Heinz Paus

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Heinz Paus (1. Mai 2008)

Heinz Paus (* 3. März 1948 in Alstätte) ist ein CDU-Politiker und war von 1999 bis 2014 der (erstmals direkt gewählte) amtierende Bürgermeister der Stadt Paderborn.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn eines Gastwirts absolvierte von 1969 bis 1975 in Münster, Tübingen und an der Verwaltungshochschule Speyer ein Jura-Studium und war nach seinem zweiten Staatsexamen in Detmold als Anwalt tätig. Seit 1984 ist er Notar, seit 1992 Fachanwalt für Verwaltungsrecht.

1999 wurde Heinz Paus vom Kardinal-Großmeister Carlo Kardinal Furno zum Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 15. Mai 1999 im Paderborner Dom durch Bischof Anton Schlembach, Großprior der deutschen Statthalterei, in den Orden investiert.

Am 4. November 2013 wurde er zum Präsidenten des Bonifatiuswerk, einem katholischen Hilfswerk gewählt.[1]

Paus ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1972 trat er in die CDU ein, er war von 1974 bis 1977 Vorsitzender der Jungen Union in Detmold und von 1978 bis 1993 Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes von Detmold. Von 1975 bis 1984 und ab 1994 war er sachkundiger Bürger im Rat der Stadt Detmold, von 1979 bis 1980 Mitglied des Kreistages Lippe. Seit 1982 war er stellvertretender Landesvorsitzender des Arbeitskreises christlich-demokratischer Juristen sowie Stellvertretender Vorsitzender des Bundesfachausschusses Innenpolitik der CDU Deutschlands.

Paus ist im geschäftsführenden Vorstand der nordrhein-westfälischen CDU, wo er u. a. Koordinator für die Bereiche Verwaltungsreform, Innen, Recht und Kommunales, Betreuer der CDU-Freundeskreise in den Ministerien ist.

Landtagsmandat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paus war Mitglied des Landtags vom 29. Mai 1980 bis 30. September 1999. Er wurde 1980 über die Landesliste in den Landtag von Nordrhein-Westfalen gewählt. Er war vom 29. Mai 1980 bis zum 30. September 1999 Mitglied des neunten, zehnten und elften Landtags. Aus dem zwölften Landtag schied er am 30. September 1999 vorzeitig aus.

Bürgermeister von Paderborn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 wurde er zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister von Paderborn gewählt und löste Wilhelm Lüke im Amt ab. Bei den Bürgermeisterwahlen 2004 und 2009 gelang es ihm jeweils wiedergewählt zu werden.

Paus war 1. Vizepräsident (2004; 2007–2014) und Präsident des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen (2004–2007); seit 2007 wieder 1. Vizepräsident.

Neben seiner Tätigkeit als Bürgermeister von Paderborn hat Heinz Paus einen Sitz im Aufsichtsrat der E.ON Westfalen Weser AG inne. Unter seiner Leitung wurden im Jahre 2001 die Paderborner Stadtwerke an die E.ON Westfalen Weser AG verkauft.

Paus geriet innerparteilich unter Druck, als sich der Bau der „paragon arena“, der geplanten Heimstatt für den jetzigen Erstligisten SC Paderborn 07, durch Anwohnerklagen über viele Monate verzögerte und schließlich ein Baustopp erwirkt wurde, der lange Zeit rechtsgültig war. Die „paragon arena“ wurde am 20. Juli 2008 offiziell eröffnet.

Im März 2013 kündigte Paus seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur als Bürgermeister an [2]. Ende Oktober 2013 kündigte er an, sein Amt zum 22. Juni 2014 niederzulegen, so dass bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 bereits ein Nachfolger gewählt werden kann.[3]

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heinz Paus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heinz Paus ist neuer Präsident des Bonifatiuswerkes. Generalversammlung des Diaspora-Hilfswerkes tagt in Stuttgart. Pressemitteilung vom 4. November 2013
  2. Bürgermeister Heinz Paus kündigt Rückzug an. (Memento vom 12. April 2013 im Webarchiv archive.is)
  3. Neue Westfälische vom 31. Oktober 2013: Paderborns Bürgermeister legt 2014 sein Amt nieder
VorgängerAmtNachfolger
Wilhelm LükeBürgermeister von Paderborn
1999–2014
Michael Dreier