Heinz Hoenig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Heinz Hoenig vor dem Hard Rock Cafe Hamburg (2018)

Heinz Hoenig (* 24. September 1951 in Landsberg am Lech, Oberbayern) ist ein deutscher Filmschauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinz Hoenig kam als Sohn eines Kranführers zur Welt und wuchs in Harlingerode, einem Stadtteil von Bad Harzburg im Landkreis Goslar, am Harz auf, machte eine Schlosserlehre, arbeitete als Silberschmied, Tischler, Imbiss-Mitarbeiter und als Streetworker für das Antidrogenprojekt Release in Berlin. Nach einem Gastspiel von John Allens Theatre of All Possibilities ging er mit Allen nach Amerika, um bei ihm Schauspielunterricht zu nehmen. Von 1972 bis 1974 lebte er auf Allens Farm bei Santa Fe. Wieder in Deutschland spielte er am Berliner Grips-Theater, ab 1976 war er im Kino und im Fernsehen zu sehen.

Erste Bekanntheit erlangte Hoenig durch Wolfgang Petersens Film Das Boot von 1981, in dem er den Funker spielte. In Der große Bellheim bewies er sich 1992 in der Rolle des skrupellosen Spekulanten Rottmann als Charakterschauspieler und agierte als böser Gegenspieler von Mario Adorf in dem mehrfach ausgezeichneten Vierteiler um ein fiktives Handelsunternehmen. Hin und wieder wirkt er auch in internationalen Produktionen mit. Dazwischen spielt er immer wieder Theater, so 1986 in dem Sam-Shepard-Stück Fool For Love in Zürich.

Heinz der Stier in Berlin-Steglitz

Heinz Hoenig ist der Gründer der Initiative Heinz der Stier, einer Organisation, die sich um psychisch traumatisierte Kinder und Jugendliche kümmert und diese zu einem Abenteuerurlaub nach Mallorca und zu medienpädagogischen Maßnahmen in den Harz einlädt, um ihnen neue Horizonte, auch für ihr späteres Berufsleben, zu eröffnen. Für dieses Engagement wurde er 2005 von Kinderlachen mit dem Kind-Award ausgezeichnet. Die Spenden für Heinz der Stier werden von der Deutschen Kinderhilfe e. V. direkt verwaltet.

2003 erschien sein Buch Meine Freiheit nehm ich mir. Hoenig war ab 1988 verheiratet und hat zwei Kinder. Am 25. März 2012 verstarb seine Frau im Alter von 52 Jahren.[1]

Hoenig lebt in Blankenburg im Harz[2] und ist seit 2019 wieder verheiratet.[3]

Im Jahr 2019 trat er in der Fernsehshow The Masked Singer bei ProSieben als Kakadu verkleidet auf und war der dritte Teilnehmer, der enttarnt wurde.[4]

Seit November 2020 ist er als Hauptdarsteller in der TVNOW-Serie Verbotene Liebe – Next Generation als Robert Verhoven zu sehen.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinz Hoenig bei der Arbeit zu Kopf oder Zahl mit Regisseur Benjamin Eicher, 2006

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Hoenig, Paul Barz: Meine Freiheit nehm ich mir. Erinnerungen an 50 wilde Jahre. Lübbe, Bergisch Gladbach 2002, ISBN 3-7857-2104-8 (auch als Hörcassette und als Audio-CD).

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Familienbande

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Heinz Hoenig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Simone Hoenig ist tot: Heinz Hoenigs Ehefrau an Herzversagen gestorben. Focus, 2. April 2012, abgerufen am 2. April 2012.
  2. TV-Star Heinz Hoenig hat JA gesagt. BILD, 3. März 2019, abgerufen am 27. Dezember 2019: „Der Schauspieler zog aus dem turbulenten Berlin in das beschauliche Städtchen. "In Blankenburg habe ich meine Heimat wiedergefunden. Und hier bleibe ich", sagte Hoenig“
  3. Durch den Hintereingang zur Hochzeit. Goslarsche Zeitung, 4. April 2019, abgerufen am 5. April 2019.
  4. „The Masked Singer 2019“: Enttarnt: Der Kakadu ist Heinz Hönig. TV Movie, 11. Juli 2019, abgerufen am 11. Juli 2019.