Landsberg am Lech, Oberbayern) ist ein deutscher Filmschauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Heinz Hoenig kam als Sohn eines Kranführers zur Welt und wuchs in Harlingerode am Harz auf, machte eine Schlosserlehre, arbeitete als Silberschmied, Tischler, Imbiss-Mitarbeiter und als Streetworker für das Antidrogenprojekt Release in Berlin. Nach einem Gastspiel von John Allens Theatre of All Possiblites ging er mit Allen nach Amerika, um bei ihm Schauspielunterricht zu erhalten. Von 1972 bis 1974 lebte er auf Allens Farm bei Santa Fé. Wieder in Deutschland spielte er am Berliner Grips-Theater und war ab 1976 im Kino und im Fernsehen zu sehen.

Erste Aufmerksamkeit erlangte Hoenig durch Wolfgang Petersens Film Das Boot von 1981, in dem er den Funker spielte. In Der große Bellheim bewies sich Hoenig 1992 in der Rolle des skrupellosen Spekulanten Rottmann als Charakterschauspieler und agierte als böser Gegenspieler zu Mario Adorf in dem mehrfach ausgezeichneten Vierteiler um ein fiktives Handelsunternehmen. Hin und wieder wirkt er auch in internationalen Produktionen mit. Dazwischen spielt er immer wieder Theater, so 1986 in dem Sam Shepard-Stück Fool For Love in Zürich.

Heinz Hoenig ist der Gründer der Initiative Heinz der Stier, einer Organisation die sich um psychisch traumatisierte Kinder und Jugendliche kümmert und diese zu einem Abenteuerurlaub nach Mallorca und zu medienpädagogischen Maßnahmen in den Harz einlädt, um ihnen neue Horizonte, auch für ihr späteres Berufsleben, zu eröffnen. Für dieses Engagement wurde er 2005 von Kinderlachen mit dem Kind-Award ausgezeichnet. Die Spenden für Heinz der Stier werden von der Deutschen Kinderhilfe e.V. direkt verwaltet.

2003 erschien sein Buch Meine Freiheit nehm ich mir. Hoenig war seit 1988 verheiratet und hat zwei Kinder. Am 25. März 2012 verstarb seine Frau im Alter von 52 Jahren.[1]

Filmografie[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Heinz Hoenig bei der Arbeit zu Kopf oder Zahl mit Regisseur Benjamin Eicher, 2006

Literatur[Bearbeiten]

  •  Heinz Hoenig, Paul Barz: Meine Freiheit nehm ich mir. Erinnerungen an 50 wilde Jahre. Lübbe, Bergisch Gladbach 2002, ISBN 3-7857-2104-8 (auch als Hörcassette und als Audio-CD).

Diskografie[Bearbeiten]

  • 2001: Familienbande

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Heinz Hoenig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Simone Hoenig ist tot: Heinz Hoenigs Ehefrau an Herzversagen gestorben. Focus, 2. April 2012, abgerufen am 2. April 2012.